Rubrik: Markt/Hintergrund

Ratschläge, wie man Smartphones vor Attacken schützen kann

Vorsichtsmaßnahmen wie bei der Internetnutzung auf dem regulären PC

(24.09.07) - Handys mit eingebauten Office- und Internetfunktionen, sogenannte Smartphones, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das führt naturgemäß auch immer mehr Hacker und Virenschreiber auf den Plan ­ zumal, ähnlich wie PCs, auch diese Geräte zahlreiche Sicherheits-lücken aufweisen. Die Gefahren sind vielfältig: So können Angreifer beispielsweise persönliche Daten wie Kontakt- und Anruflisten auslesen, auf dem Handy gespeicherte Dokumente stehlen oder das Gerät so umprogrammieren, dass es als eine Art Wanze das gesamte Nutzungsverhalten des Besitzers überwacht, einschließlich seiner Telefonate und der versandten und empfangenen Textnachrichten. Zum Glück ist dem niemand wehrlos ausgeliefert - wenn er eine Reihe einfacher Ratschläge beherzigt. Das Folgende gilt für Benutzer von Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Mobile, lässt sich aber zu großen Teilen auch auf Geräte mit anderer Software über-tragen.

·         Seien Sie nicht leichtsinnig

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Lassen Sie beim mobilen Internetsurfen dieselben Vorsichtsmaßnahmen walten wie bei der Internetnutzung auf dem regulären PC. Laden Sie nicht einfach wahllos Software aus dem Netz herunter. Es empfiehlt sich, dass Sie nur Programme installieren, die eine digitale Signatur tragen. Eine solche Signatur bestätigt, dass es sich um Software von seriösen kommerziellen Herstellern handelt, die ein entsprechendes Zertifizierungsverfahren durchlaufen haben.

·         Tricksen Sie keine Sicherheitsmechanismen aus

Die Programmierschnittstelle (API) des Betriebssystems Windows Mobile lässt ab Werk nur zertifizierte und mit einer digitalen Signatur versehene Software passieren. Dieses System funktioniert so lange gut, bis Anwender ein nicht signiertes Programm installieren möchten. Die Voreinstellung lässt sich nämlich umgehen - beispielsweise mit dem Hilfsprogramm "SDA_ApplicationUnlock", das die Zertifikatsprüfung auf mobilen Geräten deaktiviert. Doch dadurch entsteht ein Sicherheitsrisiko, weil sich dann auch jede andere Software unkontrolliert auf dem Mobilgerät einnisten kann. Daher: Finger weg von solchen "Workarounds“, wenn Sie Ihr Smartphone frei von Schadprogrammen halten wollen.

·         Nutzen Sie einen Prozess-Manager

Prozess-Management-Software ermöglicht, nach verdächtigen Prozessen auf dem Mobiltelefon zu suchen und diese zu beenden. Wegen Hardwarebeschränkungen kann unter Windows Mobile nur eine begrenzte Zahl von Prozessen laufen. Notieren Sie sich diese Prozesse, wenn Sie sicher sind, dass Ihr Handy nicht infiziert ist. Fällt Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt ein bislang unbekannter Prozess auf, könnte das auf einen Virus hindeuten, und sie können den Vorgang stoppen.

·         Verwenden Sie WLAN und Bluetooth sparsam

Deaktivieren Sie WLAN und Bluetooth, wenn Sie sich im Freien befinden. Diese Techniken zur drahtlosen Datenübertragung im Nahbereich lassen sich leicht zum Versand von Viren oder anderen Schädlingen missbrauchen. Zudem können sogenannte Sniffer auf diesem Weg vertrauliche Daten abfangen. Am besten geschützt vor solchen Angriffen sind Sie zu Hause oder in einer anderen sicheren Umgebung.

·         Achten Sie auf spontane Datenverbindungen

Sollten Sie feststellen, dass Ihr Telefon ohne manuelles Zutun eine Datenverbindung (per GPRS, UMTS o. ä.) zu einem Mobilfunkbetreiber aufgebaut hat, kann das ein Zeichen dafür sein, dass es mit einem Virus infiziert ist, der bewirkt, dass Daten an eine fremde Stelle übertragen werden. Trennen Sie in diesem Fall sofort die Verbindung und entfernen Sie das Schadprogramm.

·         Machen Sie regelmäßig Sicherheitskopien

Egal, ob Sie Ihr Smartphone geschäftlich oder privat nutzen: Eines der wichtigsten Instrumente auf einem solchen Gerät ist Ihre Kontaktliste. Es empfiehlt sich daher, die auf dem Mobilgerät gespeicherten Daten regelmäßig zu sichern. Sollte das Gerät von Viren befallen werden, können Sie es ohne nennenswerten Datenverlust auf die Werkseinstellungen zurücksetzen und auf diese Weise von den Schädlingen befreien.

·         Speichern Sie sensible Daten außerhalb des Handys

Sichern sie vertrauliche Dateien nicht im eingebauten Speicher Ihres Mobilgeräts, sondern auf herausnehmbaren Speicherkarten. Machen Sie sich immer wieder bewusst: Smartphones sind generell nicht besonders sicher.

·         Installieren Sie Anti-Virus-Software

Die meisten großen Sicherheitsanbieter haben inzwischen Mobilgeräteversionen ihrer Anti-Virus-Lösungen im Angebot. Wenn Sie es bis jetzt noch nicht getan haben: Installieren Sie eine solche Software. Es ist an der Zeit, dass Ihr Smartphone denselben Schutz genießt wie Ihr Desktop- oder Laptop-Rechner. In beiden Fällen gilt: Software, die Viren oder andere Schadprogramme erst gar nicht in das System gelangen lässt, ist wirkungsvoller als solche, die ein bereits infiziertes Gerät säubert, denn die nachträgliche Virenbereinigung ist nicht immer einfach. Über den wirksamsten Schutz verfügen Sie, wenn Sie die Mobile-Security-Lösung mit einem Anti-Virus-Programm für den PC (mit aktivierter Echtzeitprüfung) kombinieren. (McAfee: ma)

 

 

 

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