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11.12.14 - IT Security-Telegramm


Laut Studie wird die zunehmende Verbreitung von verschlüsseltem Netzwerk-Traffic als höchst gefährlich einstuft
Neue Variante der Malware NotCompatible, die aus mobilen Geräten ein Botnet aufbaut, weist eine deutlich höhere Komplexität auf



11.12.14 - Neue Cybersecurity-Technologien im Channel: Moderne Incident Response (IR)-Lösungen für Westeuropa
Incident Resolution-Expertin Resolution1 Security (AccessData-Gruppe) hat den auf Cybersecurity spezialisierten Value-Added Distributor Turrem Data in das Resolution1 Connect-Partnerprogramm aufgenommen. Die Channel-Erfahrung des VADs, gepaart mit den Funktionalitäten der IR-Plattform Resolution1, hilft Unternehmen dabei, kritische Cyberattacken schnell zu bekämpfen. Die Partnerschaft ermöglicht Resolution1 Security, neue Märkte zu erschließen und das Wachstumspotenzial von IR-Value-Add-Lösungen und -Services für Reseller und Firmen in Westeuropa zu nutzen.

11.12.14 - Websense prognostiziert acht große Sicherheits-Bedrohungen für 2015
Patientendaten als Top-Ziel, das Internet der Dinge als Einfallstor für Angriffe auf Unternehmen, und ein erweitertes "Geschäftsmodell" von Kreditkartenhackern: Das sind nur einige der Cybergefahren, die der Security-Experte Websense im nächsten Jahr auf uns zukommen sieht. Das Thema Cybersicherheit machte 2014 Schlagzeilen mit großen Datendiebstählen bei Einzelhandelsketten sowie Attacken auf Cloud-Daten und dieses Jahr sah die Entdeckung massiver Schwachstellen in Jahrzehnte altem Quellcode. Die Websense Security Labs haben jetzt in einem Report ihre Prognosen für 2015 veröffentlicht. Er identifiziert acht wesentliche Trends in Sachen Cyberkriminalität.

11.12.14 - Sicherheitslücken in verschlüsseltem Netzwerk-Traffic: Studie untersucht "blind spots", die Unternehmen zunehmend bedrohen
Blue Coat Systems stellte eine Studie vor, die die zunehmende Verbreitung von verschlüsseltem Netzwerk-Traffic als höchst gefährlich einstuft. Indem Unternehmen Informationen verschlüsseln, um Datenschutzrichtlinien einzuhalten, spielen sie Cyberkriminellen in die Hände, die in kodiertem Netzwerk-Traffic Malware verstecken. Dadurch gelingt es Datendieben sogar mit wesentlich geringerem Aufwand, Sicherheitslösungen zu umgehen.
Vor dem Hintergrund der wachsenden Sorge um die Datensicherheit nimmt der verschlüsselte Netzwerk-Traffic auch auf Webseiten von Unternehmen und Privatanwenden zu. Tatsächlich verschlüsseln acht der zehn weltweit wichtigsten auf Alexa gerankten Webseiten ihre Inhalte ganz oder teilweise mit dem SSL-Protokoll. Die Onlineriesen Google, Amazon und Facebook haben ihre Portale ebenfalls auf HTTPS umgestellt und kodieren jeglichen Datentransfer mit SSL.

11.12.14 - Zwei Drittel der IT-Manager sind überzeugt: Open-Source-Software bietet mehr Sicherheit und Datenschutz
Die Mehrheit der IT-Fachkräfte zieht Open-Source-Produkte herkömmlicher Software vor. Open Source führe zu stabileren Geschäftsprozessen, höherer Qualität und niedrigeren Kosten. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Ponemon-Instituts. So zeigten sich zwei Drittel der befragten IT-Entscheider davon überzeugt, dass Open Source die Sicherheit von Anwendungen erhöht und den Schutz privater Daten verbessert. Im Rahmen der vom Software-Anbieterin Zimbra beauftragten Studie meinten zudem mehr als 75 Prozent der Befragten, dass Transparenz von Programmcode die Zuverlässigkeit von Software-Anwendungen erhöhe.

11.12.14 - Bedrohungen aktiv vorbeugen: Reaktion in Echtzeit, integrierte Intelligenz und acht Indikatoren für einen Angriff beachten
Ein neuer Report von McAfee, "When Minutes Count", untersucht die Fähigkeiten von Unternehmen zur gezielten Angriffserkennung und -abwehr. Er enthüllt die acht wichtigsten Angriffsindikatoren und präsentiert Best Practices für den aktiven Umgang mit sicherheitsrelevanten Vorfällen. Dem Report zufolge sind Unternehmen deutlich effektiver, wenn sie subtile Angriffsaktivitäten in Echtzeit multi-variabel analysieren. Außerdem zeigt der Bericht auf, wie wichtig der Faktor Zeit sowie das Wissen über aktuelle Bedrohungen sind für die Risikoeinschätzung und die Priorisierung von Reaktionen.

11.12.14 - Studie belegt: 36 Prozent wurden bereits Opfer von Cyber-Angriffen
Verlust von wichtigen Kunden- oder Unternehmensdaten, Betriebsstörungen, Kosten für Rechtsstreitigkeiten, Imageverlust diese Schäden sind deutschen Firmen in den vergangenen zwölf Monaten durch Computerschädlinge oder Angriffe aus dem Internet entstanden. So waren in diesem Jahr 36 Prozent der befragten Unternehmen Opfer von Cyberattacken. Die Vielzahl an Endgeräten im Arbeitsalltag 86 Prozent der Unternehmen setzen Smartphones ein fordern zudem effektivere Maßnahmen zum Schutz der IT-Infrastruktur. Nachholbedarf besteht bei den Bereichen Policy-Management, Bring-Your-Own-Device (BYOD) und Mitarbeiterschulung. Das sind einige Ergebnisse der Studie "Cybersicherheit Ein aktuelles Stimmungsbild deutscher Unternehmen", die G Data veröffentlicht hat.

11.12.14 - Studie zeigt: Jeder sechste Online-Käufer fällt Betrugsseiten mit gefälschten Produkten zum Opfer
MarkMonitor veröffentlichte ihren neuesten "Shopping Report". Dieser untersucht die Absichten und demographischen Eigenschaften der Käufer, die online gefälschte Produkte erwerben. Aufbauend auf dem ersten MarkMonitor Shopping Report, der E-Commerce-Seiten und das Angebot gefälschter Produkte analysierte, widmet sich die aktuelle Studie der Online-Verfügbarkeit von Bekleidung und Luxusgütern.

11.12.14 - Mobile Malware: NotCompatible.C erreicht neue Dimension der Malware-Entwicklung
Lookout, Expertin für mobile Sicherheit, hat über zwei Jahre lang die Entwicklung von NotCompatible mitverfolgt. Es handelt sich dabei um eine Malware, die aus mobilen Geräten ein Botnet aufbaut. Jetzt existiert mit NotCompatible.C eine neue Variante und somit eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Malware, die eine deutlich höhere Komplexität aufweist.
NotCompatible.C erreicht eine neue Dimension der Malware-Entwicklung und operativen Komplexität. Die Infrastruktur für Befehle und Kommunikation schützt sich selbst durch Redundanz und Verschlüsselung. Diese Malware ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich die Komplexität von Malware für Smartphones und Tablets entwickelt. Es kommen dabei Taktiken zum Einsatz, die bislang nur von PC-Malware bekannt waren.


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Meldungen vom Vortag

10.12.14 - ProSiebenSat.1 Media AG entscheidet sich für Security- und Content-Delivery-Services von Level 3

10.12.14 - Kritische Infrastrukturen: prego services tritt Allianz für Cyber-Sicherheit bei

10.12.14 - NTT Com Security Roadshow zeigt Handlungsbedarf zum Schutz vor Cyber-Attacken auf

10.12.14 - PoS-Cyber-Attacken: Malware ist nicht, wofür Sie sie halten

10.12.14 - Cyberkriminelle greifen vor allem Finanzinstitute, Einzelhandelsunternehmen und Cloud-Dienste an

10.12.14 - Report: Deutschland bei Malware auf Platz drei Cyber-Bedrohungen nehmen weiter zu

10.12.14 - Phishing-Kampagne gezielt auf Unternehmen in Frankreich und Deutschland gerichtet

10.12.14 - Gefährlicher Android-Wurm verbreitet sich per SMS

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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