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Im Überblick

Als Anwender die Online-Reputation schützen

Heutzutage verbringen wir immer mehr Zeit online. Dabei teilen wir zunehmend persönliche Informationen, die Betrüger für ihre Zwecke missbrauchen. Gleichzeitig spielt die eigene Online-Reputation eine wichtige Rolle in der heutigen Gesellschaft. Deshalb ist der richtige Umgang mit den eigenen Daten und das Wissen, wie man diese schützen kann, unerlässlich, um sich online sicher zu bewegen. Nutzer sollten stets bedenken, wer die online freigegebenen Inhalte einsehen kann. – Die Kontrolle darüber zu übernehmen, ist der erste Schritt zur aktiven Verwaltung des eigenen digitalen Fußabdrucks.


Im Überblick

Krankenhäuser unterschätzen IT-Schwachstellen

Etliche Hackerangriffe zeigen, dass viele deutsche Krankenhäuser ihre IT-Systeme noch nicht ausreichend vor Cyber-Attacken schützen. Die Security Division von NTT Ltd., einem weltweit führenden Technologie-Dienstleister, beschreibt die wichtigsten Gründe für das hohe Gefährdungspotenzial. Es wäre ein Albtraum, wenn der Kardiologe die endoskopische Herz-OP unterbrechen müsste, weil das Kamerabild nicht mehr auf den Bildschirm übertragen wird. Ein abwegiges Szenario? Keinesfalls: Die nächste Hackerattacke wird nicht lange auf sich warten lassen. Bis dato waren Angriffe auf Krankenhäuser noch eher die Ausnahme. Einer der letzten größeren Fälle ereignete sich in Rheinland-Pfalz und im Saarland Mitte 2019. Dabei wurden elf Krankenhäuser und vier Altenpflegeeinrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Opfer einer Ransomware-Attacke. Das Schadprogramm verschlüsselte Datenbanken und Serverdaten und legte so das gesamte Netzwerk des DRK-Klinikverbundes lahm. Erst nach einigen Tagen konnte das DRK die Daten aus einem Backup wiederherstellen und die Server wieder in Betrieb nehmen. Zuletzt sorgte im Dezember 2019 das Klinikum Fürth für Schlagzeilen.


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Meldungen: Hintergrund

Threat Hunting spielt eine große Rolle

Der Fachkräftemangel verschärft sich weiter, "intent-based"-Netzwerke verbreiten sich, ein neues Internet am Horizont: Mit dem Ende der "Zehnerjahre" stehen spannende Entwicklungen in der IT an. Was war das für ein Jahrzehnt: Der weltweite Siegeszug der Smartphones und ihrer Ökosysteme, KI, Clouds und soziale Medien waren die entscheidenden Technologien der vergangenen zehn Jahre. Weiterhin gilt: Was nun kommt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Doch Cisco hat bereits einige absehbare Trends identifiziert. Viele Prognosen aus dem vergangenen Jahr werden relevant bleiben, darunter die zunehmende mobile Konnektivität, KI/ML und Multi-Domain-Architekturen. Aber was ist neu im Jahr 2020?

Critical-Event-Management-Plattform

Everbridge, Spezialistin für Critical Event Management (CEM), erläutert, welche Entwicklungen im Jahr 2020 die Krisen- und Notfallmanager von Unternehmen vor neue Herausforderungen stellen werden. Die Anforderungen an das Krisenmanagement von Unternehmen sind bereits von jeher hoch. Da die Grenzen zwischen der virtuellen und physischen Welt zunehmend verschwimmen, sind Unternehmen wie auch Behörden zusätzlich gefordert. Sie müssen die richtigen Werkzeuge einsetzen und proaktiv planen, um Mitarbeiter und Vermögenswerte zu schützen und die Betriebssicherheit bei kritischen Ereignissen zu gewährleisten. Fünf komplexe Entwicklungen, so Everbridge, sorgen derzeit dafür, dass die Herausforderungen in der vernetzten Welt noch weiter steigen.

Fertigungsindustrie einem großen Risiko ausgesetzt

Einer der Fortune 50 CISOs ist in Sachen Cyberbedrohungen gegen industrielle Kontrollsysteme wenig optimistisch. Er glaubt, dass die Fertigungsbranche im kommenden Jahr vermutlich mit einer hoch destruktiven Attacke gegen industrielle Steuerungs- und Kontrollsysteme zu rechnen hat. Ein Angriff mit dem Potenzial, Industrieanlagen im ganzen Land schwer in Mitleidenschaft zu ziehen. Rich Armour, ehemaliger Global CISO bei General Motors, und zuvor bei Hewlett-Packard sowie in der Führungsetage der Informationssicherheit bei Dell Technologies tätig, verfügt über profundes Expertenwissen aus erster Hand was die Cyber-Sicherheitsherausforderungen eines Fortune 50-Unternehmens in der Produktion angeht, und womit die Branche im kommenden Jahr vermutlich zu rechnen hat.

Probleme der Anwendungssicherheit

Contrast Security stellte die momentan relevantesten Anwendungsschwachstellen sowie Angriffstypen vor. Als Basis für diese Übersicht dienen die monatlichen "AppSec Intelligence Reports" von Contrast Security, eine Analyse der hauseigenen Contrast Labs über reale Anwendungsangriffe und Schwachstellendaten in den vergangenen Monaten. Entwickler, Product Owner, AppSec- und Security-Engineers können diese Informationen nutzen, um die Sicherheitsbedrohungen von Anwendungen besser zu verstehen, Sicherheitskontrollen anzupassen und den gesamten Sicherheitsstatus im Unternehmen zu verbessern. Vor dem Hintergrund der steigenden Gefahr wird Implementierung einer ganzheitlichen Security-Strategie von der Code-Entwicklung bis hin zum Applikationsbetrieb besonders wichtig und unabdingbar im Kontext der digitalen Transformation.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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