Sicherheit & Schutz der Privatsphäre


Sicherheitsrisiken im Gesundheitswesen - Tendenz steigend
Kann eine ganzheitliche Sicht wie sie das "Security Information and Event Management" (SIEM) verspricht, tatsächlich helfen?



Von Ralph Kreter, securonix

Patientendaten sind extrem vertrauliche Informationen. Sie besonders zu schützen ist nur konsequent, und die Institutionen im Gesundheitswesen sind sich der Tragweite bewusst. Die hier anfallenden Daten, die sogenannten PHI-Daten, Personal Health Information, sind so sensibel wie begehrt. Das führt schon seit einigen Jahren dazu, dass Institutionen im Gesundheitswesen kontinuierlich mit Angriffen von Innentätern als auch von externen Cyberkriminellen zu kämpfen haben. Die Beispiele erfolgreicher Attacken sind Legion. Auch hierzulande hat es bereits spektakuläre Vorfälle mit schwerwiegenden Folgen gegeben.

PII-Daten gehören zu den Daten, die sich besonders gut verkaufen lassen, und die finanzielle Motivation spielt bei externen Angreifern eine entscheidende Rolle. Es verwundert also nicht, dass die Zahl der Angriffe steigt und die verwendeten Vektoren zunehmend ausgefeilter werden. Ziel ist es, illegitim auf alle Arten von medizinischen Daten und Patienteninformationen zuzugreifen und dabei möglichst lange unentdeckt zu Werke zu gehen. Gleichzeitig gehört die Gesundheitsbranche zu den besonders stark regulierten Industriezweigen. Regulatorischer Druck und mögliche Strafen, stellen die Verantwortlichen vor nicht zu unterschätzende Herausforderungen.

Die Herausforderung: Zugriff auf PHI-Aufzeichnungen gewährleisten und sie gleichzeitig schützen
Im Zuge der Digitalisierung und der damit einhergehenden technischen und organisatorischen Veränderungen entwickelt sich auch das Gesundheitswesen ständig weiter. Das macht es nicht unbedingt einfacher für die Sicherheit einer komplexen und hoch vernetzten Infrastruktur zu sorgen, innerhalb derer eine Vielzahl von sensiblen Daten verarbeitet, geteilt und gespeichert werden.

Zu diesen tiefgreifenden Veränderungen zählen:
>> Die Einführung elektronischer Patientendatensysteme
>> Das Gesundheitswesen verlässt sich zunehmend auf immer intelligenter werdende und internetfähige medizinische Geräte
>> Die Branche steht unter hohem regulatorischen Druck mit wachsenden Herausforderungen, HIPAA und HITECH um nur zwei zu nennen

Parallel dazu haben sich die Angriffsszenarien ebenfalls verändert und weiterentwickelt. Je attraktiver das Ziel, desto ausgefeilter die Angriffe. Das gilt auch und gerade für Systeme im Gesundheitswesen. Patientendaten gehören zu den Informationen, die auf dem Schwarzmarkt regelmäßig Höchstpreise erzielen.

Zu den gängigsten Angriffsmethoden und Szenarien gehören:
>> Ransomware
>> Sicherheitsschwachstellen im Internet of Things (IoT)
>> Innentäter, einschließlich bestechlicher Mitarbeiter
>> Social Engineering entweder über soziale Medien oder (zum Teil hoch spezialisierte) Phishing-Angriffe

Das Gesundheitswesen ist bisher eher selten durch besonders aktuelle Sicherheitstechnologien und Prozesse aufgefallen. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, allerdings meistens erst dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und eine Datenschutzverletzung den nötigen Handlungsdruck erzeugt hat. Viele der bestehenden Sicherheitssysteme sind nicht mehr aktuell oder gar in der Lage mit den Innovationen der Medizintechnologie Schritt zu halten. Die existierenden Signatur- und Regel-basierten Security-Information-and-Event- Management (SIEM)-Lösungen bilden da hinsichtlich neuer Bedrohungsszenarien keine Ausnahme. Zudem produzieren sie Unmengen von Alarmen, übersehen Anzeichen auf einen potenziellen Angriff und überschwemmen die ohnehin überlastete IT mit Falsch-Positiv-Meldungen. Die sorgen im schlimmsten Fall dafür, dass relevante Benachrichtigungen übersehen werden, und die Effektivität der Sicherheitsmaßnahmen gefährlich nach unten geht.

SIEM-Lösungen im Dienste von Sicherheit und Schutz der Privatsphäre
Das Gesundheitswesen ist in einem hohen Maße von medizinischer Hard- und Software und digitalen Daten abhängig, während sich gleichzeitig die Bedrohungslandschaft ununterbrochen wandelt. Traditionelle SIEM-Lösungen erfüllen dieses Anforderungsprofil kaum mehr. Dem SIEM-System liegt das Prinzip zugrunde, dass relevante Daten über die Sicherheit einer Firma an verschiedenen Stellen anfallen und es wesentlich einfacher ist, Trends und Muster zu erkennen, die vom gewohnten Schema abweichen, wenn man alle diese Daten an einer zentralen Stelle betrachten kann. SIEM fasst Funktionen von Security Information Management (SIM) und Security Event Management (SEM) in einem Sicherheits-Management-System zusammen. Moderne SIEM-Systeme integrieren aber zusätzliche Schlüsselattribute, die helfen die beschriebenen Risiken zu senken, im Idealfall zentral gesteuert:

>> Sie nutzen Technologien auf Basis von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Für Angreifer ist es mit üblichen Techniken relativ problemlos möglich traditionelle Regel- und Signatur-basierte SIEM-Lösungen zu umgehen. Gegen bislang unbekannte Bedrohungen sind sie ohnehin machtlos. Deshalb nutzen moderne SIEM-Lösungen automatisiertes maschinelles Lernen und Big-Data-Analysen. Ein System, das auf maschinellem Lernen basiert, kann sich zügig anpassen und auch solche Bedrohungen erkennen, auf die traditionelle Systeme nicht schnell genug reagieren können.

>> Nutzen die Analyse des Benutzerverhaltens um potenzielle Insider-Bedrohungen und unbefugtes Herumschnüffeln zu erkennen. Solche Systeme verwalten eine Liste der Benutzer und der ihnen zugewiesenen Berechtigungen. Das stellt sicher, dass die Nutzer nur auf solche Patientendaten zugreifen auf die sie auch Zugriff haben sollten. Das Benutzerverhalten sowohl auf der individuellen Ebene als auch auf Gruppen-Level zu verstehen, ist eines der Schlüsselelemente um Anomalien zu entdecken, die Anzeichen für eine Insider-Bedrohung sein könnten. Sie basieren auf dem Missbrauch von Zugriffsberechtigungen, die entweder fälschlich zugewiesen wurden und es dem Betreffenden erlauben außerhalb des autorisierten Bereichs zu agieren. Oder ein externer Angreifer benutzt einen illegitimen Kontozugriff und bedient sich der mit diesem Konto verbundenen Rechte.

>> Eindeutig definierte Prozesse zur Störungsbeseitigung. Wird ein Cyberangriff entdeckt, kommt es darauf an Art und Umfang schnellstmöglich zu analysieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten um den Schaden zu begrenzen. Werden Bedrohungen nicht innerhalb einer bestimmten Zeitspanne erkannt und beseitigt, sind die Folgen oft weitreichend. Wie sich wer im Falle eines Angriffs zu verhalten hat, wie die Kommunikationsabläufe definiert sind und welche Schulungen jetzt greifen sollten, all das sind Prozesse, die helfen den Schaden einzugrenzen.

>> Die Vertraulichkeit von Patientendaten gewährleisten. Nur wenn man EMR-Applikationen kontinuierlich überwacht, entdeckt man Anzeichen für verdächtige Aktivitäten. Das ist aber nur eine Seite. Wenn diese Aufzeichnungen Patientendaten enthalten, ist es wichtig sicherzustellen, dass diese auch vertraulich bleiben. Einer der Nachteile bei traditionellen SIEM-Lösungen liegt darin, dass man gezwungen ist sensible Patientendaten mit anderen IT-Daten zu vermischen, und so riskiert gegen Compliance-Anforderungen zu verstoßen. Fortschrittliche SIEM-Lösungen integrieren eine Reihe von Funktionen, die vertrauliche Daten schützen. Dazu dient das Anonymisieren von Daten (etwa über Datenmaskierung), die Rollen-basierte Kontrolle von Zugriffsberechtigungen, das Filtern oder Löschen von Daten und ein vollständig nachvollziehbarer Audit-Trail.

>> Vereinfachtes Compliance-Reporting. Unternehmen und Organisationen innerhalb des Gesundheitswesens sind stark reguliert. Entsprechend aufwendig sind die Berichtsanforderungen. Funktionen, sie es erlauben, Berichte sofort abzurufen, erleichtern die Compliance mit HIPAA, HITRUST, DSGVO/GDPR und anderen Richtlinien.

Aktuelle Lösungen kombinieren Bedrohungserkennung und Bedrohungsabwehr über eine zentrale Stelle und integrieren EMR-Anwendungen, Sicherheit und Netzwerkgeräte sowie Identity Stores. Auf diese Weise sammelt das System Daten zu Sicherheitsvorkommnissen und ergänzt sie um hilfreiche Kontextinformationen. Die Befunde werden auf der Basis von maschinellem Lernen analysiert, so dass der Algorithmus auf ein in diesem Umfeld als "normal" definiertes Verhalten trainiert wird und abweichendes Verhalten und Anomalien identifizieren kann. Weiterhin lassen sich zwischen bestimmten Anomalien Muster und Schemata erkennen, die in nachvollziehbare Bedrohungsketten münden. Diese wiederum erlauben es Vorkommnisse und Risiken zu priorisieren und entsprechend zu handeln.
(securonix: ra)

eingetragen: 06.08.19
Newsletterlauf: 03.09.19

HackerOne: Steckbrief

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Meldungen: Grundlagen

Ohne Identität kein Zero Trust

Fokus auf Prävention oder Detektion? Segmentierung oder lieber SOC? Und was ist mit der Response und den Notfallplänen? Bei der Aufteilung natürlich begrenzter Sicherheits- und Resilienz-Budgets neigen manche Unternehmen dazu, einzelne große Bereiche vorzuziehen und andere herabzustufen. Das wird der Bedrohungslage und der eigenen Business-Dynamik selten gerecht. Häufig ist es sinnvoller, in allen Bereichen zumindest einen Grundstock aufzubauen und dann mit geschickter Priorisierung Akzente zu setzen.

Log4j: Verwendet ein Cloud-Dienst Log4j

Die kritische Bedrohung durch die Log4Shell-Schwachstelle erfordert natürlich eine sofortige Reaktion. Doch im zweiten Schritt müssen sich Unternehmen generell Fragen zu Prozessen rund um Software-Lieferketten und dokumentierte (?) Abhängigkeiten stellen. Die vor bekannt gewordene Log4Shell-Sicherheitslücke ist in aller Munde und hält die Sicherheitsfachleute weltweit auf Trab.

Gesundheitskrise & Cybersicherheit

Nach dem Oktober, dem Nationalen Monat der Cybersicherheit, widmen wir uns im Rahmen unserer Serie zur "Cyber-Autopsie" einigen besonders schwerwiegenden Angriffen und Datenschutzverletzungen – und dem, wie man sie vielleicht hätte verhindern können.

Awareness, Awareness, Awareness

Wenn das Security Operations Center (SOC) Ransomware meldet, ist es sowieso längst zu spät: Die Meinung, dass sich bereits angelaufene Verschlüsselungsattacken mit gängigen Angriffserkennungs- und Gegenwehr-Maßnahmen nicht aufhalten lassen, ist in der Security weit verbreitet. Dabei stehen die Abwehr-Chancen gar nicht so schlecht. Voraussetzung sind gute Vorbereitung und ein Fine-Tuning der Sensorik auf "Active Defense". Beim Thema Ransomware neigen auch praxisgestählte CISOs zu einem gewissen Fatalismus. Zu oft hat sich gezeigt, dass beim ersten SOC-Alarm wichtige IT-Ressourcen bereits verschlüsselt sind und die weitere Verbreitung der Malware so rasant voranschreitet, dass die in anderen Fällen durchaus wirkungsvollen Response-Maßnahmen dem Geschehen hoffnungslos hinterherlaufen. Maximaler Malware-Schutz, bestmögliche Segmentierung und Awareness, Awareness, Awareness – so lautet vor diesem Hintergrund der Ratschlag zur Ransomware-Eindämmung. Man zieht sich also weithin auf Prävention zurück. Tatsächlich ist diese Maßnahmen-Trias gegen rein opportunistische Ransomware-Attacken auf Phishing-Basis wohl wirklich das Mittel der Wahl. Aber ausgerechnet gegen die weit ausgefeiltere Variante, bei denen die Verbreitung der Ransomware im Netz des Opfers akribisch von den Angreifern gesteuert wird, haben SOC-Teams sehr wohl eine Chance. Sie benötigen dazu eine auf Ransomware zugeschnittene Ergänzung ihrer sensorischen Werkzeuge und eine gute Vorbereitung auf den Fall der Fälle.

Wie KMU von Network Detection and Response profitieren

Für kleine und mittelständische Unternehmen, die oft nur über begrenzte Budgets und Ressourcen verfügen, ist es eine Herausforderung, sich im derzeitigen Sturm der Cyberkriminalität zu schützen. Die Bedrohungen entwickeln sich schneller als die vorhandenen Cyber-Sicherheitslösungen, kleine IT-Abteilungen können nicht Schritt halten. Ransomware-Angriffe sind allgegenwärtig, aber die Bedrohungslandschaft hört damit nicht auf: Advanced Persistent Threats, Insider-Bedrohungen und Angriffe auf die Lieferkette gehören zu den zahlreichen alltäglichen Gefahren. Die Angreifer nutzen die gleichen Spitzentechnologien wie Anbieter von Cybersicherheitslösungen, zum Beispiel künstliche Intelligenz (KI), Verschlüsselung und Schwachstellen-Scans. Sie profitieren von einem ausgereiften Schwarzmarkt für Malware und Ransomware als Dienstleistung. Sie profitieren von einer immer größer werdenden Angriffsfläche, die durch die rasche Einführung von Cloud-Lösungen, IoT und Identity Federation wächst. So erscheinen beispielsweise die jüngsten Angriffe auf die Lieferkette wie die auf Solarwinds und Kaseya für herkömmliche Sicherheitstools völlig legitim. IoT-Geräte, nicht verwaltete oder private Geräte und vergessene virtuelle Maschinen oder Container schaffen blinde Flecken in der Sicherheit.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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