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Sieben Punkte zur IoT-Security


Die Unsicherheit der Dinge: Willkommen im Botnet
Die IoT-Malware-Landschaft entwickelt sich stetig weiter, während die Sicherheitsvorkehrungen meist noch rudimentär sind



Von Christoph M. Kumpa, Director DACH & EE bei Digital Guardian

Das Internet der Dinge steckt immer noch in den Kinderschuhen, aber hat sich bereits einen Ruf als ausgewachsenes Sicherheitsrisiko gemacht. Ob Router, Drucker, Smart-TV, Spielzeug oder Waschmaschinen vernetzte Geräte werden für Cyberkriminelle zum Werkzeug für illegales Krypto-Mining, DDoS-Angriffe bis hin zur Lösegelderpressung durch angedrohte Datenlöschung, wie im Fall des Spielzeugherstellers Spiral Toys. Dessen Datenleck machte 2017 Schlagzeilen, bei dem mehr als 800.000 Nutzer betroffen waren.

Die IoT-Malware-Landschaft entwickelt sich stetig weiter, während die Sicherheitsvorkehrungen meist noch rudimentär sind. Das Anfang des Jahres entdeckte Botnet "Hide and Seek" bettet, im Gegensatz zur berüchtigten DDoS-Mirai-Malware, eine Vielzahl von Befehlen wie Datenexfiltration, Code-Ausführung und Interferenz mit dem Betrieb des Geräts ein. Die Sicherheitsrisiken im IoT-Bereich sind Großteils auf das rasante Tempo zurückzuführen, mit dem IoT-Devices weltweit implementiert werden 20 Milliarden installierte Geräte sind nach Schätzungen von Gartner bis Ende 2020 zu erwarten. Im hart umkämpften Technologiesektor hat der Eifer, als erster mit erschwinglichen IoT-Geräten auf den Markt zu kommen, dazu geführt, dass viele Hersteller selbst einige der grundlegendsten Sicherheitsprinzipien zugunsten schneller Entwicklungszyklen außer Acht gelassen haben.

Hinzu kommt, dass die Kombination aus übertriebener Kostenkontrolle und dem Streben nach Benutzerfreundlichkeit noch weniger Raum für robuste Sicherheitsmaßnahmen lässt. Viele IoT-Geräte verwenden extrem preiswerte Verarbeitungseinheiten. Diese Geräte sind oft speicher- oder eingabebeschränkt, was wohl eine einfache Funktionalität ermöglicht, aber wenig bis gar keinen Platz für zukünftige Updates oder Patches lässt. Da die Lebensdauer dieser Devices oft bei über zehn Jahren liegt, stellen sie vor dem Hintergrund immer neuer Bedrohungen ein ernstzunehmendes Sicherheitsproblem dar.

Sieben Punkte zur Verbesserung der IoT-Sicherheit
1) Geräteauthentifizierung und -identität:
Die korrekte und sichere Authentifizierung mit individueller Geräteidentifikation ermöglicht den Aufbau einer sicheren Verbindung zwischen den Geräten selbst und den Backend-Steuerungssystemen. Wenn jedes Gerät seine eigene eindeutige Identität hat, können Unternehmen schnell bestätigen, dass das kommunizierende Gerät tatsächlich dasjenige ist, das es vorgibt zu sein. Dazu ist eine individuelle Geräteidentifikation auf Basis von Lösungen wie Public Key Infrastructure (PKI) erforderlich.

2) Physische Sicherheit: Die physische Sicherheit ist von größter Bedeutung. Deshalb sollte die Integration von Sicherungsmaßnahmen gegen Manipulation in Gerätekomponenten bei Entwicklern im Vordergrund stehen, um zu verhindern, dass sie dekodiert werden können. Darüber hinaus sollte dafür gesorgt werden, dass Gerätedaten im Zusammenhang mit Authentifizierung, Identifikationscodes und Kontoinformationen gelöscht werden können, wenn ein Gerät gefährdet ist, um Datenmissbrauch zu verhindern.

3) Verschlüsselung: Beim Einsatz von IoT-Lösungen müssen Unternehmen sicherstellen, dass der Datenverkehr zwischen Geräten und Backend-Servern ordnungsgemäß verschlüsselt ist. Die Sicherstellung der Verschlüsselung von Befehlen und die Überprüfung der Befehlsintegrität durch Signierung oder starke Kodierung sind entscheidend. IoT-Geräte sollten auch alle gesammelten sensiblen Benutzerdaten verschlüsseln, um die Datensicherheit zu erhöhen.

4) Firmware-Updates: In der Eile, neue IoT-Produkte auf den Markt zu bringen, bauen Hersteller manchmal Geräte ohne Firmware-Update-Fähigkeit. Ein konsistenter Prozess, der eine flexible Firmware-Bereitstellung bietet, ermöglicht die Entwicklung neuer Produkte. Gleichzeitig ist garantiert, dass wichtige Sicherheitsfixes universell über bestehende Produktlinien verteilt werden können.

5) Sichere Kodierung: IoT-Entwickler müssen sichere Kodierungsverfahren implementieren und diese im Rahmen des Software-Build-Prozesses auf das Gerät anwenden. Die Konzentration auf Qualitätssicherung und die Identifizierung und Behebung von Schwachstellen als Teil des Entwicklungszyklus optimiert die Sicherheitsbemühungen und trägt dazu bei, Risiken zu minimieren.

6) Schließen von Backdoors: Der Bau von Geräten mit Backdoors, sei es zu Überwachungs- oder Strafverfolgungszwecken, ist alltäglich geworden. Diese Vorgehensweise beeinträchtigt jedoch die Integrität und Sicherheit des Endbenutzers. Hersteller müssen dafür Sorge tragen, dass weder bösartiger Code noch Backdoors eingeführt werden und die UDID (Unique Device ID) des Geräts nicht kopiert, überwacht oder erfasst wird. So wird vermieden, dass, wenn sich das Gerät online registriert, der Prozess nicht abgefangen wird oder anfällig für rechtswidrige Überwachung ist.

7) Netzwerksegmentierung: Wenn ein Netzwerk in sichere Segmente unterteilt ist, kann im Fall eines kompromittierten IoT-Geräts dessen Segment vom Rest des Netzwerks isoliert werden. Sollte das Gerät kompromittiert werden, sind nur Geräte in diesem Netzwerksegment betroffen. Die Zone kann unter Quarantäne gestellt, und es lassen sich Abhilfemaßnahmen ergreifen, ohne Risiken für andere Systeme.

Da sich bereits viele IoT-Geräte im Einsatz befinden, die praktisch unmöglich zu aktualisieren sind, erleben wir wahrscheinlich auch zukünftig DDoS-Angriffe durch kompromittierte Geräte und das Auftreten von IoT-orientierter Ransomware. Bemühungen um gemeinsame IoT-Sicherheitsstandards gewinnen jedoch an Fahrt, und wir werden in den oben genannten Bereichen bald auch deutliche Verbesserungen sehen.
(Digital Guardian: ra)

eingetragen: 23.12.18
Newsletterlauf: 14.12.18

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Meldungen: Grundlagen

Auswirkungen auf das OT-Netzwerk

Der Ransomware-Angriff auf Colonial Pipelines hat Auswirkungen weit über die betroffenen Regionen und Einrichtungen hinaus: Weltweit sehen sich kritische Infrastrukturen steigenden Bedrohungen ausgesetzt. Ein Angriff wie in den USA kann jederzeit auch bei uns stattfinden – mit ähnlich verheerenden Folgen. Ransomware-Attacken sind zumeist opportunistisch. Das heißt, Cyberkriminelle wollen möglichst schnell und einfach möglichst viel Gewinn erzielen. Sie greifen also vor allem solche Ziele an, von denen sie vermuten, dass sie hohe Lösegeldforderungen zahlen können und werden. Der eigene Aufwand lässt sich zudem durch Ransomware-as-a-Service-Angebote noch weiter reduzieren, indem Know-how und kriminelle Dienstleistungen "gebucht" werden. Durch die zunehmende Konvergenz von IT- und OT-Netzwerken, also Informationstechnologie und Betriebstechnik, verschwimmen die Grenzen zwischen den beiden ehemals getrennten Bereichen. Entsprechend können Angriffe von der einen auf die andere Infrastruktur "überspringen". Bislang haben wir keine Beispiele für Ransomware gesehen, die speziell auf OT-Komponenten abzielt, und dies gilt auch für Colonial Pipeline: Die Ransomware infiltrierte das IT-Netzwerk und es gibt keine Hinweise darauf, dass sie direkte Auswirkungen auf das OT-Netzwerk hatte. Als Vorsichtsmaßnahme schaltete Colonial jedoch die OT-Seite des Netzwerks ab und verhinderte so die weitere Ausbreitung. Dieser Schritt erschien vor allem deshalb notwendig, da der Pipelinebetreiber offensichtlich über eine mangelnde Transparenz dieser Infrastruktur verfügte, so das Ausmaß der Gefährdung nicht beurteilen konnte und sich nicht in der Lage sah, die potenziellen Auswirkungen auf das OT-Netzwerk abzumildern und zu begrenzen.

IT-Sicherheit in der hybriden Arbeitswelt neu angehen

In den Zeiten des Homeoffice verbirgt sich hinter der Anmeldung auf ein System abends von einer ungewöhnlichen IP-Adresse nicht mehr unbedingt ein Angriff – sondern vielleicht der Mitarbeiter im Zweitwohnsitz. Hybrides, dezentrales Arbeiten verlangt aber nicht nur für das Bewerten von auffälligem Verhalten einen Lernprozess: Die IT-Sicherheit insgesamt muss sich neu aufstellen und die Probleme angehen, die sich aus dem Wechsel zwischen Büro und Heimarbeit ergeben. Aktuell akzeptieren Unternehmen hybrides, dezentrales Arbeiten immer mehr. Doch die Pandemie hat offengelegt, dass die meisten Organisationen technologisch auf diese veränderte Situation nicht vorbereitet waren. Die Folgen des schnellen Exodus ins Home-Office zeigen, dass nicht nur die Sicherheitsteams, sondern die gesamte IT vor immensen Aufgaben stehen. Denn der Wechsel auf ein hybrides, dezentrales Arbeiten verändert in Sachen IT-Abwehr viele bisher selbstverständlich geltende Konstanten und Erkenntnisse. Sämtliche Sicherheitsprozesse müssen an die neue hybride Welt angepasst werden.

Kryptowährung und Cyberkriminalität

Kryptowährung ist eine Art von Währung, die nur in digitaler Form verfügbar ist. Aufgrund ihrer dezentralen Natur und fehlender Regulierung ist sie zu einem bevorzugten Zahlungsmittel für Cyberkriminelle geworden. Traditionell wird sie für Erpressungs- und Ransomware-Angriffe verwendet, aber Hacker haben nun auch begonnen, sie für Spear-Phishing-, Impersonation- und Business-Email-Compromise-(BEC)-Angriffe einzusetzen. Der folgende Artikel beleuchtet das Vorgehen der Cyberkriminellen und erläutert Strategien zum Schutz. Da der Preis von Bitcoin tendenziell stark steigt und das öffentliche Interesse an Kryptowährungen zunimmt, nutzen auch Cyberkriminelle die sich daraus ergebenden Möglichkeiten, um ihre Gewinnaussichten zu steigern. Bei einer Barracuda-Analyse von Phishing-Impersonation- und BEC-Angriffe, die zwischen Oktober 2020 und Mai 2021 versendet wurden, zeigte sich, dass das Volumen von Angriffen im Zusammenhang mit Kryptowährungen eng mit dem wachsenden Preis von Bitcoin einhergeht. Der Preis von Bitcoin stieg zwischen Oktober 2020 und April 2021 um fast 400 Prozent. Die Impersonation-Angriffe nahmen im gleichen Zeitraum um 192 Prozent zu.

Die Angriffsroute von Cyberkriminellen

Cyberattacken werden mittlerweile selten von technisch hochversierten Angreifern durchgeführt. Traditionelle Hacking-Methoden wie das Decodieren von Verschlüsselungen oder das Infiltrieren von Firewalls gehören mehr und mehr zur Vergangenheit. Die Anatomie eines Cyberangriffs ändert sich: Kriminelle hacken sich nicht mehr ein; sie loggen sich einfach ein. Denn schwache, gestohlene oder anderweitig kompromittierte Anmeldedaten schaffen ein leichtes Einfallstor für böswillige Akteure, selbst wenn diese nur über geringe technische Fähigkeiten verfügen. Die jüngste Datenpanne bei Twitter, bei der Dutzende prominente User-Accounts gekapert wurden, ist ein gutes Beispiel, wie Cyberangriffe heutzutage durchgeführt werden. Laut Untersuchungen des Social-Media-Riesen nutzte ein 17-Jähriger aus Florida Social-Engineering-Techniken, um an die Zugangsdaten einer kleinen Anzahl von Twitter-Mitarbeitern zu gelangen. Der Angreifer war anschließend in der Lage, diese Logins zu missbrauchen, um Zugriff auf ein wichtiges internes System zu erhalten. Und Twitter ist nicht allein: Forrester schätzt, dass 80 Prozent der Sicherheitsverstöße mittlerweile auf kompromittierte Zugangsdaten zurückzuführen sind. Kapert ein Angreifer einen privilegierten Account, kann er sich damit weitreichend und lange unbemerkt im Netzwerk bewegen, um sensible Daten zu exfiltrieren oder Störungen zu verursachen.

Sicherheitsrisiko Geisterbüros

IT-Sicherheitsverantwortliche hatten in der Pandemie alle Hände voll zu tun, das Home Office sicher anzubinden. Aber auch in verlassenen Büros oder lange schon nicht mehr hochgefahrenen Arbeitsplatzrechner entstehen Risiken. Viele Angestellte wechselten zu Beginn der Pandemie fluchtartig ins Home Office – und sind dort bis heute geblieben. Sie ließen neben ihrem Schreibtisch IT-Anlagen und Netzwerke im Büro zurück. Die ungenutzten Gebäude kosten Geld und sind ein echtes Risiko. Konnte jemand während der Pandemie ein Schloss aufbrechen, eintreten und sich unbemerkt in das Unternehmensnetzwerk einklinken? Computer und andere Anlagen stehlen? Die Passwörter der Mitarbeiter auf Post-Its und in Notizbüchern neben ihren Computern ablesen? Welche anderen Gefahren gibt es? Und was sollten Sicherheitsprofis jetzt dagegen tun? Generell gibt es zwei Kategorien von möglichen Verwundbarkeiten, über die man bei längere Zeit ausgeschalteten Geräten nachdenken sollte. Erstens Probleme, die durch unbefugten Zugriff in die verwaisten Büros entstehen. Zweitens Probleme, die sich daraus ergeben, dass unter Umständen niemand Geräte über einen längeren Zeitraum verwaltet, gepatcht oder beaufsichtigt hat.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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