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30.11.18 - IT Security-Telegramm


Eine Ransomware-Welle führt derzeit vielfach zu erfolgreichen Infektionen von Arbeitsplatzrechnern und Netzwerken, bei denen Dateiordner und Dateien in großem Umfang verschlüsselt werden und Lösegeld erpresst wird
Am 25. November war es sechs Monate her, dass die Datenschutzgrundverordnung mit Ende der Übergangsfrist endgültig in Kraft getreten ist



30.11.18 - Mit der DSGVO sind Datenschutz und Datensicherheit sehr viel stärker zum Gegenstand des öffentlichen Interesses geworden als jemals zuvor
Vor nicht allzu langer Zeit sind Unternehmen im Bereich ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften an einen Wendepunkt gekommen. Emissionen und Abfall reduzieren, das haben Unternehmen getan, weil sie es tun mussten. Beispielsweise um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen und potenziell heftigen Strafen aus dem Weg zu gehen. Diese Sichtweise hat sich inzwischen verändert. Nicht zuletzt weil einige der führenden Unternehmen den Sprung gewagt, ihre Produktion verschlankt und sich "grünen" Prinzipien verschrieben haben. Nachhaltigkeit ist inzwischen auch in den Leitlinien des Bundesverbandes der deutschen Industrie e.V. als Basis unternehmerischen Handelns verankert. Es herrscht weitgehend Übereinstimmung darin, dass ökologisches und nachhaltiges Handeln eine Firma profitabler macht und ihr einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

30.11.18 - Ransomware ist und bleibt eine ernstzunehmende Bedrohung
Eine Ransomware-Welle führt derzeit vielfach zu erfolgreichen Infektionen von Arbeitsplatzrechnern und Netzwerken, bei denen Dateiordner und Dateien in großem Umfang verschlüsselt werden und Lösegeld erpresst wird. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in den vergangenen Tagen eine massive Häufung dieser Vorfälle in Behörden, Unternehmen und Institutionen festgestellt. Die Ransomware "GandCrab" versteckt sich dabei meist in gefälschten Bewerbungsanschreiben, denen eine verschlüsselte Archivdatei (etwa .rar) und eine als angebliche .pdf-Datei getarnte .exe-Datei beigefügt ist. Den Empfängern wird dann das zum Öffnen der Archivdatei nötige Passwort im Text der E-Mail oder einer ebenfalls beigefügten .txt-Datei mitgeteilt.

30.11.18 - Wie Unternehmen ein DSGVO-taugliches Datenbewusstsein für die digitale Welt entwickeln
Am 25. November war es sechs Monate her, dass die Datenschutzgrundverordnung mit Ende der Übergangsfrist endgültig in Kraft getreten ist. Bis zu diesem historischen Datum im Mai diesen Jahres herrschte eine große Verunsicherung bei Organisationen aller Art darüber, inwieweit die neuen Vorschriften ihre Prozesse betreffen und was getan werden muss, um diese einzuhalten. Und nun? Nach einem halben Jahr scheint sich an diesem Zustand nicht grundlegend etwas geändert zu haben. Wie aus einer aktuellen Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom unter 500 Unternehmen in Deutschland hervorgeht, haben sich die Unternehmen auf dem Weg zur DSGVO-Compliance weitestgehend überschätzt: So hat nur etwa ein Viertel (24 Prozent) alle Vorgaben bisher vollständig umgesetzt, weitere 40 Prozent nach eigenen Angaben größtenteils und fünf Prozent stehen immer noch am Anfang.

30.11.18 - Globale Umfrage: Nach einer Datenschutzverletzung kehren die meisten Verbraucher ihrer Marke den Rücken
Ping Identity gab die Ergebnisse der Ping Identity-Verbraucherumfrage 2018 "Wie ticken Verbraucher im Zeitalter der Datenschutzverletzungen?" bekannt. Die Umfrage bietet Einblicke in die Denkweise und das Verhalten der Verbraucher und zeigt, wie sie sich im Fall einer Datenschutzverletzung gegenüber betroffenen Marken verhalten. Um herauszufinden, was Verbraucher mit Blick auf den Schutz ihrer persönlichen Daten von Marken erwarten, befragte Ping über 3.000 Personen in den USA, sowie in Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Die Studie belegt, dass viele Verbraucher nach einer Datenschutzverletzung drastische Veränderungen bei der Interaktion mit dem betroffenen Unternehmen und der Sicherung ihrer persönlichen Daten vornehmen.


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Meldungen vom Vortag

29.11.18 - Neue Studie von F5 Labs zeigt Zunahme von Phishing und App-Schwachstellen

29.11.18 - Weltweite Umfrage: Deutsche Unternehmen sind nicht widerstandsfähig gegen Geschäftsunterbrechungen wie etwa Cyber-Bedrohungen

29.11.18 - Taavi Kotka fordert von Regierungen neues Selbstverständnis als digitale Dienstleister

29.11.18 - Neues DDoS-Botnetz im Anmarsch Chalubo attakiert schlecht geschützte SSH-Server

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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