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Rubrik: Markt/Hintergrund Symantec: Softwarepiraterie nimmt drastisch zu Wie die einen Beute machen und die anderen zahlen (25.03.03) - Im November letzten Jahres wurde Lisa Chen in einem spektakulären Prozess in den USA zu neun Jahren Haft und einer Schadensersatzzahlung von 11 Millionen Dollar verurteilt. Was hatte sich die Frau zu Schulden kommen lassen? Das Gericht befand sie für schuldig, etwa 600.000 Raubkopien von "Norton AntiVirus", "Norton SystemWorks", "Norton Personal Firewall" und "pcAnywhere" in Umlauf gebracht zu haben. Mit Lisa Chen wurde nur einer von Zigtausend professionellen Raubkopierern zur Rechenschaft gezogen.
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Softwarepiraterie nimmt drastisch zu Lisa Chen büßt ihre Strafe für ein Delikt ab, das nicht nur bei privaten PC-Anwendern verbreitet ist, sondern auch bei Unternehmen als Praxis um sich greift. Da gibt es die Firmen, die sich des Problems noch nicht ausreichend bewusst sind, und unwissentlich raubkopierte Produkte im Einsatz haben. Und dann gibt es noch die Unternehmen, die gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten im Einsatz von Raubkopien eine willkommene Sparmaßnahme sehen. In einer Untersuchung zur Raubkopierate hat die Business Software Alliance im zweiten Jahr in Folge einen weltweiten Anstieg festgestellt. 40 Prozent aller eingesetzten Software ist demnach illegal erworben oder raubkopiert. Der geschätzte Schaden im Jahr 2001 betrug weltweit umgerechnet 12,26 Milliarden Euro. Auch die Raubkopierate in Deutschland hat laut BSA dramatisch zugenommen. Deutschland hat die zweifelhafte Ehre, mit einem verursachten Schaden von rund 762 Millionen Euro den ersten Platz in Europa einzunehmen (2000: 649 Millionen Euro). Die Zahlen machen deutlich, dass sich Softwarepiraterie längst zu einer florierenden kriminellen Branche entwickelt hat. Der Handel mit raubkopierter Software findet häufig via E-Mail-Spamming statt. Mit Spamming (aus engl. spill – überlaufen und cram – voll stopfen) ist das unaufgeforderte Zusenden von E-Mails gemeint. Lästig ist die E-Mail-Flut meistens, nicht immer steckt eine kriminelle Absicht dahinter. Wie erkennt man jedoch, ob es sich um ein harmloses Werbebriefchen oder um ein Angebot von raubkopierter Software handelt? Unter www.symantec.de/region/de/spamwatch.html finden sich Warnhinweise für den richtigen Umgang mit Spam-Mail und Tipps, wie man auf verdächtige Softwareangebote reagieren sollte. Wer zahlt den Schaden? Viele private PC-Benutzer, aber auch manche Verantwortliche in Unternehmen, wollen nicht wahr haben, dass Softwarepiraterie kein Kavaliersdelikt ist. "Die meisten unserer Geschäftskunden gehen sehr verantwortungsbewusst mit ihren Nutzungsrechten an unserer Software um", erläutert Michäl Hoos, Technischer Leiter bei Symantec. "Letztlich ist der ehrlich zahlende Kunde das Opfer einer Straftat, die andere immer noch verharmlosen." Die Schäden gehen weit über die finanziellen Einbußen hinaus, die der betroffene Softwarehersteller verkraften muss: Raubkopien von Software treiben die Preise nach oben. Je mehr Umsatzeinbußen ein Unternehmen durch gestohlene Software erleidet, umso weniger kann in die Entwicklung neuer Produkte und Innovationen investiert werden. Aber damit nicht genug: Jeder Umsatzausfall für einen Softwarehersteller bedeutet weniger Umsatz für Zuliefererfirmen, für Hersteller von Verpackung, Datenträgern und Handbüchern, für den Fachhandel und Serviceanbieter. Jeder Arbeitsplatz bei einem Softwarehersteller, so rechnet die BSA vor, bedeutet weitere 6,7 Arbeitsplätze in verbundenen Branchen. "Der Schaden, den Softwareräuber Softwareunternehmen zufügen, kostet Arbeitsplätze, ist innovationsfeindlich, hemmt das Wirtschaftswachstum in Deutschland und schadet letztlich uns allen", resümiert Hoos. Softwarepiraterie ist kein
Kavaliersdelikt – Verstoß gegen § 69 a-g des Urheberrechtsgesetzes · Als Softwarepiraterie wird der illegale Vertrieb oder die Vervielfältigung von Software für den persönlichen oder geschäftlichen Gebrauch bezeichnet. · Wer Computersoftware kopiert, weitergibt, tauscht oder damit Handel treibt, macht sich ebenso strafbar, wie derjenige, der raubkopierte Software bei sich zu Hause oder geschäftlich einsetzt. · Unternehmen, die mehr Softwarekopien einsetzen als Lizenzen erworben wurden, verletzen nicht nur § 69 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG), sondern verstoßen auch gegen lizenzvertragliche Bestimmungen. · Jedes Unternehmen, das so handelt, riskiert neben der Verfolgung durch die Behörden zivilrechtliche Probleme, die in Unterlassungsklagen von Seiten des Softwareherstellers oder Schadensersatzansprüchen resultieren können.
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Unternehmensleiter können zur Verantwortung gezogen
werden, wenn Software nicht für alle Arbeitsplätze lizenziert ist. Dabei ist
es unerheblich, ob im Unternehmen fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt
wurde. (ma) Symantec Tel. (02102) 7453-874, Fax (02102) 7453-922 Web: www.symantec.com |