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Neue IT - der Kampf um Sicherheit


An erster Stelle steht heute die Informationssicherheit, gefolgt von der Anwendungs- und Geräteverwaltung
Vorbei sind die Zeiten, als herkömmliche Silokonzepte zur Absicherung der Systeme zuverlässig als vorderste Verteidigungslinie beim Schutz der Unternehmensressourcen fungierten

Sicherheitsinformationen & Ereignismanagement

Sicherheitsinformationen & Ereignismanagement

Ohne ein klares Verständnis der neuen Angriffspunkte, die die "neue IT" geschaffen hat, der sich wandelnden Gefahrenlandschaft und deren Auswirkungen auf das unternehmerische Risiko, können diese nun sensibilisierten Führungskräfte jedoch keine vernünftigen Investitionsentscheidungen treffen. Bild: SolarWinds

Von Mav Turner, Sicherheitsleiter bei SolarWinds

(15.12.14) - Disruptive Technologien wie das Internet der Dinge, BYOx und die Cloud haben alle Aspekte der heutigen, digital gesteuerten Geschäftswelt durchdrungen. Sie leiten die Ära der "neuen IT" ein und ändern grundlegend die Art und Weise, wie wir Geschäfte abwickeln. In dieser Ära der neuen IT ist Technologie die Quintessenz der Geschäftstätigkeit sie fördert die Innovation und Agilität in einem vom Wettbewerb geprägten Umfeld. Das einst festungsähnliche Rechenzentrum ist durch Partnerkonnektivität, Cloud Computing, Virtualisierung und BYOD durchlässig geworden. Ein weiterer Punkt betrifft die Kosten: Im Vergleich zu den Vorabkosten für die Sicherheit können die Kosten von Sicherheits- und Compliance-Verletzungen erheblich sein. Eine Umfrage des Ponemon Institute hat ergeben, dass die Kosten durch Datenschutzverletzungen in Deutschland seit 2013 um 15 Prozent auf 3,5 Millionen EUR gestiegen sind.

Lesen Sie zum Thema "Compliance" auch: Compliance-Magazin.de (www.compliancemagazin.de)

Vorbei sind die Zeiten, als herkömmliche Silokonzepte zur Absicherung der Systeme zuverlässig als vorderste Verteidigungslinie beim Schutz der Unternehmensressourcen fungierten. Heutzutage sind Daten vollständig zugänglich und verfügbar überall, jederzeit und auf vielen Geräten , was den Schutz vertraulicher Unternehmensdaten immer komplizierter macht. Gleichzeitig spielt die IT-Sicherheit jedoch eine wichtigere Rolle als je zuvor. Beispielsweise zeigen die drastischen Sicherheitsverletzungen der letzten Zeit, wie der massive Diebstahl von E-Mail-Kennwörtern im April 2014 oder der Diebstahl von Kundenidentitäten bei Vodafone Deutschland im September 2013, dass eine Verletzung nicht nur das Umsatzergebnis des Unternehmens, sondern auch dessen Integrität beeinträchtigen kann.

Eine kürzlich von SolarWinds durchgeführte Umfrage zur künftigen Rolle der IT-Profis hat gezeigt, wie entscheidend die Informationssicherheit heute ist. Auf die Frage nach den wichtigsten IT-Qualifikationen, die in den kommenden drei bis fünf Jahren hoch im Kurs stehen dürften, nannten die Befragten an erster Stelle die Informationssicherheit, gefolgt von der Anwendungs- und Geräteverwaltung. Zudem stuften die Befragten die Informationssicherheit als die Funktion ein, bei der im gleichen Zeitrahmen die Anpassung an neue Technologien am dringendsten erforderlich ist. Eine weitere, kürzlich durchgeführte SolarWinds-Studie hat gezeigt, dass 85 Prozent der deutschen IT-Spezialisten sehr viel Vertrauen in die eigenen Sicherheitsmaßnahmen setzt. Dies widerspricht jedoch der Tatsache, dass drei Viertel bereits in der einen oder anderen Form mit Sicherheitsverletzungen zu kämpfen hatten. Hier könnte also ein schwerer Fall von Selbstüberschätzung vorliegen.

Das Unternehmen vorbereiten
Damit Sie den steigenden Anforderungen hinsichtlich neuer Sicherheitsqualifikationen und einer Funktionsanpassung gerecht werden können, müssen Sie zuerst bereit sein, sich mit den übrigen Verantwortlichen an einen Tisch zu setzen. Erklären Sie der Geschäftsführung, wie wichtig die Sicherheit ist. Das Bewusstsein für ihre Wichtigkeit nimmt zwar zu, doch ist die Sicherheit häufig so lange nicht geschäftskritisch, bis sie verletzt wurde. Die Anpassung an die disruptiven Technologien, aus denen die neue IT hervorgegangen ist, erfordert interne Überzeugungsarbeit. Es muss klar werden, dass ein entsprechendes Sicherheitsprogramm entwickelt werden muss, um den neuen Angriffspunkten und den daraus resultierenden Risiken zu begegnen.

Die jüngsten Sicherheitsverletzungen haben dazu beigetragen, dass die Bedeutung von Sicherheitsinvestitionen mehr Aufmerksamkeit durch das Management erfährt. Ohne ein klares Verständnis der neuen Angriffspunkte, die die "neue IT" geschaffen hat, der sich wandelnden Gefahrenlandschaft und deren Auswirkungen auf das unternehmerische Risiko, können diese nun sensibilisierten Führungskräfte jedoch keine vernünftigen Investitionsentscheidungen treffen. Damit Sie also bei der Anpassung an die neue IT das Budget und die Ressourcen erhalten, die Sie zum Ausbau der Sicherheitsvorkehrungen benötigen, können Sie Beispiele von Sicherheitsverletzungen bei Mitbewerbern, Partnern oder Unternehmen in der Nähe heranziehen und aufzeigen, welches unternehmerische Risiko direkt damit verbunden ist. Es muss auch darauf hingewiesen werden, dass Geschäftsdaten nie vollständig sicher sein werden.

Deshalb muss sich Ihr Unternehmen unbedingt darüber klar werden, dass es sich auch weiterhin schnell auf mögliche Gefahren einstellen muss. Dabei ist besonders das Monitoring hilfreich, denn die Verantwortlichen können schnell identifizieren, wenn eine Sicherheitsverletzung vorliegt. Das Ziel sollte dabei sein, diese Information für ein schnelles Eingreifen zu nutzen, bevor die Angreifer ihr Ziel erreichen oder an kritische Daten gelangen. So war es in manchen der großen Datenlecks in den USA tatsächlich der Fall, dass die Unternehmen über Angriffe Bescheid wussten, aber bewusst nicht reagierten. Dabei kann man die Sicherheit ganz einfach dadurch erhöhen, indem man dafür vorausplant, sowohl proaktiv als auch reaktiv zu agieren.

Selbst wenn sich das Unternehmen der Bedeutung von Sicherheitsinvestitionen bewusst ist, kann es schwierig sein, die Höhe dieser Investitionen zu bestimmen. Als IT-Sicherheitsexperte sind Sie perfekt gerüstet, um das Heft in die Hand zu nehmen und den Wert der IT-Sicherheit anschaulich darzulegen. Sie können letztendlich erklären, dass Sicherheitsinvestitionen für das Unternehmen zu den obersten Prioritäten der allgemeinen Geschäftsstrategie gehören sollten.

So sichern Sie die neue IT im Angesicht wachsender Bedrohungen
IT-Experten sollten beim Sichern der Geschäftsumgebungen in der neuen IT Folgendes berücksichtigen:

>> Bei Projekten der neuen IT kann Verfügbarkeit oft Vorrang vor Sicherheit haben. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, indem sie in die Projekte egal ob Erweiterung in die Cloud oder Einführung von BYOD eine Risikoanalyse und ein Sicherheitsbudget aufnehmen.

>> Es sollten jedoch nicht nur oberflächlich Mindestanforderungen abgehakt werden. Die gesetzlichen Compliance-Anforderungen sollten dazu genutzt werden, Budgets für starke Sicherheitstools, -prozesse und -mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. So wird sichergestellt, dass sich die Sicherheitsvorkehrungen weiterentwickeln und nicht einfach nur ausgetauscht werden.

>> Bei einer Arbeitslosenquote von nahezu null wie vor kurzem für die IT-Branche gemeldet kann es schwierig sein, gute Sicherheitsanalysten zu finden. Unternehmen, die proaktiv die Sicherheitsqualifikationen talentierter IT-Mitarbeiter fördern, sind gegen den zunehmenden Mangel an versierten Sicherheitsexperten besser gewappnet.

>> Um anpassungsfähig bleiben zu können, muss auch das Risikomanagement berücksichtigt werden. Eine Faustregel bei der Sicherheit lautet, dass nichts jemals wirklich sicher ist. Es handelt sich immer um ein Vabanquespiel. Je wertvoller die Information, umso größer die Bedrohung. Zum Spiel gehört es, genug Verteidigungsmechanismen einzubauen, dass ein Angreifer nicht genug Ressourcen aufbringen kann, um sie zu umgehen anders ausgedrückt, dass er nach unzähligen Versuchen einfach frustriert aufgibt. Das Spiel ist jedoch nie zu Ende. Wir müssen die Verteidigung der Sicherheit laufend weiterentwickeln, denn alles, einschließlich neuer Dienste, wirkt sich auf das Risiko aus, das sich in unserem Umfeld entwickelt.

>> Mithilfe einer zuverlässigen Überwachungsstrategie kann das Sicherheitsprogramm bei diesem Wettrüsten besser auf neue Schwachstellen ausgerichtet werden. Eine zuverlässige Überwachungsstrategie, die sich an den Risiken orientiert und auf SIEM-Software (Security Information and Event Management) basiert, kann dazu beitragen, neue Bedrohungen zu erkennen, sobald sie auftreten, und den Überwachungsprozess in einer Zeit beschränkter Sicherheitsressourcen zu automatisieren. Es ist unmöglich, jede potenzielle Gefahr zu eliminieren, die sich in Ihre Umgebung einschleicht. Deshalb ist ein effektives Überwachungssystem unverzichtbar. Es muss ungewöhnliche Trends erkennen und verhindern, dass Angriffe tiefer gehen und echten Schaden anrichten.

Das Sichern der neuen IT kann mühsam erscheinen. Wenn Sie jedoch Ihre Qualifikationen erweitern und sich bemühen, der Geschäftsführung die Bedeutung von Sicherheitsstrategien und -investitionen zu vermitteln, kann alles auch ganz einfach sein.
(SolarWinds: ra)

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Meldungen: Grundlagen

Kryptowährung und Cyberkriminalität

Kryptowährung ist eine Art von Währung, die nur in digitaler Form verfügbar ist. Aufgrund ihrer dezentralen Natur und fehlender Regulierung ist sie zu einem bevorzugten Zahlungsmittel für Cyberkriminelle geworden. Traditionell wird sie für Erpressungs- und Ransomware-Angriffe verwendet, aber Hacker haben nun auch begonnen, sie für Spear-Phishing-, Impersonation- und Business-Email-Compromise-(BEC)-Angriffe einzusetzen. Der folgende Artikel beleuchtet das Vorgehen der Cyberkriminellen und erläutert Strategien zum Schutz. Da der Preis von Bitcoin tendenziell stark steigt und das öffentliche Interesse an Kryptowährungen zunimmt, nutzen auch Cyberkriminelle die sich daraus ergebenden Möglichkeiten, um ihre Gewinnaussichten zu steigern. Bei einer Barracuda-Analyse von Phishing-Impersonation- und BEC-Angriffe, die zwischen Oktober 2020 und Mai 2021 versendet wurden, zeigte sich, dass das Volumen von Angriffen im Zusammenhang mit Kryptowährungen eng mit dem wachsenden Preis von Bitcoin einhergeht. Der Preis von Bitcoin stieg zwischen Oktober 2020 und April 2021 um fast 400 Prozent. Die Impersonation-Angriffe nahmen im gleichen Zeitraum um 192 Prozent zu.

Die Angriffsroute von Cyberkriminellen

Cyberattacken werden mittlerweile selten von technisch hochversierten Angreifern durchgeführt. Traditionelle Hacking-Methoden wie das Decodieren von Verschlüsselungen oder das Infiltrieren von Firewalls gehören mehr und mehr zur Vergangenheit. Die Anatomie eines Cyberangriffs ändert sich: Kriminelle hacken sich nicht mehr ein; sie loggen sich einfach ein. Denn schwache, gestohlene oder anderweitig kompromittierte Anmeldedaten schaffen ein leichtes Einfallstor für böswillige Akteure, selbst wenn diese nur über geringe technische Fähigkeiten verfügen. Die jüngste Datenpanne bei Twitter, bei der Dutzende prominente User-Accounts gekapert wurden, ist ein gutes Beispiel, wie Cyberangriffe heutzutage durchgeführt werden. Laut Untersuchungen des Social-Media-Riesen nutzte ein 17-Jähriger aus Florida Social-Engineering-Techniken, um an die Zugangsdaten einer kleinen Anzahl von Twitter-Mitarbeitern zu gelangen. Der Angreifer war anschließend in der Lage, diese Logins zu missbrauchen, um Zugriff auf ein wichtiges internes System zu erhalten. Und Twitter ist nicht allein: Forrester schätzt, dass 80 Prozent der Sicherheitsverstöße mittlerweile auf kompromittierte Zugangsdaten zurückzuführen sind. Kapert ein Angreifer einen privilegierten Account, kann er sich damit weitreichend und lange unbemerkt im Netzwerk bewegen, um sensible Daten zu exfiltrieren oder Störungen zu verursachen.

Sicherheitsrisiko Geisterbüros

IT-Sicherheitsverantwortliche hatten in der Pandemie alle Hände voll zu tun, das Home Office sicher anzubinden. Aber auch in verlassenen Büros oder lange schon nicht mehr hochgefahrenen Arbeitsplatzrechner entstehen Risiken. Viele Angestellte wechselten zu Beginn der Pandemie fluchtartig ins Home Office – und sind dort bis heute geblieben. Sie ließen neben ihrem Schreibtisch IT-Anlagen und Netzwerke im Büro zurück. Die ungenutzten Gebäude kosten Geld und sind ein echtes Risiko. Konnte jemand während der Pandemie ein Schloss aufbrechen, eintreten und sich unbemerkt in das Unternehmensnetzwerk einklinken? Computer und andere Anlagen stehlen? Die Passwörter der Mitarbeiter auf Post-Its und in Notizbüchern neben ihren Computern ablesen? Welche anderen Gefahren gibt es? Und was sollten Sicherheitsprofis jetzt dagegen tun? Generell gibt es zwei Kategorien von möglichen Verwundbarkeiten, über die man bei längere Zeit ausgeschalteten Geräten nachdenken sollte. Erstens Probleme, die durch unbefugten Zugriff in die verwaisten Büros entstehen. Zweitens Probleme, die sich daraus ergeben, dass unter Umständen niemand Geräte über einen längeren Zeitraum verwaltet, gepatcht oder beaufsichtigt hat.

Problem: Vernetzte Geräte im industriellen Umfeld

Vernetzte Geräte für Endverbraucher und Industrie haben sich in rasantem Tempo weiterentwickelt. So rasant, dass die damit verbundenen Vorschriften nicht Schritt halten konnten. Gerätehersteller und Betreiber hinken den ständig neu aufkommenden und sich ebenfalls weiterentwickelnden Sicherheitsstandards und Vorschriften nicht selten hinterher. Das wiederum erschwert die Entwicklung neuer Technologien zusätzlich. Dazu kommt, dass die bestehenden Standards kompliziert sind und voneinander abweichen, je nachdem, in welchem Markt man sich bewegt. Wer also geografisch expandieren will oder in eine andere Branche, kann damit rechnen, dass die ohnehin schwierige Materie noch unübersichtlicher wird. An dieser Stelle wollen wir das Problem vernetzter Geräte im industriellen Umfeld skizzieren und ein Lösungsmodell anbieten.

Ein neues Paradigma für den sicheren Laptop

Nach über einem Jahr COVID-bezogener "Notunterkünfte” ist von zu Hause aus arbeiten unumgänglich geworden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben Anpassungen ihrer Arbeitsweise vorgenommen, um die Geschäftskontinuität während dieser beispiellosen Pandemie sicherzustellen. Es wird allgemein erwartet, dass die Arbeitgeber auch nach Abklingen der Pandemie ihren Mitarbeitern mehr Flexibilität bieten werden, um zumindest einen Teil der Arbeitswoche von zu Hause aus zu arbeiten. All diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Endpunktsicherheit und die Notwendigkeit, sicherzustellen, dass Laptops, die von Mitarbeitern verwendet werden, sicher sind und das gleiche Maß an Schutz bieten wie Desktops, die sich traditionell innerhalb des Unternehmensperimeters befinden.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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