Rubrik: Markt/Hintergrund

Was ist Spyware und wie funktioniert sie?

Kommerzialisierung fördert Spyware-Verbreitung

(03.05.05) - Oftmals werden Begriffe wie IT Bedrohungen oder schädliche Codes mit dem Ober-begriff Viren bezeichnet. Neben den klassischen Viren oder Trojanern gibt es jedoch auch noch andere Anwendungen, die die Systeme bedrohen: Spyware, Adware oder Keylogger ebenso wie Spam oder Dialer. Diese Programme gibt es bereits seit einigen Jahren, doch für eine ganze Weile war ihre Bedrohung im Vergleich zu Viren unbedeutend. Mittlerweile sind sie jedoch zu einem großen Thema geworden.

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Alle Programme, Dokumente oder Nachrichten, die fähig sind, dem IT-System eines User Schaden zuzufügen, werden heute als Malware (MALicious SoftWARE) bezeichnet. Damit sind sowohl Viren als auch Trojaner oder andere schädliche Programme gemeint. Cookies, die normalerweise harmlos sind, können ebenfalls in diese Kategorie fallen, da sie manchmal zum Stehlen von vertraulichen Daten genutzt werden.

Der Grund für die Zunahme von Spyware liegt im möglichen finanziellen Benefit. Spyware sammelt Informationen über den User, die anschließend an Marketingunternehmen verkauft werden können. Ähnlich verhält es sich auch bei Adware. Hierbei zahlen Unternehmen dafür, dass ihre Werbung vom User gesehen wird, egal ob dieser sich dafür näher interessiert hat oder nicht.

Keylogger werden häufig genutzt, um Zugangsdaten zu Bankkonten oder Kreditkarteninformationen, Passwörter oder PINs zu protokollieren. Dialer werden letztlich dazu genutzt, teure Internetver-bindungen aufzubauen, ohne das der User dies bemerkt.

All diese Malwarearten verbreiten sich über zahlreiche Verteilmechanismen und installieren sich unbemerkt vom User auf den Systemen. Aus diesem Grund ist es auch nicht untypisch, dass beim Scan eines ungeschützten Systems mit einer Antimalware Lösung Duzende von schädlichen Programmen erkannt werden.

"Gator" und "BargainBuddy"

Spyware ist eine Anwendung, die alle Bewegungen des Users aufzeichnet, speziell seine Internet-Gewohnheiten. Sie kann Informationen über die Art der Seiten sammeln, die besucht wurden, die Zeit nehmen, die dort verbracht wurde, oder zählen, wie oft diese Seite aufgerufen wurde. All diese Informationen könne in Sachen Werbung von großen Nutzem sein. Mit Hilfe der gesammelten Informationen können Anwenderprofile erstellt werden und dann gezielt E-Mails mit werblichen Inhalten versendet werden.

"Gator" und "BargainBuddy" sind zwei der bekanntesten Anwendungen und noch heute sehr aktiv und weit verbreitet.

Gator gibt sich als kostenfreie nützliche Software aus und ist oftmals ein System, um Passwörter zu speichern und zu verwalten. Bei der Installation erscheint ein Fenster, das nach der Autori-sierung des Users zur Installation fragt. Akzeptiert der User die Bedingungen wird die Spyware-Anwendung installiert. Werbung wird eingeblendet und die Internet-Verbindungen ausspioniert.

Meist werden Spyware-Programme jedoch heimlich installiert. Manchmal automatisch herunter geladen von verschiedenen Web-Seiten durch das Akzeptieren einer ActiveX Control-Anwendung oder einfach mit anderen Programmen gemeinsam.

Die Zukunft

Spyware wird mit der Zeit, wie alle anderen Malwareprogramme auch, immer anspruchsvoller. Sie ist zunehmend schwerer zu erkennen und führt immer häufiger komplexe Aktionen aus. Die Autoren sind fest entschlossen, ihre Kreationen so weit wie möglich zu verbreiten, um den Nutzen so schnell wie möglich genießen zu können. Spyware lässt sich alleine nicht via E-Mail verbreiten, deshalb gibt es einen Anstieg von Viren, die sich schneller und einfacher verbreiten lassen und Spyware downloaden können. Dies hat den weiteren Vorteil für die Autoren, dass ein Virus gleich verschiedenste Spyware-Programme auf einen einzigen Rechner herunterladen kann.

Schutz vor Spyware

Eine Firewall schließt die Ports, durch die Informationen nach außen gelangen können, und eine starke Antivirenlösung erkennt und blockt Spyware-Anwendungen bereits beim Eintritt in das System. (Panda Software: ma)

 

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