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Die Entwicklung der Ransomware


Die Entwicklung von effektiver Ransomware ist einfacher geworden
Inzwischen wird sie sogar als "Ransomware-as-a-Service" angeboten




Von Wieland Alge, VP & GM EMEA bei Barracuda Networks

Ransomware-Angriffe sorgen häufig für Schlagzeilen und das wird wohl auch in absehbarer Zukunft so bleiben. Tatsächlich hat, laut Verizons gerade veröffentlichten 2016 Data Breach Investigation Report, die Anzahl der Angriffe im Vergleich zum Vorjahr weltweit um 16 Prozent zugenommen ein besorgniserregender Trend für Sicherheitsexperten. Aber was steckt hinter dem explosionsartigen Anstieg dieser relativ neuen Form von Cyberangriffen? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zunächst einen Blick auf die Entwicklung der Ransomware werfen.

Was ist Ransomware?
Ransomware ist Schadsoftware für eine bestimmte Art von Cyberangriff, bei dem die Opfer zur Zahlung von Lösegeld (engl. ransom) für die Herausgabe ihrer im Zuge des Angriffs verschlüsselten Daten erpresst werden. Die ersten Ransomware-Programme waren als Software zum Entfernen von Spyware oder zur PC-Bereinigung getarnt. Diese setzten nicht auf die Verschlüsselung von Daten, sondern beschädigten die PCs der Betroffenen und boten gegen Bezahlung eine Anwendung zur Schadensbehebung an. Einige Jahre später wurde diese Form von Angriffen von gefälschten Antivirenprogrammen abgelöst. Diese ähnelten zwar den früheren Angriffsversuchen mit Ransomware, gingen aber noch einen Schritt weiter, indem sie die Benutzer zu mehrjährigen Zahlungen für Support erpressten.

2011 kam dann die auf Verschlüsselung basierende Ransomware auf. Dabei handelt es sich um Schadsoftware, die den Zugriff auf die befallenen Computersysteme verhindert. Parallel zur Verbesserung der Schutz- und Wiederherstellungsmethoden entwickelte sich auch die Ransomware weiter. Dabei entstand die inzwischen stark verbreitete Crypto-Ransomware. Im Folgenden sind die drei aktuell bekanntesten der mittlerweile unzähligen Ransomware-Varianten aufgeführt:

1. CryptoWall: Die älteste der drei Varianten, für die auch weltweit der größte Anteil (83,45 Prozent) an mit Ransomware befallenen Systemen verzeichnet wird.

2. Locky: Dies ist die neueste der drei wichtigsten Ransomware-Varianten, die sich am schnellsten verbreitet und am höchsten entwickelt ist. Sie ist für 16,47 Prozent der Ransomware-Angriffe verantwortlich, die zwischen dem 17. Februar und dem 2. März 2016 erfolgt sind.

3. TeslaCrypt: Diese Malware wurde vorwiegend durch gekaperte WordPress- und Joomla-Websites verbreitet und ist für 0,08 Prozent aller Infektionen verantwortlich. Allerdings markieren aktuelle Berichte über die Veröffentlichung des Master Keys für die Entschlüsselung von TeslaCrypt durch seinen Entwickler das Ende dieser Ransomware-Variante.

Gründe für die zunehmende Verbreitung
Es gibt mehrere Gründe für die rasante Verbreitung von Ransomware-Angriffen in den letzten Jahren. Einer davon ist der technische Aspekt. Die Entwicklung von effektiver Ransomware ist einfacher geworden. Inzwischen wird sie sogar als "Ransomware-as-a-Service" angeboten. Allerdings spielen auch andere bedrohlichere Faktoren eine Rolle. Aufgrund des digitalen Wandels der Kriminalität gibt es inzwischen "professionelle" Internetkriminelle, die sich auf das Erpressen von Lösegeld und die Geldwäsche spezialisiert haben. Das Aufkommen digitaler Zahlungssysteme wie Bitcoin erleichtert den Angreifern zudem den anonymen Geldtransfer und vereinfacht ihnen die Erpressung, ohne dass ihre Spuren verfolgt werden können.

Entsprechend ist es einerseits für technisch versierte Personen einfacher, erfolgreiche eine kriminelle Laufbahn zu starten. Und andererseits setzen organisierte Kriminelle die digitalen Methoden äußerst effektiv ein.

Angriffsstrategien der Ransomware: Nutzer im Fokus
Eine Zeit lang waren clever formulierte E-Mails das Mittel der Wahl für potenzielle Angreifer, doch inzwischen gibt es andere, ähnlich effektive Möglichkeiten, die PCs von Opfern zu infizieren. Außerdem sind Ransomware-Angriffe mittlerweile Bestandteil der meisten Exploit-Kits, die PCs über Drive-By-Downloads gänzlich ohne aktives Zutun des Nutzers angreifen.

Fast alle Strategien zielen dabei auf das Verhalten der Benutzer ab. Entweder werden sie durch raffinierte Phishing-E-Mails dazu gebracht, angehängte Dateien zu öffnen oder Links zu vermeintlich seriösen Websites aufzurufen, sie können aber auch beim Surfen im Internet auf verseuchte Seiten gelangen. Hochentwickelte Software zur Erkennung von Bedrohungen kann vor einigen dieser Angriffsmethoden schützen, greift jedoch nicht, wenn der Befall über das Internet erfolgt.

Bei den Angriffen per E-Mail gehen die Täter inzwischen immer geschickter vor: Anstatt die Opfer aufzufordern, einen Anhang zu öffnen, der leicht zu blockieren oder zu überprüfen ist, leiten sie sie an eine gefälschte Website weiter, über welche die PCs der Betroffenen infiziert werden. E-Mail-Sicherheitsprogramme nehmen aufwendige Website-Authentifizierungen vor. Dabei überprüfen sie unter anderem, ob die URL zur Domain des Absenders gehört, vergleichen die Website mit bekannten gefälschten Websites, überprüfen sie auf gültige Zertifikate usw. Allerdings können Websites Weiterleitungen aufweisen, und in den meisten Fällen sind nicht die Sicherheitsprogramme das Problem, sondern die Benutzer. Sie lassen sich dazu verleiten, eine Website zu öffnen, und klicken auf den präsentierten Link.

So können sich Benutzer schützen
Ransomware-Angriffe werden künftig wahrscheinlich auch auf andere Plattformen wie Macs, und IoT-Endgeräte übergreifen und die erfolgreichsten Ransomware-Varianten werden sich weiterentwickeln und den Schutzmaßnahmen einen Schritt voraus bleiben wie die jüngst entdeckte neue Variante von Locky erahnen lässt. Benutzer sollten daher vielschichtige Maßnahmen implementieren, um ihre Netzwerke bestmöglich zu schützen. Dazu zählen vor allem drei Sicherheitskomponenten: Next Generation Firewalls, E-Mail-Security und Backup-Lösungen, mit denen Folgendes abgedeckt werden kann:

>> Hochentwickelte Technologien zur Erkennung von Bedrohungen, die verdächtige oder unbekannte Dateien in einer Sandbox-Umgebung ausführen, bevor sie an die Benutzer weitergeleitet werden.

>> Webfilter, um Drive-By-Downloads und Phone Home-Versuche mithilfe eines Web Security Gateways oder anderer Webfilterlösungen zu unterbinden.

>> E-Mail-Schutz am Standort oder in der Cloud (z.B. Office 365), um E-Mails zu identifizieren und abzufangen, die mit Ransomware und anderer Malware infiziert sind, bevor sie in die Postfächer der Benutzer gelangen.

>> Sicherheitsrichtlinien, um Office-Makros und andere potenzielle Angriffspfade zu deaktivieren.

>> Datensicherungen, um Backups aller Daten sowie einen Disaster Recovery-Plan vorzuhalten, damit Daten im Fall eines Ransomware-Angriffs wiederhergestellt werden können.

Internetkriminellen ist es egal, wer ihre Opfer sind, ihnen kommt es nur darauf an, dass diese zahlen. Zur Zielscheibe sind Organisationen aller Größen geworden in jüngster Vergangenheit waren vor allem das Gesundheitswesen und der öffentliche Sektor betroffen. Doch auch wenn sich Ransomware ständig weiterentwickelt, können sich Benutzer effektiv davor schützen. Ein mehrstufiger Sicherheitsansatz in Kombination mit der Schulung von Benutzern bzw. Mitarbeitern ist die vielversprechendste Strategie für den Schutz vor Ransomware. (Barracuda Networks: ra)

eingetragen: 17.07.16
Home & Newsletterlauf: 17.08.16


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Meldungen: Grundlagen

IT-Sicherheit in der hybriden Arbeitswelt neu angehen

In den Zeiten des Homeoffice verbirgt sich hinter der Anmeldung auf ein System abends von einer ungewöhnlichen IP-Adresse nicht mehr unbedingt ein Angriff – sondern vielleicht der Mitarbeiter im Zweitwohnsitz. Hybrides, dezentrales Arbeiten verlangt aber nicht nur für das Bewerten von auffälligem Verhalten einen Lernprozess: Die IT-Sicherheit insgesamt muss sich neu aufstellen und die Probleme angehen, die sich aus dem Wechsel zwischen Büro und Heimarbeit ergeben. Aktuell akzeptieren Unternehmen hybrides, dezentrales Arbeiten immer mehr. Doch die Pandemie hat offengelegt, dass die meisten Organisationen technologisch auf diese veränderte Situation nicht vorbereitet waren. Die Folgen des schnellen Exodus ins Home-Office zeigen, dass nicht nur die Sicherheitsteams, sondern die gesamte IT vor immensen Aufgaben stehen. Denn der Wechsel auf ein hybrides, dezentrales Arbeiten verändert in Sachen IT-Abwehr viele bisher selbstverständlich geltende Konstanten und Erkenntnisse. Sämtliche Sicherheitsprozesse müssen an die neue hybride Welt angepasst werden.

Kryptowährung und Cyberkriminalität

Kryptowährung ist eine Art von Währung, die nur in digitaler Form verfügbar ist. Aufgrund ihrer dezentralen Natur und fehlender Regulierung ist sie zu einem bevorzugten Zahlungsmittel für Cyberkriminelle geworden. Traditionell wird sie für Erpressungs- und Ransomware-Angriffe verwendet, aber Hacker haben nun auch begonnen, sie für Spear-Phishing-, Impersonation- und Business-Email-Compromise-(BEC)-Angriffe einzusetzen. Der folgende Artikel beleuchtet das Vorgehen der Cyberkriminellen und erläutert Strategien zum Schutz. Da der Preis von Bitcoin tendenziell stark steigt und das öffentliche Interesse an Kryptowährungen zunimmt, nutzen auch Cyberkriminelle die sich daraus ergebenden Möglichkeiten, um ihre Gewinnaussichten zu steigern. Bei einer Barracuda-Analyse von Phishing-Impersonation- und BEC-Angriffe, die zwischen Oktober 2020 und Mai 2021 versendet wurden, zeigte sich, dass das Volumen von Angriffen im Zusammenhang mit Kryptowährungen eng mit dem wachsenden Preis von Bitcoin einhergeht. Der Preis von Bitcoin stieg zwischen Oktober 2020 und April 2021 um fast 400 Prozent. Die Impersonation-Angriffe nahmen im gleichen Zeitraum um 192 Prozent zu.

Die Angriffsroute von Cyberkriminellen

Cyberattacken werden mittlerweile selten von technisch hochversierten Angreifern durchgeführt. Traditionelle Hacking-Methoden wie das Decodieren von Verschlüsselungen oder das Infiltrieren von Firewalls gehören mehr und mehr zur Vergangenheit. Die Anatomie eines Cyberangriffs ändert sich: Kriminelle hacken sich nicht mehr ein; sie loggen sich einfach ein. Denn schwache, gestohlene oder anderweitig kompromittierte Anmeldedaten schaffen ein leichtes Einfallstor für böswillige Akteure, selbst wenn diese nur über geringe technische Fähigkeiten verfügen. Die jüngste Datenpanne bei Twitter, bei der Dutzende prominente User-Accounts gekapert wurden, ist ein gutes Beispiel, wie Cyberangriffe heutzutage durchgeführt werden. Laut Untersuchungen des Social-Media-Riesen nutzte ein 17-Jähriger aus Florida Social-Engineering-Techniken, um an die Zugangsdaten einer kleinen Anzahl von Twitter-Mitarbeitern zu gelangen. Der Angreifer war anschließend in der Lage, diese Logins zu missbrauchen, um Zugriff auf ein wichtiges internes System zu erhalten. Und Twitter ist nicht allein: Forrester schätzt, dass 80 Prozent der Sicherheitsverstöße mittlerweile auf kompromittierte Zugangsdaten zurückzuführen sind. Kapert ein Angreifer einen privilegierten Account, kann er sich damit weitreichend und lange unbemerkt im Netzwerk bewegen, um sensible Daten zu exfiltrieren oder Störungen zu verursachen.

Sicherheitsrisiko Geisterbüros

IT-Sicherheitsverantwortliche hatten in der Pandemie alle Hände voll zu tun, das Home Office sicher anzubinden. Aber auch in verlassenen Büros oder lange schon nicht mehr hochgefahrenen Arbeitsplatzrechner entstehen Risiken. Viele Angestellte wechselten zu Beginn der Pandemie fluchtartig ins Home Office – und sind dort bis heute geblieben. Sie ließen neben ihrem Schreibtisch IT-Anlagen und Netzwerke im Büro zurück. Die ungenutzten Gebäude kosten Geld und sind ein echtes Risiko. Konnte jemand während der Pandemie ein Schloss aufbrechen, eintreten und sich unbemerkt in das Unternehmensnetzwerk einklinken? Computer und andere Anlagen stehlen? Die Passwörter der Mitarbeiter auf Post-Its und in Notizbüchern neben ihren Computern ablesen? Welche anderen Gefahren gibt es? Und was sollten Sicherheitsprofis jetzt dagegen tun? Generell gibt es zwei Kategorien von möglichen Verwundbarkeiten, über die man bei längere Zeit ausgeschalteten Geräten nachdenken sollte. Erstens Probleme, die durch unbefugten Zugriff in die verwaisten Büros entstehen. Zweitens Probleme, die sich daraus ergeben, dass unter Umständen niemand Geräte über einen längeren Zeitraum verwaltet, gepatcht oder beaufsichtigt hat.

Problem: Vernetzte Geräte im industriellen Umfeld

Vernetzte Geräte für Endverbraucher und Industrie haben sich in rasantem Tempo weiterentwickelt. So rasant, dass die damit verbundenen Vorschriften nicht Schritt halten konnten. Gerätehersteller und Betreiber hinken den ständig neu aufkommenden und sich ebenfalls weiterentwickelnden Sicherheitsstandards und Vorschriften nicht selten hinterher. Das wiederum erschwert die Entwicklung neuer Technologien zusätzlich. Dazu kommt, dass die bestehenden Standards kompliziert sind und voneinander abweichen, je nachdem, in welchem Markt man sich bewegt. Wer also geografisch expandieren will oder in eine andere Branche, kann damit rechnen, dass die ohnehin schwierige Materie noch unübersichtlicher wird. An dieser Stelle wollen wir das Problem vernetzter Geräte im industriellen Umfeld skizzieren und ein Lösungsmodell anbieten.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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