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Zentrale deutsche Meldestelle für unseriöse Webseiten gestartet Erstmals können Internet-Nutzer andere Verbraucher vor Betrugsseiten warnen (30.04.07) - Wer einmal auf ein unseriöses Angebot im World Wide Web hereingefallen ist, verspürt oftmals den Wunsch, andere Surfer vor der Gefahr zu warnen. Genau hierzu dient die erste deutsche Meldestelle für betrügerische Webseiten, bei der jede Anzeige sofort als Warnung für andere Verbraucher aktiviert wird. Bislang wurden in Deutschland Beschwerden der Internet-Surfer über unerwünschte Seiten ausschließlich von den staatlichen Sicherheitsorganen für ihre eigene Ermittlungstätigkeit verwendet. Bei der neuen Meldestelle werden Beschwerden der Nutzer hingegen unmittelbar mit der betreffenden Webseite verknüpft, so dass andere Verbraucher sofort eine Warnung auf dem Bildschirm erhalten, sobald sie diese Seite aufrufen. Voraussetzung ist die Installation der Internet-Frühwarnsoftware "Officer Blue" auf dem eigenen PC.
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Wer schlechte Erfahrungen mit einem Webangebot erlebt hat, gibt unter Officer Blue einfach eine negative Bewertung für die entsprechende Webadresse ab. Ab diesem Zeitpunkt erhält jeder weitere Verbraucher, der die Seite aufruft, einen Warnhinweis. Mehr als 2,5 Million Webseiten sind in der Anti-Onlinebetrugs-Datenbank von Officer Blue schon erfasst. Jeden Tag kommen mehrere Tausend neue Einträge hinzu. Die Datenbank und die Software zur Erfassung unseriöser Webseiten und zur Warnung davor werden von einer privatwirtschaftlichen Initiative unter Federführung der Beratungs-gesellschaft Berger-Münch Project Management AG betrieben. Als Verband steht die Software-Initiative Deutschland dahinter. "Alle Internet-Nutzer sind aufgefordert, negative Webseiten zu melden", bittet Michael Schindler, Vorstand der Betreibergesellschaft Berger-Münch und Vorsitzender des Ausschusses für Internetsicherheit bei der Software-Initiative Deutschland. Nach seinen Angaben ist die Datenbank groß genug ausgelegt, um binnen kürzester Zeit eine Verdoppelung auf 5 Millionen Einträge aufzunehmen. "Es liegt jetzt bei der Internetgemeinschaft, wie schnell und in welchem Maße sie gemeinsam die Sicherheit im Web erhöhen will", sagt Michael Schindler. (Officer Blue: ma) |
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