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Ein neues Paradigma für den sicheren Laptop

Der aktuelle Stand der Technik macht deutlich, dass die Endpunktsicherheit weiterhin eine Schwachstelle ist

Neben der Festlegung von Sicherheitsrichtlinien für die Separierung und Kontrolle des Informationsflusses muss auch auf die Virtualisierung verschiedener Betriebsumgebungen geachtet werden



Von Arun Subbarao,Vice President, Engineering & Technology, Lynx Software Technologies

Nach über einem Jahr COVID-bezogener "Notunterkünfte” ist von zu Hause aus arbeiten unumgänglich geworden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben Anpassungen ihrer Arbeitsweise vorgenommen, um die Geschäftskontinuität während dieser beispiellosen Pandemie sicherzustellen. Es wird allgemein erwartet, dass die Arbeitgeber auch nach Abklingen der Pandemie ihren Mitarbeitern mehr Flexibilität bieten werden, um zumindest einen Teil der Arbeitswoche von zu Hause aus zu arbeiten. All diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Endpunktsicherheit und die Notwendigkeit, sicherzustellen, dass Laptops, die von Mitarbeitern verwendet werden, sicher sind und das gleiche Maß an Schutz bieten wie Desktops, die sich traditionell innerhalb des Unternehmensperimeters befinden.

Jeder sagt, dass Sicherheit wichtig sei. Und doch gibt es jede Woche Berichte über Sicherheitsverletzungen.

Der aktuelle Stand der Technik macht deutlich, dass dies weiterhin eine Schwachstelle ist. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir durch die Behauptungen von Antiviren-Produkten in ein falsches Gefühl der Sicherheit eingelullt werden. Ja, sie erfüllen ihren Zweck. Aber die traditionellen Methoden zur Absicherung eines Laptops mit Antivirenlösungen oder einem VPN-Client, der innerhalb von Windows läuft, reichen nicht mehr aus, um die Sicherheit dieser Geräte zu gewährleisten, insbesondere im Zuge der neuen Bedrohungen. Noch ausgeprägter wird dieses Problem, wenn diese Laptops für unternehmens- oder landessensible Anwendungsfälle eingesetzt werden.

Wir bei Lynx Software Technologies stellen uns ein neues Paradigma für den sicheren Laptop vor und lassen uns dabei vom Commercial Solutions for Classified (CSfC)-Programm der US-Regierung inspirieren.

Secure Laptop - Ein Schichtenansatz für die Sicherheit

Grundsätzlich glauben wir an einen Ansatz aus mehreren unabhängigen Sicherheitsebenen (MILS), der auf Sicherheit durch Isolation setzt. Es gilt also, sicherheitsrelevante Funktionen von der Benutzerdomäne isolieren zu können, um dadurch eine umgehungs- (Bypass) bzw. manipulationsfreie Umgebung zu schaffen.

Zwei fundamentale Eigenschaften sind für die grundlegende Sicherheit unerlässlich, nämlich die Trennung und die Kontrolle des Informationsflusses. Durch die Separierung von Sicherheitsfunktionen in verschiedene Domänen und die Kontrolle des Informationsflusses zwischen diesen Domänen bietet dieser Ansatz ein anderes Paradigma zur Gewährleistung von Vertraulichkeit und Integrität für sicherheitsrelevante Anwendungsfälle.

Neben der Festlegung von Sicherheitsrichtlinien für die Separierung und Kontrolle des Informationsflusses muss auch auf die Virtualisierung verschiedener Betriebsumgebungen geachtet werden. Diese grundlegenden Eigenschaften erschaffen unserer Meinung nach eine sichere Laptop-Konfiguration, die im Wesentlichen die folgenden Sicherheitseigenschaften bietet:

• Isolierung der Windows-Umgebung für den Benutzer

• Eine separate Domain zum Schutz von Data-in-Transit mit zwei VPNs

• Eine separate Domain zum Schutz von Data-at-Rest

• Eine isolierte Management-Domäne, um sichere Updates zu ermöglichen

Die Isolierung der Schlüsselelemente, die Daten im Ruhezustand oder während der Übertragung schützen, erhöht die Sicherheitslage einer solchen Laptop-Konfiguration erheblich. Denn keine dieser Domänen, die für die Gewährleistung der Datensicherheit von grundlegender Bedeutung sind, sind für den Benutzer oder direkt im Netzwerk zugänglich. So entsteht ein "Unternehmensperimeter für unterwegs".

Sichere Laptops für hochgefährdete Umgebungen

Bild: Lynx Software Technologies

Bild: Lynx Software Technologies

Wie würde dies in der Praxis konfiguriert? Für hochgefährdete Umgebungen könnte es wie das obige Diagramm aussehen, mit den folgenden Hauptkomponenten:

• Das geschützte Betriebssystem - typischerweise das Windows-Betriebssystem, das vom Laptop-Benutzer für die normalen täglichen Aktivitäten verwendet wird. Dieses geschützte Betriebssystem läuft isoliert innerhalb einer virtuellen Maschine und kann keine direkte Verbindung zum Internet herstellen. Das Windows-Betriebssystem kann sich nur über die VPN-Domänen mit der Außenwelt verbinden.

• Die VPN-Domänen - Zwei getrennte Domänen, das innere und das äußere VPN, die zwei VPN-Clients für den doppelten Schutz der Daten im Transit beherbergen. Jede dieser VPN-Domänen verbindet sich unabhängig mit einem separaten VPN-Server mit potenziell separaten Anmeldeinformationen, um größtmöglichen Schutz zu gewährleisten. Die VPN-Domänen sind für den Benutzer unzugänglich und können nicht umgangen oder manipuliert werden.

• Die Verwaltungsdomäne - Sie umfasst eine oder mehrere separate Domänen, die den Zugriff auf das selbstverschlüsselnde Laufwerk zum Schutz der Daten im Ruhezustand kontrolliert. Diese Verwaltungsdomäne beherbergt in der Regel auch den Verwaltungsagenten, der Verwaltungsfunktionen wie Over-the-Air-Upgrades und einen Fallback zu einer bekannten guten Konfiguration bereitstellt, wenn das Upgrade fehlschlägt.

• Ein Boot-Authentifikator - Er entsprerrt den Laptop durch eine Pin-Eingabe und lässt nur bei erfolgreicher Authentifizierung die Instanziierung des Laptops zu.

• Die öffentliche Netzwerkdomäne - sie ist die einzige Einheit, die tatsächlich mit dem Internet verbunden ist und nicht mit den anderen sicherheitsrelevanten Domänen interagieren kann.

Effektiv bedeutet dies, dass die Firewall des Unternehmens auf den Ort ausgedehnt wird, an dem Sie arbeiten, sei es Ihr Haus, ein Café oder (ja) das Flugzeug. Die IT-Richtlinien des Unternehmens werden auf Laptop-Basis bereitgestellt und verwaltet, unabhängig davon, wo sich diese Geräte befinden. Dieser Ansatz sollte das Rad nicht neu erfinden. Kunden werden oft ihre eigene bevorzugte VPN-Funktionalität haben, die im Rahmen dieser Lösung funktionieren muss. Der Ansatz sollte es auch der IT ermöglichen, in der Unternehmenszentrale zu bleiben und alle Assets zu überwachen. Funktionen wie das Durchführen von Remote Wipes und Remote Backups eines Laptops sind natürliche Erweiterungen der Funktionalität, die Kunden gerne sehen würden.

Die Vision einer sicheren und nahtlosen Produktivität

Unternehmen der Zukunft werden in hohem Maße von der Fähigkeit der Organisationen (kommerziell und behördlich) abhängen, ein gewohntes Laptop-Benutzererlebnis nahtlos mit den strengen Sicherheitsmaßnahmen zu kombinieren, die erforderlich sind, um Remote-Arbeit zu ermöglichen.

Wir glauben, dass der erste Schritt auf diesem Weg darin besteht, sicherzustellen, dass alle handelsüblichen Laptops diese Konfigurationen unterstützen, um dem IT-Anwender im Unternehmen eine breite Auswahl zu ermöglichen. Da sich diese weiterentwickeln, kann auch die Unterstützung nativer Benutzererfahrungen auf Geräten wie Touchscreens, Hybrid-Laptops, Tablets und den unzähligen Geräten, die eine nahtlose Produktivität der Benutzer fördern, von diesen erweiterten Sicherheitskonfigurationen profitieren.

Für den staatlichen Anwender bietet die Sicherstellung von behördlichen Genehmigungen wie der CSfC, die mit verschiedenen Fähigkeitspaketen abgestimmt sind, die notwendige Sicherheit für Anwender, die mit Staatsgeheimnissen und hoch eingestuften Informationen umgehen. Diese behördlichen Genehmigungen ermöglichen Cybersicherheitslösungen, die ein höheres Maß an Sicherheit bieten, indem kommerzielle Standardtechnologien verwendet werden, die diese zeitnah umsetzen.

(Lynx Software Technologies: ra)

eingetragen: 28.05.21
Newsletterlauf: 28.07.21

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Meldungen: Grundlagen

IT-Sicherheit in der hybriden Arbeitswelt neu angehen

In den Zeiten des Homeoffice verbirgt sich hinter der Anmeldung auf ein System abends von einer ungewöhnlichen IP-Adresse nicht mehr unbedingt ein Angriff – sondern vielleicht der Mitarbeiter im Zweitwohnsitz. Hybrides, dezentrales Arbeiten verlangt aber nicht nur für das Bewerten von auffälligem Verhalten einen Lernprozess: Die IT-Sicherheit insgesamt muss sich neu aufstellen und die Probleme angehen, die sich aus dem Wechsel zwischen Büro und Heimarbeit ergeben. Aktuell akzeptieren Unternehmen hybrides, dezentrales Arbeiten immer mehr. Doch die Pandemie hat offengelegt, dass die meisten Organisationen technologisch auf diese veränderte Situation nicht vorbereitet waren. Die Folgen des schnellen Exodus ins Home-Office zeigen, dass nicht nur die Sicherheitsteams, sondern die gesamte IT vor immensen Aufgaben stehen. Denn der Wechsel auf ein hybrides, dezentrales Arbeiten verändert in Sachen IT-Abwehr viele bisher selbstverständlich geltende Konstanten und Erkenntnisse. Sämtliche Sicherheitsprozesse müssen an die neue hybride Welt angepasst werden.

Kryptowährung und Cyberkriminalität

Kryptowährung ist eine Art von Währung, die nur in digitaler Form verfügbar ist. Aufgrund ihrer dezentralen Natur und fehlender Regulierung ist sie zu einem bevorzugten Zahlungsmittel für Cyberkriminelle geworden. Traditionell wird sie für Erpressungs- und Ransomware-Angriffe verwendet, aber Hacker haben nun auch begonnen, sie für Spear-Phishing-, Impersonation- und Business-Email-Compromise-(BEC)-Angriffe einzusetzen. Der folgende Artikel beleuchtet das Vorgehen der Cyberkriminellen und erläutert Strategien zum Schutz. Da der Preis von Bitcoin tendenziell stark steigt und das öffentliche Interesse an Kryptowährungen zunimmt, nutzen auch Cyberkriminelle die sich daraus ergebenden Möglichkeiten, um ihre Gewinnaussichten zu steigern. Bei einer Barracuda-Analyse von Phishing-Impersonation- und BEC-Angriffe, die zwischen Oktober 2020 und Mai 2021 versendet wurden, zeigte sich, dass das Volumen von Angriffen im Zusammenhang mit Kryptowährungen eng mit dem wachsenden Preis von Bitcoin einhergeht. Der Preis von Bitcoin stieg zwischen Oktober 2020 und April 2021 um fast 400 Prozent. Die Impersonation-Angriffe nahmen im gleichen Zeitraum um 192 Prozent zu.

Die Angriffsroute von Cyberkriminellen

Cyberattacken werden mittlerweile selten von technisch hochversierten Angreifern durchgeführt. Traditionelle Hacking-Methoden wie das Decodieren von Verschlüsselungen oder das Infiltrieren von Firewalls gehören mehr und mehr zur Vergangenheit. Die Anatomie eines Cyberangriffs ändert sich: Kriminelle hacken sich nicht mehr ein; sie loggen sich einfach ein. Denn schwache, gestohlene oder anderweitig kompromittierte Anmeldedaten schaffen ein leichtes Einfallstor für böswillige Akteure, selbst wenn diese nur über geringe technische Fähigkeiten verfügen. Die jüngste Datenpanne bei Twitter, bei der Dutzende prominente User-Accounts gekapert wurden, ist ein gutes Beispiel, wie Cyberangriffe heutzutage durchgeführt werden. Laut Untersuchungen des Social-Media-Riesen nutzte ein 17-Jähriger aus Florida Social-Engineering-Techniken, um an die Zugangsdaten einer kleinen Anzahl von Twitter-Mitarbeitern zu gelangen. Der Angreifer war anschließend in der Lage, diese Logins zu missbrauchen, um Zugriff auf ein wichtiges internes System zu erhalten. Und Twitter ist nicht allein: Forrester schätzt, dass 80 Prozent der Sicherheitsverstöße mittlerweile auf kompromittierte Zugangsdaten zurückzuführen sind. Kapert ein Angreifer einen privilegierten Account, kann er sich damit weitreichend und lange unbemerkt im Netzwerk bewegen, um sensible Daten zu exfiltrieren oder Störungen zu verursachen.

Sicherheitsrisiko Geisterbüros

IT-Sicherheitsverantwortliche hatten in der Pandemie alle Hände voll zu tun, das Home Office sicher anzubinden. Aber auch in verlassenen Büros oder lange schon nicht mehr hochgefahrenen Arbeitsplatzrechner entstehen Risiken. Viele Angestellte wechselten zu Beginn der Pandemie fluchtartig ins Home Office – und sind dort bis heute geblieben. Sie ließen neben ihrem Schreibtisch IT-Anlagen und Netzwerke im Büro zurück. Die ungenutzten Gebäude kosten Geld und sind ein echtes Risiko. Konnte jemand während der Pandemie ein Schloss aufbrechen, eintreten und sich unbemerkt in das Unternehmensnetzwerk einklinken? Computer und andere Anlagen stehlen? Die Passwörter der Mitarbeiter auf Post-Its und in Notizbüchern neben ihren Computern ablesen? Welche anderen Gefahren gibt es? Und was sollten Sicherheitsprofis jetzt dagegen tun? Generell gibt es zwei Kategorien von möglichen Verwundbarkeiten, über die man bei längere Zeit ausgeschalteten Geräten nachdenken sollte. Erstens Probleme, die durch unbefugten Zugriff in die verwaisten Büros entstehen. Zweitens Probleme, die sich daraus ergeben, dass unter Umständen niemand Geräte über einen längeren Zeitraum verwaltet, gepatcht oder beaufsichtigt hat.

Problem: Vernetzte Geräte im industriellen Umfeld

Vernetzte Geräte für Endverbraucher und Industrie haben sich in rasantem Tempo weiterentwickelt. So rasant, dass die damit verbundenen Vorschriften nicht Schritt halten konnten. Gerätehersteller und Betreiber hinken den ständig neu aufkommenden und sich ebenfalls weiterentwickelnden Sicherheitsstandards und Vorschriften nicht selten hinterher. Das wiederum erschwert die Entwicklung neuer Technologien zusätzlich. Dazu kommt, dass die bestehenden Standards kompliziert sind und voneinander abweichen, je nachdem, in welchem Markt man sich bewegt. Wer also geografisch expandieren will oder in eine andere Branche, kann damit rechnen, dass die ohnehin schwierige Materie noch unübersichtlicher wird. An dieser Stelle wollen wir das Problem vernetzter Geräte im industriellen Umfeld skizzieren und ein Lösungsmodell anbieten.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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