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06.11.14 - IT Security-Telegramm


Mit Swisscows ist eine sichere Suchmaschine gestartet, die nun auch in Deutschland und anderen Ländern genutzt werden kann
Allgeier IT Solutions stellt neues Release ihrer E-Mail-Security-Lösung "Julia MailOffice" vor



06.11.14 - Offene "Security Intelligence"-Plattform ermöglicht "SRX"-Firewall-Kunden verbesserten Schutz von High-IQ-Networks
Juniper Networks hat neue Sicherheitsfunktionen für die "Juniper Networks Spotlight SecureIntelligence"-Plattform vorgestellt. Diese erweitern die Funktionalität der "Spotlight"-Lösung und verbinden sie mit den Firewall-Regeln der "SRX Services Gateways". Die erweiterten Sicherheitsfunktionen ermöglichen es Kunden, schnell auf Informationen von diversen Warnsystemen zu reagieren, indem sie unmittelbar neue Zugriffsregeln an die SRX-Firewalls senden. Der Command-and-Control-Traffic (C&C) kann dadurch sofort unterbunden und somit infizierte Systeme isoliert werden, um eine Vielzahl an Attacken auf das Netzwerk zu bekämpfen. Mit diesem Ansatzhaben Kunden die freie Entscheidung über die für sie am besten geeignete "Threat Detection"-Technologie, ohne sich auf das Angebot des eigenen Firewall-Herstellers beschränken zu müssen.

06.11.14 - E-Mail-Verschlüsselung "Julia MailOffice" sichert Übergang zu DE-Mail
Die Spezialistin für verschlüsselte E-Mail-Kommunikation Allgeier IT Solutions stellt das neue Release der E-Mail-Security-Lösung "Julia MailOffice" vor. Julia MailOffice ist ein kryptographisches Verfahren, um E-Mails verschlüsselt sowie signiert und damit fälschungssicher zu versenden und empfangen. Julia MailOffice wird verstärkt in sensiblen Unternehmensbereichen beispielsweise bei Versicherungen, Banken, Behörden sowie in Industrieunternehmen eingesetzt.

06.11.14 - bintec elmeg erweitert Profi-VPN-Router-Serie
Die Profi-VPN-Router der "bintec RS"-Serie von der bintec elmeg GmbH bieten nach eigenen Angaben maximale Sicherheit und unterstützen neueste Technologien wie VDSL2 mit bester Performance. Erweitert wird die professionelle Router-Serie nun um zwei Geräte "bintec RS353jv" und "bintec RS353jwv" , die im Vergleich zu den bisherigen Gerätevarianten, eine VDSL-Lizenz bereits ab Werk enthalten.

06.11.14 - Suchmaschine ohne Datenklau: Swisscows kommt aus der Schweiz
Eine Suchmaschine beherrscht die Welt und sammelt täglich mehr Daten als uns lieb ist. Die bislang nahezu alternativlose Datenkrake aus den USA bekommt jetzt ernste Konkurrenz aus der Schweiz. Mit Swisscows ist dort bereits vor einigen Monaten eine sichere Suchmaschine gestartet, die nun auch in Deutschland und anderen Ländern genutzt werden kann. Damit ist eine komplett anonyme Websuche für jeden Nutzer möglich ohne Speicherung seiner Daten.

06.11.14 - Neue 2-in-1-Kameras zur professionellen Videoüberwachung von kleineren Geschäften und privaten Haushalten
Ob zu Hause oder im Büro: Sicherheit ist ein Grundbedürfnis. Dabei zählt weniger die Hardware als vielmehr das Vertrauen in diese. Vertrauen in eine Anlage, die im Ernstfall den Alarm auslöst und Videobilder so speichert, dass sie immer und von überall zugänglich sind. Die beiden neuen "Tinyon IP 2000"-Kameras (drahtlose Version "Tinyon IP 2000 WI" sowie "Tinyon IP 2000 PIR") zeichnen sich durch ihre Zuverlässigkeit, Kosteneffizienz und einfache Installation aus. Damit sind sie ideale Überwachungslösungen für den Einzelhandel, für kleinere Bürogebäude und den privaten Haushalt.

06.11.14 - Flughafen Köln Bonn optimiert IT-Security mit McAfee
Der Flughafen Köln Bonn setzt auf die SIEM-Lösung "McAfee Enterprise Security Manager". Die Software fasst Ereignis-, Bedrohungs- und Risikodaten zusammen, liefert fundierte Sicherheitsinformationen und ermöglicht schnelle Reaktionen auf Sicherheitsvorfälle. Mit dieser Lösung erfüllt der Flughafen die hohen Anforderungen an seine IT: Ausfallsicherheit und nachweislicher Schutz vor Angriffen aus Compliance-Gründen. Die Sicherheit hat am Flughafen oberste Priorität nicht nur in physischer Form, auch in Bezug auf die IT. Basis dafür sind eine umfassende Risikoanalyse und die Aufarbeitung von Sicherheitsvorfällen.

06.11.14 - AVG-Apps bieten ab sofort eine Kurzübersicht zum Datenschutz
AVG bringt eine Datenschutzerklärung in Kurzfassung für ihre beliebtesten mobilen Apps. Der Nutzer erhält damit einen Überblick über alle persönlichen Anwenderinformationen, die über die Produkte von AVG gesammelt beziehungsweise nicht gesammelt werden und was mit den Daten geschieht.
Die AVG-Kurzdatenschutzerklärung ist bereits in folgenden Apps enthalten: "AVG AntiVirus für Android", "AVG PrivacyFix" sowie "AVG Cleaner". Damit zählt die Online Security-Anbieterin zu den ersten Unternehmen ihrer Branche, die eine derartige Kurzübersicht anbietet. Hiermit folgt AVG einer Vorlage der National Telecommunications & Information Administration (NTIA), die im Juli 2013 mit dem "Short Form Notice Code of Conduct to Promote Transparency in Mobile App Practices" entsprechende Richtlinien verabschiedet hat. Der Code wird von globalen Verbraucher- und Datenschutzgruppen unterstützt, die eine kurze Datenschutzerklärung in einfacher und standardisierter Sprache fordern.

06.11.14 - Fujitsu kooperiert mit Red Hat: "Hyper"-skalierbares, Software-definiertes Speichersystem für Datenzugriff im Multi-Petabyte-Bereich
Fujitsu kooperiert mit Red Hat, Anbieterin von Open-Source-Software, um ein "hyper"-skalierbares, Software-definiertes Storage-System für Services-Anbieter und IT-Abteilungen in Unternehmen auf den Markt zu bringen. Dieses soll einen Online-Datenzugriff im Multi-Petabyte-Bereich ermöglichen. Das leistungsfähige Multi-Node-System integriert Red Hats Inktank Ceph Enterprise Storage-Software mit Fujitsu Server- und Storage-Technologie. Fujitsu bietet darüber hinaus End-to-End-Wartung in Verbindung mit professionellen Services für das komplette System und ermöglicht damit den Einsatz von Ceph-basiertem Speicher im Enterprise-Umfeld.


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Meldungen vom Vortag

05.11.14 - NTT Com Security wählt "ForeScout CounterACT" als bevorzugte NAC-Lösung der nächsten Generation

05.11.14 - iOS-Apps: App-Entwickler verzichten absichtlich auf Sicherheitsfunktionen

05.11.14 - Kostenlose Online-Kurse zum Thema "IT-Sicherheit"

05.11.14 - Projektpartner entwickeln Sicherheitskonzepte für Industrie 4.0 und gewinnen den Innovationspreis NEO2014

05.11.14 - Net at Work stoppt SSLv3-Missbrauch am Gateway

05.11.14 - "FlashRay"-Systeme: Neue Storage-Plattform für Unternehmen ermöglicht den zukunftsweisenden Einsatz von flash-basierten Speichermedien

05.11.14 - Brandmelder mit deutlich erhöhter Detektionsleistung

05.11.14 - Rund-um-Versicherung für die Online-Nutzung der ganzen Familie

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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