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08.01.15 - IT Security-Telegramm


Greenbone Networks stellt Daten über aktuelle Gefahren für IT-Netzwerke bereit
Laut McAfee wird das kommende Jahr wird eine erhebliche Verschärfung der Bedrohungslage im IT-Sicherheitsbereich mit sich bringen



08.01.15 - WhatsApp erhält sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Metadaten bleiben unverschlüsselt
Der mit 600 Millionen aktiven Nutzern beliebteste Messenger WhatsApp hat kürzlich die Implementierung einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Textnachrichten bekannt gegeben. Ein vertrauenswürdiger Umgang mit Nutzerdaten werde dadurch jedoch nicht gewährleistet, sagt die mediaTest digital. Metadaten könnten weiterhin erhoben und zu Werbezwecken ausgewertet werden.

08.01.15 - Neueste Grenzkontrolltechnik für die Kantonspolizei Zürich
Die Kantonspolizei Zürich hat ihre Kontrollstationen am Flughafen Zürich mit der neuesten Grenzkontrolltechnik ausgerüstet. Reisedokumente werden nun mit und ohne biometrische Merkmale sicher, effizient und weitgehend automatisiert überprüft. secunet hat als Generalunternehmer gemeinsam mit Schweizer Partnern die Lösung realisiert.
Die bisher eingesetzte Technik der Grenzkontroll-Infrastruktur wurde vollständig erneuert und um neue Komponenten ergänzt. Sie erfüllt nun auch die Vorgaben der VIS II-Verordnung (Fingerabdruck-Verifikation von Visumspflichtigen) für Schengen-Außengrenzen. Die Kontrollstationen am Flughafen Zürich wurden dafür mit Fingerabdrucklesern und elektronischen Ausweislesegeräten der neuesten Generation ausgerüstet. Diese erlauben eine umfassende optische und elektronische Dokumentenprüfung, erkennen Fälschungen und Manipulationen zuverlässig und unterstützen das Kontrollpersonal bei der sicheren Identitätsprüfung der Reisenden.

08.01.15 - Workshop für Sicherheitsverantwortliche im Fertigungsbereich
Cyberkriminalität ist die neue, wachsende Bedrohung der globalen Produktionsprozesse. So ist das Produktionsumfeld heute den gleichen Angriffen und Gefahren ausgesetzt wie die klassischen Unternehmens-IT-Infrastrukturen. Die bestehenden Schutzmaßnahmen sind für die industrielle Security jedoch bei den meisten Kunden nicht ausreichend, da viele Systeme ursprünglich gar nicht für eine Netzanbindung ausgelegt waren. Viele Unternehmen machen sich gerade durch die Beschäftigung mit Industrie 4.0 und Vernetzung von Produktionsumgebungen über die zugehörigen Security-Aspekte als Schlüsselvoraussetzung Gedanken, welche Maßnahmen ergriffen werden können.

08.01.15 - Neues SecInfo-Portal zeigt aktuelle Sicherheitslage auf einen Blick: Schneller Überblick über neu entdeckte Netzwerk-Schwachstellen
Greenbone Networks stellt ab sofort Daten über aktuelle Gefahren für IT-Netzwerke bereit: Das Greenbone SecInfo-Portal zeigt die neu entdeckten Schwachstellen der Netzwerksicherheit auf, inklusive einer Risikoeinschätzung. Mit dem CVSS (Common Vulnerability Scoring System) Online-Rechner können Anwender ihre Sicherheitslücken individuell bewerten und so die externe Bedrohungslage auf das eigene Netzwerk abbilden. Der Service ist über den öffentlichen Gast-Zugang kostenlos.

08.01.15 - Das war das Datenrettungsjahr 2014: Kroll Ontrack zeigt die Trends
Datensicherheit, Business Continuity und mobile Endgeräte sind nur einige der Datenrettungstrends, die Kroll Ontrack, Expertin für Datenrettung und E-Discovery, 2014 beobachtet hat. Die entscheidendste Entwicklung im vergangenen Jahr war jedoch, dass Datenrettungs-Unternehmen verstärkt ihre Kunden dahingehend beraten, wie diese ihre Daten vor Datendiebstahl schützen können.

08.01.15 - Hintermänner komplexer Cyberattacken werden noch zielgerichteter und besser getarnt angreifen
Im Rahmen des "Kaspersky Security Bulletin 2014/2015" prognostiziert Kaspersky Lab Trends hinsichtlich komplexer und zielgerichteter APT-Attacken (Advanced Persistent Threats) gegen Unternehmen und Organisationen für das Jahr 2015. Kaspersky Lab geht davon aus, dass es zu mehr APT-Angriffen kommen wird, sowohl generell als auch speziell gegen Banken und Cloud-Dienste. Zudem werden APT-Akteure auf verbesserte Verschleierungsmethoden, die Ausnutzung von für mobile Geräte setzen.

08.01.15 - Deutlich komplexere Cyber-Angriffe auch auf Mobilsysteme, Linux-Rechner, das Internet der Dinge und Geldautomaten
Das kommende Jahr wird eine erhebliche Verschärfung der Bedrohungslage im IT-Sicherheitsbereich mit sich bringen. Das prognostiziert McAfee, ein Geschäftsbereich von Intel Security. Im "November 2014 Threats Report" gibt McAfee Labs einen Ausblick auf die größten Sicherheitsrisiken, mit denen sich Unternehmen und private Nutzer im Jahr 2015 konfrontiert sehen werden. Die Palette reicht von Cyber-Spionage von Unternehmen gegen Mitbewerber bis hin zu Schadsoftware, mit der Kriminelle Cloud-Storage-Dienste angreifen.

08.01.15 - "DeathRing": Lookout entdeckt weitere vorinstallierte Malware auf Smartphones
Lookout hat einen chinesischen Trojaner mit dem Namen "DeathRing" identifiziert, der auf verschiedenen Smartphones vorinstalliert ist. Die Anzahl der erkannten Fälle ist im Moment nicht sehr hoch. Doch aufgrund der Tatsache, dass die Malware vorinstalliert ist und auf der ganzen Welt entdeckt wurde, hält Lookout sie für eine besorgniserregende Bedrohung. Lookout sieht hier einen Trend der Cyberkriminellen, die die mobilen Geräte schon in der Supply Chain mit mobiler Malware infizieren.


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Meldungen vom Vortag

07.01.15 - Studie: Umfassende Zugriffsrechte von Mitarbeitern bringen sensible Daten in Gefahr

07.01.15 - Cyber- und Cloud-Sicherheit in deutschen Unternehmen

07.01.15 - Studie: 97 Prozent der Menschen in Schwellenländern glauben, dass die Vernetzung grundlegenden Einfluss auf ihren Alltag hat

07.01.15 - Recherche zeigt: Social-Media-Konten der Fortune 100 werden an jedem Werktag gehackt

07.01.15 - Das neue HP-Cyberabwehrzentrum bietet das gesamte Dienstleistungs-Portfolio von "HP Managed Security Services"

07.01.15 - Tipps gegen Anfängerfehler bei der Datensicherung

07.01.15 - IT-Security-Trendbarometer: Datenschutz und Datensicherheit spielen auch zukünftig eine zentrale Rolle

07.01.15 - Threats Report: 2014 war das "Jahr des erschütterten Vertrauens"

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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