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Insider-Bedrohungen in Schulnetzwerken

Das unsichere Klassenzimmer: Cyberangriffe gegen Schulen sind keine Seltenheit mehr

Security-Best Practices für einen umfassenden Schutz



Von Dr. Klaus Gheri, General Manager Network Security bei Barracuda Networks

Nicht nur Unternehmen stehen im Visier von Cyberkriminellen. Phishing, Malware, Insider- und Netzwerkangriffe sind gängige Bedrohungen, denen auch Bildungseinrichtungen heutzutage ausgesetzt sind. Datenschützer kritisieren seit Langem, dass in Schulnetzen eklatante Sicherheitslücken bestehen, obwohl sensible Schülerdaten wie etwa Noten, Fehlzeiten, Krankheitsausfälle, Fördergutachten, Medikationsplänen oder Klassenbucheinträgen verarbeitet werden. Enge Budgetrestriktionen hinsichtlich der Cybersicherheit, verbunden mit einer großen Nutzerbasis von Minderjährigen, die potenzielle Angriffe oft noch nicht richtig einzuschätzen können, verschärfen das Bedrohungsszenario zusätzlich. Darüber hinaus erhöht der stetige Anstieg der von Schulen bereitgestellten Geräte drastisch die Angriffsfläche und die Anzahl der Systeme, die ein eventuell bereits unterbesetztes IT-Team versuchen muss, sicher zu halten.

Externe Angriffe auf die Infrastruktur

Cyberkriminelle führen ständig massive Scans nach Schwachstellen aus, und da die Mehrheit der Schulen über zu wenig Sicherheitsbudget verfügt, werden die offensichtlichsten Schwachstellen von Angreifern entdeckt und ausgenutzt. Ob für das Netzwerk selbst oder die Schulwebsite, es ist unwahrscheinlich, dass ein umfassender Perimeter-Schutz weit verbreitet ist. Zu den Folgen zählen Datenlecks oder Malware, die auf der Schulwebseite gehostet wird.

Insider-Bedrohungen in Schulnetzwerken

Nicht nur Insider-Bedrohungen durch unwissende Benutzer, die das Schulnetzwerk versehentlich mit Malware infizieren oder ein Datenleck verursachen, sind ein Risiko für Schulnetzwerke. Mit der ständig steigenden Verfügbarkeit von Tools und Informationen zu Hacking-Methoden steigt auch die Gefahr, dass Schüler selbst das Schulnetz angreifen, ob aus Spaß, um Noten zu ändern oder den Respekt von Gleichaltrigen zu erlangen. Es ist mittlerweile nicht mehr schwierig, sich zumindest ein gewisses Maß an Fähigkeiten zu erarbeiten, um Schulcomputer und -netzwerke absichtlich zu schädigen. Heutzutage sind zahlreiche Foren, Blogs, Video-Streaming-Sites und Websites nur eine Suchanfrage entfernt, um an entsprechende Software, Skripte und Anleitungen zu gelangen.

Maßnahmen für Schulen zum Schutz vor Bedrohungen

Der einzige Weg für Schulen, sich wirklich vor Cyberangriffen zu schützen, ist ein komplettes Sicherheitsportfolio, welches Perimeter-Sicherheit, interne Netzwerksicherheit, Funktionen zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle sowie erfahrenes IT-Personal zur Konfiguration dieser Lösungen und Bearbeitung von Vorfällen umfasst:

1. Perimeter-Sicherheit

Die Perimeter-Sicherheit besteht im Allgemeinen aus Netzwerk-Firewalls, Webfiltern, E-Mail-Schutz und Web Application Firewalls. Während erschwingliche und einfach zu konfigurierende Lösungen zwar zur Verfügung stehen, kann sich die Beschaffung des Budgets für ein vollständiges Sicherheitsportfolio für viele Schulen als schwierig erweisen. Doch werden nicht alle Bereiche abgesichert, bleiben zweifelslos Angriffsvektoren für Cyberkriminelle.

2. Interne Netzwerksicherheit

Während interne Sicherheitslösungen wie Intrusion Detection, Data Backup und Anti-Malware-Lösungen wichtig sind, um Verstöße gegen die Perimeter-Sicherheit zu erkennen, machen die zusätzlichen Risiken von Insider-Bedrohungen, denen Schulen ausgesetzt sind, diese Maßnahmen noch wichtiger. Windows Defender bietet heutzutage einen angemessenen Schutz vor Malware, doch ein Upgrade bestehender Computer auf Windows 10, um diese Funktion zu nutzen, kann kostspielig sein, und wird oft übersehen. Unabhängig von der verwendeten Software ist es jedoch entscheidend, mit den Sicherheitspatches Schritt zu halten, da sonst Patch-Exploits von Angreifern potenziell ausgenutzt werden können.

3. Fähigkeiten zur Reaktion auf Vorfälle

Im Falle eines Sicherheitsvorfalls helfen Intrusion Detection- und Incident Response-Lösungen sowohl bei der Erkennung von Vorfällen, als auch bei deren Isolierung und Behebung durch das Sicherheitspersonal. Zudem kann die Datensicherung als Teil der internen Netzwerksicherheit während eines Vorfalls helfen, falls Daten beschädigt, verschlüsselt oder gelöscht werden.

4. Fachkundiges IT-Personal

Die Aufrechterhaltung eines leistungsfähigen IT-Sicherheitsteams ist für viele Schulen eine Herausforderung, da der Bedarf an IT-Fachkräften oft mit anderem dringend benötigtem Personal wie zusätzlichen Lehrkräften konkurriert. Ohne diese Mitarbeiter kann es jedoch schwierig sein, Systeme zu patchen, auf potenzielle Vorfälle zu reagieren oder selbst Sicherheitslösungen richtig zu konfigurieren, um ihren Nutzen voll auszuschöpfen.

Der Cyber-Sicherheit eine größere Bedeutung zuzumessen, ist für Schulen der Schlüssel zur Vermeidung von Sicherheitsverletzungen. Denn diese können nicht nur Störungen des Schulbetriebs verursachen, sondern auch potenziell sensible Personal- und sogar Schülerdaten gefährden, und kosten Schulen letztendlich Geld, das für die Schüler besser hätte genutzt werden können.

(Barracuda Networks: ra)

eingetragen: 29.01.20
Newsletterlauf: 16.03.20

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Meldungen: Grundlagen

Kryptowährung und Cyberkriminalität

Kryptowährung ist eine Art von Währung, die nur in digitaler Form verfügbar ist. Aufgrund ihrer dezentralen Natur und fehlender Regulierung ist sie zu einem bevorzugten Zahlungsmittel für Cyberkriminelle geworden. Traditionell wird sie für Erpressungs- und Ransomware-Angriffe verwendet, aber Hacker haben nun auch begonnen, sie für Spear-Phishing-, Impersonation- und Business-Email-Compromise-(BEC)-Angriffe einzusetzen. Der folgende Artikel beleuchtet das Vorgehen der Cyberkriminellen und erläutert Strategien zum Schutz. Da der Preis von Bitcoin tendenziell stark steigt und das öffentliche Interesse an Kryptowährungen zunimmt, nutzen auch Cyberkriminelle die sich daraus ergebenden Möglichkeiten, um ihre Gewinnaussichten zu steigern. Bei einer Barracuda-Analyse von Phishing-Impersonation- und BEC-Angriffe, die zwischen Oktober 2020 und Mai 2021 versendet wurden, zeigte sich, dass das Volumen von Angriffen im Zusammenhang mit Kryptowährungen eng mit dem wachsenden Preis von Bitcoin einhergeht. Der Preis von Bitcoin stieg zwischen Oktober 2020 und April 2021 um fast 400 Prozent. Die Impersonation-Angriffe nahmen im gleichen Zeitraum um 192 Prozent zu.

Die Angriffsroute von Cyberkriminellen

Cyberattacken werden mittlerweile selten von technisch hochversierten Angreifern durchgeführt. Traditionelle Hacking-Methoden wie das Decodieren von Verschlüsselungen oder das Infiltrieren von Firewalls gehören mehr und mehr zur Vergangenheit. Die Anatomie eines Cyberangriffs ändert sich: Kriminelle hacken sich nicht mehr ein; sie loggen sich einfach ein. Denn schwache, gestohlene oder anderweitig kompromittierte Anmeldedaten schaffen ein leichtes Einfallstor für böswillige Akteure, selbst wenn diese nur über geringe technische Fähigkeiten verfügen. Die jüngste Datenpanne bei Twitter, bei der Dutzende prominente User-Accounts gekapert wurden, ist ein gutes Beispiel, wie Cyberangriffe heutzutage durchgeführt werden. Laut Untersuchungen des Social-Media-Riesen nutzte ein 17-Jähriger aus Florida Social-Engineering-Techniken, um an die Zugangsdaten einer kleinen Anzahl von Twitter-Mitarbeitern zu gelangen. Der Angreifer war anschließend in der Lage, diese Logins zu missbrauchen, um Zugriff auf ein wichtiges internes System zu erhalten. Und Twitter ist nicht allein: Forrester schätzt, dass 80 Prozent der Sicherheitsverstöße mittlerweile auf kompromittierte Zugangsdaten zurückzuführen sind. Kapert ein Angreifer einen privilegierten Account, kann er sich damit weitreichend und lange unbemerkt im Netzwerk bewegen, um sensible Daten zu exfiltrieren oder Störungen zu verursachen.

Sicherheitsrisiko Geisterbüros

IT-Sicherheitsverantwortliche hatten in der Pandemie alle Hände voll zu tun, das Home Office sicher anzubinden. Aber auch in verlassenen Büros oder lange schon nicht mehr hochgefahrenen Arbeitsplatzrechner entstehen Risiken. Viele Angestellte wechselten zu Beginn der Pandemie fluchtartig ins Home Office – und sind dort bis heute geblieben. Sie ließen neben ihrem Schreibtisch IT-Anlagen und Netzwerke im Büro zurück. Die ungenutzten Gebäude kosten Geld und sind ein echtes Risiko. Konnte jemand während der Pandemie ein Schloss aufbrechen, eintreten und sich unbemerkt in das Unternehmensnetzwerk einklinken? Computer und andere Anlagen stehlen? Die Passwörter der Mitarbeiter auf Post-Its und in Notizbüchern neben ihren Computern ablesen? Welche anderen Gefahren gibt es? Und was sollten Sicherheitsprofis jetzt dagegen tun? Generell gibt es zwei Kategorien von möglichen Verwundbarkeiten, über die man bei längere Zeit ausgeschalteten Geräten nachdenken sollte. Erstens Probleme, die durch unbefugten Zugriff in die verwaisten Büros entstehen. Zweitens Probleme, die sich daraus ergeben, dass unter Umständen niemand Geräte über einen längeren Zeitraum verwaltet, gepatcht oder beaufsichtigt hat.

Problem: Vernetzte Geräte im industriellen Umfeld

Vernetzte Geräte für Endverbraucher und Industrie haben sich in rasantem Tempo weiterentwickelt. So rasant, dass die damit verbundenen Vorschriften nicht Schritt halten konnten. Gerätehersteller und Betreiber hinken den ständig neu aufkommenden und sich ebenfalls weiterentwickelnden Sicherheitsstandards und Vorschriften nicht selten hinterher. Das wiederum erschwert die Entwicklung neuer Technologien zusätzlich. Dazu kommt, dass die bestehenden Standards kompliziert sind und voneinander abweichen, je nachdem, in welchem Markt man sich bewegt. Wer also geografisch expandieren will oder in eine andere Branche, kann damit rechnen, dass die ohnehin schwierige Materie noch unübersichtlicher wird. An dieser Stelle wollen wir das Problem vernetzter Geräte im industriellen Umfeld skizzieren und ein Lösungsmodell anbieten.

Ein neues Paradigma für den sicheren Laptop

Nach über einem Jahr COVID-bezogener "Notunterkünfte” ist von zu Hause aus arbeiten unumgänglich geworden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben Anpassungen ihrer Arbeitsweise vorgenommen, um die Geschäftskontinuität während dieser beispiellosen Pandemie sicherzustellen. Es wird allgemein erwartet, dass die Arbeitgeber auch nach Abklingen der Pandemie ihren Mitarbeitern mehr Flexibilität bieten werden, um zumindest einen Teil der Arbeitswoche von zu Hause aus zu arbeiten. All diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Endpunktsicherheit und die Notwendigkeit, sicherzustellen, dass Laptops, die von Mitarbeitern verwendet werden, sicher sind und das gleiche Maß an Schutz bieten wie Desktops, die sich traditionell innerhalb des Unternehmensperimeters befinden.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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