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Rubrik: Fachbeiträge/Grundlagen Outsourcing: Alles aus
einer Hand von Managed Security
Service Providers (MSSPs) IT-Security als
Dienstleistung: Outsourcing an Managed
Security Service Providers gewinnt zunehmend an Fahrt ( Von Dr. Klaus Gheri, Chief Technology Officer, phion AG Aus diesem Zweifel heraus hat
der Trend zum Outsourcing an Managed
Security Service Providers (MSSPs)
anfangs nur vorsichtig Fahrt aufgenommen: Typischerweise haben Unternehmen Firewalls und VPNs ausgelagert.
Die zahlreichen erfolgreichen Referenzen aus diesem Bereich ließen das
Vertrauen zu MSSP jedoch schnell steigen. Dies verstärkte den Wunsch,
sämtliche Netzwerk-dienstleistungen aus einer Hand
als Managed Services zu beziehen. Das heißt, Unternehmen und
Institutionen wollten nicht mehr nur IT-Sicherheit,
sondern auch das Netzwerkmanagement und – beispielsweise – MPLS (Multiprotocol Label Switching)
oder Endpoint Security
als Gesamtservice "mieten": Ein einziges Service Level Agreement
(SLA) regelt die Netzwerkperformance und IT-Sicherheit;
ein einziger Ansprechpartner ist für den Kunden verant-wortlich.
Durch die Verbindung vom Schutz der Unternehmenskommunikation mit dem Betrieb
und der Optimierung der Netzwerkleistung bieten MSSPs
einen sichtbaren Mehrwert für das Unter-nehmen und
wachsen aus ihrer "Feuerwehr"-Funktion heraus. Dezentrale Firmen erreichen Effizienzvorteile Je größer das Unternehmen ist,
desto eher ist eine solche ganzheitliche Lösung empfehlenswert. Die internen IT-Verantwortlichen geben die Vorgaben für das Netzwerk und müssen sich um die technische Umsetzung nicht mehr kümmern. Sie gewinnen Zeit, um sich Aufgaben zu widmen, die eine stärkere Verankerung im Unternehmen erfordern, wie das Prozessmanagement oder die Applikationsverwaltung. Dezentral aufgestellte Firmen erreichen mit der Auslagerung noch größere Effizienzvorteile. Bevor die Services abgegeben
werden, müssen sich Unternehmen Gedanken machen, was genau sie auslagern
wollen und welche Sicherheitsmechanismen sie benötigen. Ist beim einen Unter-nehmen vor allem Virenschutz gefragt, ist bei einem
anderen Verschlüsselung oder Verhinderung von Datendiebstahl (etwa per USB-Stick) ein wichtiges Thema. Beim Support ist ein 5x16-Service das Minimum, aber meist ist 7x24 anzuraten, denn dem Netzwerk drohen am Wochenende kaum weniger Gefahren als unter der Woche. 4-Augen-Prinzip
für Zugriff auf Logfiles Im Zusammenhang mit Compliance-Fragen ist bei fast allen Unternehmen eine
einheitliche Revisionskontrolle unverzichtbar. Es muss jederzeit
nachvollziehbar sein, welcher Admistrator wann
welche Änderungen vorgenommen hat. Eine Grundregel ist etwa, dass der Zugriff
auf Logfiles eindeutig definiert ist. Unter Compliance-Gesichtspunkten empfehlenswert ist es, hier
das 4-Augen-Prinzip zu vereinbaren. Unternehmen sollten außerdem bei ihrem Dienstleister auf ITIL-spezifische
Prozesse und ISO-Zertifizierung achten. Die Prozesse und Schnittstellen
müssen genau definiert werden. Unternehmen können ihre Dienstleister
auffordern, die Funktionsfähigkeit ihrer Prozesse vorab unter Beweis zu
stellen. Es geht dabei um grundlegende Abläufe beim Incident
Management, Call Management, Change Management und Escalation Management. Die Herausforderung für den Security-Dienstleister ist es, trotz aller individuellen
Kundenwünsche ein möglichst konsistentes Management über alle Kunden hinweg
aufzubauen. Hierfür sind neue Ansätze bei der Verwaltung von Netzwerken und
ihrer Sicherheit sehr hilfreich. Sie ermöglichen ein grafisches, visuelles
Management über alle Accounts hinweg sowie
konsolidierte Alarming-, Diagnose- und Troubleshooting-Funktionalitäten. Ein scheinbar
einfaches, aber seltenes Feature ist auch, Konfigurationen auf beliebig viele
Firewalls oder UTM-Appliances
(Unified Threat
Management Applicances) zu übertragen - ein effizientes Verfahren, das zugleich häufige Fehlerquellen eliminiert. Ungeachtet des zentralen
Managements besteht bei den Konfigurationen der einzelnen Kunden-netzwerke
volle Flexibilität. Dies ermöglicht MSSPs eine
Umsetzung von Kundenanforderungen und trägt wesentlich zur Kosteneffizienz
der Gesamtlösung bei. Erst mit hundertprozentig zentralem Management und
solchen speziellen Funktionalitäten entstehen die erwünschten Skaleneffekte,
die sowohl dem Dienstleister ein rentables Geschäftsmodell ermöglichen, als auch dem Kunden einen spürbaren Preisvorteil bieten. Und das Sicherheitsniveau? Das kann sich bei einer Zusammenarbeit mit einem erfahrenen MSSP nur verbessern, denn mit dem Einsatz geeigneter Management-lösungen lassen sich dann spezialisierte Netzwerkadministratoren mit einer Effizienz einsetzen, die bei internen Lösungen kaum jemals erreicht wird. (phion: ra) phion AG, Eduard-Bodem-Gasse 1, A-6020 Innsbruck
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