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Qualität der Stromversorgung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert Stromausfälle auch in Deutschland denkbar (26.07.05) - Spektakuläre Stromausfälle haben in den letzten Monaten weltweit für Schlagzeilen gesorgt. So legte erst kürzlich ein Kurzschluss mitten in der Hauptverkehrszeit die stark frequentierte Schweizerische Eisenbahn für Stunden lahm. Mehr als 100.000 Menschen saßen in Zügen und auf Bahnhöfen fest. "Auch in Deutschland sind Stromschwankungen in den Netzen bis hin zum Totalausfall möglich", warnt angesichts dieser Vorfälle Jacques Muller, Geschäftsführer der MGE USV Systeme.
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"Die Qualität der Stromversorgung hat sich in den vergangenen Jahren leider auch bei uns deutlich verschlechtert. Und eine Änderung ist vorläufig nicht in Sicht", berichtet Jacques Muller. "Stromausfälle passieren nicht mehr nur weit weg, beispielsweise in den USA, wo in der heißen Jahreszeit Tausende von Klimaanlagen die Stromversorgung vollständig ausreizen oder in russischen Großstädten wie Moskau, wo die Stromnetze mit dem wachsenden Bedarf der Bevöl-kerung nicht mehr Schritt halten können. Die Gefahr lauert direkt vor unserer Haustür." Auch Deutschland muss sich seiner Ansicht nach auf einen Strom-GAU vorbereiten, denn durch veränderte Unternehmensstrukturen bei den Stromversorgern und den grenzüberschreitenden Stromeinkauf hat sich die Qualität der Stromversorgung nicht zwangsläufig verbessert. Ein besonderes Risiko ergibt sich durch die wachsende Zahl von Sommergewittern sowie aufgrund der anhaltenden Hitzewelle im Süden Europas. Millionen von Klimaanlagen belasten die Stromnetze in den Ländern rund um das Mittelmeer bis an deren Kapazitätsgrenzen. "Durch die extreme Wasserknappheit fehlt es auch zunehmend an Kühlwasser für die französischen Atomkraftwerke", so Jacques Muller. "Das kann zur Abschaltung einzelner Werke führen, wovon auch die Gebiete in Deutschland betroffen wären, die grenzüberschreitend mit französischem Strom versorgt werden." Strom wird damit zur Mangelware, was zu einer ernsthaften Bedrohung für die Wirtschaft, aber auch für Privatanwender werden kann. Zwar lässt sich nach Einschätzung von Jacques Muller ein Teilbedarf durch Energiezukäufe aus Osteuropa decken, allerdings seien viele dieser Quellen unsicher, was dann in deutschen Netzen wiederum zu Lasten der Qualität geht. Darüber hinaus steige der Strombedarf in Osteuropa überproportional stark an, so dass kaum Reserven für den Verkauf nach Westeuropa bleiben. Von Stromausfällen und Folgeschäden durch Sommergewitter mit Blitzschlag sind auch Rechen-zentren und Server sowie Büro-PCs und deren Peripheriegeräte betroffen. Bedroht sind meist nicht die Großkonzerne, die in der Regel durch eine eigene Stromversorgung oder leistungsstarke Notstromversorgungen Ausfälle abfedern können. Riskant sind Stromstörungen meist für mittel-ständische Betriebe und deren Produktionsstraßen oder den Handwerksbetrieb um die Ecke, der seine Kunden-, Bestell- und Auftragsdaten über den Einzel-PC oder ein kleines Netzwerk abwickelt. Gerade letztere schmerzt jeder Auftrag, der aufgrund nicht verfügbarer Ressourcen nicht ange-nommen werden kann. Gefährdet ist aber auch die wachsende Zahl von VoIP-Nutzern (Voice over IP), die ihren Telefon-verkehr nur noch über das Firmennetz und das Internet leiten. Ohne Strom im Firmennetz können die modernen Internet-Telefone nicht genutzt werden. Und jedes nicht geführte Geschäftstelefonat ist unter Umständen gleichbedeutend mit einem verlorenen Auftrag oder einem nicht zustande gekommenen Geschäftsabschluss. Die Folgen eines Stromausfalls sind für Unternehmen jeder Größe gleich und gehen hin bis zu Produktivitätsausfällen, die sich negativ auf Geschäftsprozesse auswirken können. Es geht richtig ins Geld, wenn ein Unternehmen Daten durch einen Stromausfall verliert und diese rekonstruieren und neu beschaffen muss oder die Daten sogar vollständig verloren gehen", bringt Muller die Problematik auf den Punkt. "Unter dem Strich bedeutet dies: Stromausfälle kosten jedes Unter-nehmen, unabhängig von seiner Größe, viel Geld. Hilfe bieten unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) die einen Stromausfall über einen bestimmten Zeitraum hinweg überbrücken und damit einen Notbetrieb aufrecht erhalten können. Kleinere USV versorgen eine Installation zumindest so lange mit Spannung, bis alle Anwendungen sachgemäß geschlossen und die betroffenen PCs und Server ordentlich heruntergefahren werden. Auf diese Weise lassen sich Daten auch bei einem plötzlichen Stromausfall professionell sichern und sachgerecht speichern. Stromprobleme hausgemacht "Es ist aber nicht nur die allgemein sinkende Qualität der Versorgernetze für Stromausfälle verant-wortlich. Manche Probleme sind auch hausgemacht, denn in vielen Unternehmen sind veraltete Elektroinstallationen im Einsatz", weiß Jacques Muller aus Erfahrung. "Speziell in älteren Gebäuden ist die Stromverkabelung nicht an die Anforderungen einer modernen Geschäftsumge-bung mit ihren permanent wachsenden Anforderungen angepasst worden. Einige Installationen sind darüber hinaus nicht nur unterdimensioniert, sondern auch noch schlecht gewartet." In Leitungen, die nicht auf die Anforderungen einer modernen IT-Umgebung ausgerichtet sind, kann es zu extremen Spannungsschwankungen und Störungen können, die den Betrieb nachhaltig beeinträchtigen. Abhilfe schaffen in solchen Fällen sogenannte Netzfilter, die in jeder Umgebung eine gleichbleibende Stromversorgung sicherstellen und damit für stabile Geschäftsabläufe im Unternehmensnetz sorgen. Netzfilter sind auf dem Markt in unterschiedlichen Ausführungen verfügbar. Die Investitionskosten liegen erheblich unter denen einer neuen Stromverkablung und amortisieren sich schnell. "Angesichts der sich häufenden Meldungen über Stromausfälle in unseren Nachbarländern ist es dringend angeraten, dass auch deutsche Unternehmen den Stromschutz für ihre IT-Installationen überprüfen", sagt Jacques Muller. "Wer jetzt noch keine USV im Einsatz hat, sollte rasch handeln. Der finanzielle Aufwand ist gering, denn die heute am Markt verfügbaren Geräte sind erheblich günstiger, als die Folgekosten, die durch Stromausfälle oder extreme Spannungsschwankungen in den Versorgernetzen entstehen können." (MGE: ma) |
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