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Zuwachs krimineller Aktivitäten im Zusammenhang mit Domain-Namen Was verbirgt sich hinter Cybersquatting? (08.07.08) - Cyber-Kriminelle suchen sich für ihre Machenschaften zunehmend Webseiten mit bestimmten Domain-Suffixen aus: Das ist ein Ergebnis des McAfee-Reports "Mapping the Mal Web". Damit Unternehmen wissen, welche Gefahren durch Domain-Namen-Besetzer wie Cybersquatters droht, erklärt NetNames jetzt die bekanntesten Begriffe rund um das Thema Cyber-Crime bei Internet-Adressen.
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Der Experte für Domain-Namen-Management und Online-Markenschutz möchte Unternehmen so helfen, mögliche Gefahrenpotenziale zu erkennen und präventive Maßnahmen zu implementieren. "Jahr für Jahr registrieren wir einen Zuwachs krimineller Aktivitäten im Zusammenhang mit Domain-Namen", erklärt Bernd Beiser, Geschäftsführer der NetNames GmbH. "Viele Unternehmen wissen gar nicht, welche Gefahren ihrem internationalen Domain-Portfolio im Internet drohen." Deshalb empfiehlt er zunächst eine Bestandsaufnahme, die sich mit den folgenden Fragen auseinandersetzt: "Welche Domainnamen wurden wann, von wem und wo registriert? Gibt es Ablauffristen? Haben die Verantwortlichen an sämtliche plausible Namensvarianten für das Produkt, das Unternehmen und die Marke gedacht? Gibt es neue Registrierungen? Sind neue Produkte geplant?" Domainnamen-Management sei ein umfassendes, komplexes Thema, das sämtliche Unternehmensbereiche betreffe. Umso wichtiger sei es, eine zentrale Verantwortlichkeit zu schaffen. Zusätzliche Unterstützung könnten entsprechende Service-Angebote leisten und die Arbeitslast reduzieren. Cybersquatting (wird häufig auch als Domaingrabbing
bezeichnet) Viele Domainnamen werden nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, erhält den Zuschlag" vergeben. Dadurch ist Cybersquatting überhaupt möglich. Cybersquatter sind Privatpersonen oder Unter-nehmen, die Domainnamen registrieren und dabei die Rechte des Markenbesitzers verletzen. Das heißt, sie handeln vorsätzlich, missbräuchlich und in böser Absicht. Anreize für dieses Verhalten gibt es viele: Die Übeltäter wollen den Namen zum Beispiel an den Markeninhaber zu einem überhöhten Preis verkaufen. Eine weitere Variante ist, die Bekanntheit einer Offline-Marke (Firmen- oder Produktnamen) zu nutzen, um Traffic für die eigene Website zu generieren. Auf diesen Seiten verbergen sich häufig unseriöse Angebote oder Werbelinks, die das Image des tatsächlichen Markeninhabers schädigen könnten. Oftmals finden sich auch Webshops, in denen Cybersquatter gefälschte Waren vertreiben. Beliebt ist darüber hinaus die Praxis, Pay-per-Click-Einnahmen zu ergaunern oder Schadpro-gramme zu platzieren. Und zu guter Letzt: Cybersquatter schlagen Profit aus aktuellen News. Sie registrieren wenige Minuten nach einer öffentlichen Ankündigung oder nach einem bestimmten Ereignis die entsprechenden Domainnamen. In folgenden Varianten ist Cybersquatting denkbar: Entweder nutzen Cybersquatter den Markennamen als Teil des Domainnamens, zum Beispiel meinxy.de oder ichhassexy.de. Oder sie verwenden ein Domain-Suffix, das der Inhaber nicht registriert hat, wie .info oder .eu. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, den Markennamen mit einem Tippfehler zu registrieren. Dies wird als Typosquatting bezeichnet.
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Typosquatting (URL-Hijacking) Typosquatting ist auch unter dem Begriff URL-Hijacking bekannt. Es ist eine Form von Cybersquatting, bei der die Täter zum Beispiel typische Tippfehler nutzen, die Internet-Anwendern beim Eingeben der Website-Adresse in den Browser unterlaufen. Dann werden die User auf eine alternative Website weitergeleitet, die dem Typosquatter gehört, und das gewohnte Spiel des Cybersquatting nimmt seinen Lauf.
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Domainnamen-Front Running Nutzt ein Domainnamen-Registrar Insider-Informationen, um Domains zu registrieren und diese danach gewinnbringend zu verkaufen oder mit Hilfe der Website Anzeigen-Einnahmen zu erwerben, spricht man von Front Running. Dieses Wissen gewinnt der Betreiber zum Beispiel mit Hilfe von WHOIS-Abfragen auf der Website. Dabei geben Interessierte Domainnamen ein, um zu überprüfen, ob diese bereits existieren. Registrieren sie diese dann nicht sofort, sichern sich manche Registrare den Begriff, um zu verhindern, dass die Mitbewerber die Domain an potenzielle Kunden verkaufen können.
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Abgrenzung zu Domaintasting Innerhalb eines bestimmten Zeitraums lassen sich in einigen Ländern Domains ohne Gebühr besetzen und auch wieder abstoßen. Auf diese Weise kann die Attraktivität einer Domain geprüft werden. (NetNames: ra) |
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