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Groß angelegte ICT-Projekte müssen genau überdacht werden Zehn Tipps für den Erfolg großer Projekte (08.07.08) - Erst planen, dann loslegen: Nur so werden komplexe und große ICT-Projekte zum Erfolg. Dafür hat jetzt Orange Business Services zehn goldene Regeln veröffentlicht, um Unter-nehmen bei diesem Unterfangen von Anfang an effektiv zu unterstützen.
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Dr. Helmut Reisinger, Senior Vice President Europa bei Orange Business Services, kennt die Probleme komplexer ICT-Projekte: "Wir haben vor kurzem deswegen einen eigenen Geschäfts-bereich "Large Projects Management" ins Leben gerufen. Mit diesem Service helfen wir multinationalen Unternehmen bei der Bewältigung alle kritischen Anforderungen bei großen IP-Transformations- und Konvergenzprojekten, der Kostenkontrolle oder der Konsolidierung der Infrastruktur." Zehn goldene Regeln für den Erfolg großer Projekte: 1. Realistische Ziele setzen: Was wird von dem Projekt erwartet? Ziele unbedingt realistisch planen. Dabei sollten nicht nur Einsparungen, sondern auch qualitative Vorteile überdacht und anvisiert werden. 2. Genügend Ressourcen beim Assessment bereitstellen: Bereits bei der ersten Planung, also dem Assessment, müssen genügend Ressourcen, Zeit und Finanzmittel zur Verfügung stehen. Sonst müssen Ressourcen eventuell zu einem späteren Zeitpunkt angepasst werden – das kostet langfristig viel Geld und ist meist wenig effektiv. 3. Genaue Einschätzung der aktuellen Telekommunikationsausgaben: Unternehmen wissen oftmals nicht genau, wie viel sie für den Bereich Telekommunikation ausgeben. Einschätzungen fallen häufig viel zu gering aus (die Erfahrung hat gezeigt, dass Unternehmen ihre Ausgaben eher unter- als überschätzen) und führen so zu einer falschen Bemessung des Projekts. 4. Realistische Erwartungen setzen: Wer ein Projekt mit zu viel Optimismus angeht, übersieht manchmal Probleme, die künftig auftreten könnten. Know-how statt Optimismus heißt die Lösung – alles in Betracht ziehen, was theoretisch im Laufe des Projekts schief gehen könnte. 5. Projektteam mit entsprechenden Know-how: Das Projektteam, das mit dem Service Provider zusammenarbeitet, muss aus technischen sowie juristischen und betriebswirtschaftlichen Experten bestehen. Erfahrung führt direkt zum Erfolg: Das Projekt wird dadurch effektiver, einfacher und kann schneller umgesetzt werden. 6. Der Mensch als wichtiger Faktor: Besonders beim Asset-Transfer vom Kunden hin zum Provider sind nicht nur technische Aspekte, sondern vor allem menschliche Faktoren von äußerster Wichtigkeit. Das Gelingen des Projekts hängt stark von der Kooperation des Unternehmens und des Providers, also der beiden Teams, ab. 7. Stufenweise Einführung oder Big-Bang: Viele große Projekte scheitern, da die Implementierungsmethode nicht genau überdacht wird – soll die Einführung in mehreren Schritten oder in einem Schritt vorgenommen werden. Aber auch hier gilt: Alle Teammitglieder, die auf dem Projekt arbeiten, unbedingt mit in die Planung einbeziehen. 8. Offen gegenüber neuen Geschäftsprozessen sein: Es ist üblich, dass der Service Provider Unternehmensprozesse und Richtlinien des Kunden berücksichtigt. Das sollte auch umgekehrt gelten: Der Kunde sollte auf Best Practices-Vorschläge des Providers hören. 9. Go oder No-Go: Es gibt immer wieder Unternehmen, die eine Ausschreibung starten, bevor sie das OK für ein großes Projekt einholen. Das kann dazu führen, dass Kernpunkte erst während der Vertragsverhandlung zur Sprache kommen. Falls dann das Projekt storniert wird, wurden viele Ressourcen auf Unternehmens- als auch auf Providerseite umsonst mobilisiert. 10. Langfristige Ziele setzen: Wer sich zu sehr darauf fokussiert, kurzfristig Geld einzusparen, erreicht vielleicht so seine Finanzziele, aber scheitert möglicherweise daran, alle langfristigen Potentiale neuer und innovativer Services umfassend auszuschöpfen. (Orange: ra) |
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