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05.12.14 - IT Security-Telegramm


Böswilliger Dialer infiziert mobile Android-Endgeräte und lässt sich manuell nicht löschen
"GFI WebMonitor 2015" schränkt Zugriff auf bestimmte Websites ein und somit erhalten IT-Admins Kontrollmöglichkeiten, ohne den Zugriff komplett blockieren zu müssen



05.12.14 - Nach dem Rückzug von Signtrust: PSW Group offeriert SSL-Zertifikate mit gleichen Eigenschaften von Comodo
Nachdem die Deutsche Post Signtrust und die DMDA GmbH im Oktober das Aus für Signtrust-Produkte ankündigte, beruhigt die PSW Group ihre Kunden nun: "SSL-Zertifikate mit den gleichen Eigenschaften können weiterhin durch uns bei Comodo erworben werden. Dies ist problemlos möglich, da es sich bei Signtrust ohnehin um eine Sub-CA der Zertifizierungsstelle Comodo handelt", informiert Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group. Er weist als Folge der Signtrust-Abkündigung darauf hin, dass Comodo die übergeordnete Comodo-Root der Signtrust-Zertifikate ab dem 01.07.2015 sperren wird. Dies hat zur Folge, dass Zertifikate, die bis dato noch ungesperrt sind, im Browser und in E-Mail-Programmen als "nicht vertrauenswürdig angezeigt werden.

05.12.14 - "GFI WebMonitor" nutzt drei Antivirus-Engines, um Anwender noch besser vor Internet-Bedrohungen wie bösartige Websites und E-Mail-Phishing zu schützen
GFI Software meldet die Verfügbarkeit von "GFI WebMonitor 2015", die neueste Version ihrer Web-Filterungs-, -Management- und -Sicherheitslösung. GFI WebMonitor 2015 ermöglicht IT-Administratoren die Überwachung, Verwaltung und Absicherung von Informationen und Daten aus dem Internet zum Schutz der Unternehmensinfrastruktur. Mit GFI WebMonitor 2015 lässt sich der Zugriff auf bestimmte Websites einschränken. So erhalten IT-Admins Kontrollmöglichkeiten, ohne den Zugriff komplett blockieren zu müssen. Sie können Richtlinien erstellen, da GFI WebMonitor die Einschränkung des Zugriffs auch auf Basis der Bandbreitennutzung oder Verweildauer auf bestimmten Websites ermöglicht. Darüber hinaus nutzt GFI WebMonitor drei Antivirus-Engines, um Anwender noch besser vor Internet-Bedrohungen wie bösartige Websites und E-Mail-Phishing zu schützen.

05.12.14 - Virtualisierung von Datenkopien: Actifio erhält Platinum-Partnerstatus von Oracle
Actifio hat den Platinum-Partnerstatus im "Oracle PartnerNetwork" erhalten. Durch diese Auszeichnung bestätigt Oracle Actifio umfassende Kompetenz und Qualität bei der Bereitstellung von Lösungen zur Datenvirtualisierung, die agilere Geschäftsprozesse ermöglichen. Hunderte von Unternehmen in 36 Ländern setzen auf Actifio, um ihre unternehmenskritischen Anwendungsdaten schnell und effizient zu erfassen, zu verwalten und zu nutzen. Dadurch können sie Tests und Entwicklung deutlich beschleunigen, die Datensicherung optimieren sowie die Migration zu einer Cloud-basierten Infrastruktur verbessern.

05.12.14 - Studie "IT-Sicherheit 2015": Deutsche Unternehmen verstärken Maßnahmen gegen Wirtschaftsspionage
Die deutsche Wirtschaft hat der Wirtschaftsspionage den Kampf angesagt. 81 Prozent der Unternehmen verstärken die Maßnahmen, um sich vor Ausspähung zu schützen. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Nifis Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. hervor. Der PRISM- und die Nachfolge-Skandale haben 88 Prozent der deutschen Wirtschaft in punkto Datenschutz sensibilisiert. Für 79 Prozent der Unternehmen steht der Schutz vor Hackerangriffen im Fokus ihrer Bemühungen. Gleichzeitig offenbart die Nifis-Studie, dass eine eindeutige Mehrheit von 74 Prozent der deutschen Unternehmen weiterhin darüber verunsichert ist, welche umfangreichen Zugriffsmöglichkeiten fremde Geheimdienste bei ihren Ausspähaktionen haben.

05.12.14 - Studie: Unternehmen haben erheblichen Nachholbedarf bei Sicherheit mobiler Endgeräte
56 Prozent der deutschen Unternehmen waren in den letzten zwölf Monaten von Sicherheitsproblemen mit mobilen Endgeräten betroffen. Das belegt eine aktuelle Studie von BT. Mindestens zwei Fünftel von ihnen erlebten im gleichen Zeitraum sogar mehr als vier solcher Vorfälle. Trotzdem ergreifen die Unternehmen in Deutschland nicht genügend Sicherheitsmaßnahmen, um sich vor Gefahren, die zum Beispiel durch den Diebstahl oder Verlust von Endgeräten oder durch Malware entstehen, zu schützen.

05.12.14 - Storage-Tiering: Unternehmen müssen sich von ihren Verlustängsten lösen
Kleine und mittlere Unternehmen setzen Storage-Tiering-Systeme nur zögerlich ein. Ein Grund dafür sind die hohen Preise, aber daran sind die Unternehmen eigentlich selbst schuld, sagt der Tübinger IT-Dienstleister transtec. Storage-Tiering ist ein höchst effizientes Konzept, das Daten je nach Bedeutung automatisch auf unterschiedlich schnellen Medien speichert. Diese Automatisierung ist vielen Unternehmen allerdings nicht ganz geheuer: entweder trauen sie den Algorithmen der Tiering-Lösungen nicht oder sie bleiben in der traditionellen Denkweise verhaftet, selbst für Ordnung in ihrem Rechenzentrum zu sorgen und die Kontrolle über ihre Daten nicht abzugeben.

05.12.14 - Koordinierte Cyber-Spionage und Cyber-Sabotage-Angriffe reißen auch 2015 nicht ab
2014 gab es zahlreiche Security-Zwischenfälle im Cyberspace von Spionage und -sabotage bis hin zu tiefgreifenden Schwachstellen bei den Grundlagen des Internet selbst. Deswegen ist es schwierig, aus der Vielzahl der Vorfälle die wichtigsten zu benennen. Aber was bedeuten einige dieser Fälle für Unternehmen und Konsumenten? Im aktuellen Symantec Security Response Blog Post "The four most important online security events of 2014 werden einige der wichtigsten Entwicklungen des vergangenen Jahres im Bereich Online-Sicherheit diskutiert. Was haben wir daraus gelernt bzw. was sollten wir daraus lernen und was bedeutet das für das kommende Jahr?

05.12.14 - Warnung vor einem Dialer für Android, der sich nicht löschen lässt
Die Virenanalysten von Doctor Web haben einen böswilligen Dialer entdeckt, der mobile Android-Endgeräte infiziert und sich manuell nicht löschen lässt. Die Schadsoftware führt kostspielige Anrufe ohne Einwilligung des Benutzers aus. Solche Dialer wurden vor allem zu Zeiten langsamer Modem-Verbindungen häufig verbreitet und betreffen nun auch zunehmend mobile Endgeräte. Diese Dialer wählen selbständig eine Telefonnummer meistens eine Verbindung zu nicht jugendfreien Inhalten. Dafür wird vom Konto des Benutzers ein Betrag abgebucht. Heute ist solche Malware zwar seltener anzutreffen, wird aber nach wie vor für illegale Zwecke eingesetzt.


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Meldungen vom Vortag

04.12.14 - Integrierte Backup-Appliance bietet Hardware, Backup-Software und Services "in a box"

04.12.14 - Neue virtuelle "FortiSandbox" sorgt für flexible Advanced Threat Protection und Security-Integration

04.12.14 - Neue Security-Module für Entwickler von Vasco

04.12.14 - Wachstum um 50 Prozent: Quantum steigert Umsatz bei Scale-out Storage in erster Hälfte des Finanzjahres

04.12.14 - Internetdienstleister startet dynamischen Service zur Abwehr von DDoS-Attacken

04.12.14 - Jugendliche schützen ihre Daten in sozialen Netzwerken

04.12.14 - Forschungsserie deckt Sicherheitsprobleme sozialer Medien auf

04.12.14 - Sednit nutzt Malware auf USB-Sticks für Angriffe auf isolierte Computer

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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