Rubrik: Markt/Hintergrund

Mehr Sicherheit für Kinder im Internet: Europa gibt 55 Millionen Euro

Online-Grooming: Eine Gefahr für Kinder

(17.12.08) - Viele Kinder nutzen sehr früh Internet und Handy. Doch dort lauern zunehmend Gefahren. Die neue Eurobarometer-Umfrage zeigt, dass 60 Prozent der Eltern in Europa darüber besorgt sind, dass ihr Kind Opfer von "Online-Grooming" oder schikaniert werden könnte. Beim Online-Grooming freundet sich eine Person mit der Absicht des sexuellen Missbrauchs mit einem Kind an. Das neue EU-Programm "Mehr Sicherheit im Internet" bekämpft "Grooming" und Belästigungen durch eine komplexere und sicherere Online-Software und Mobil-Technologie. Das Programm startet am 1. Januar 2009. Bis 2013 wird die EU 55 Millionen Euro dafür aufwenden.

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Im Rahmen des neuen Programms werden Projekte finanziert, die das Problembewusstsein der Öffentlichkeit steigern, Netzwerke öffentlicher Anlaufstellen einrichten, Initiativen zur Selbstregu-lierung fördern und eine Wissensbasis über neue Trends zur Nutzung von Online-Technologien schaffen.

Laut einer neuen in allen EU-Mitgliedsstaaten durchgeführten Eurobarometer-Studie verwenden
75 Prozent aller Kinder von 6 bis 17 Jahren bereits das Internet - ein Trend, der weiter ansteigt. Die Hälfte der Eltern, die selbst das Internet nicht verwenden, gab an, dass ihre Kinder Zugang zum Internet hätten.

Mindestens die Hälfte der Eltern gab zudem an, dass sie mit ihren Kindern deren Online-Aktivitäten besprechen würde. Ferner würden sie Vorsichtsmaßnahmen treffen, wie zum Beispiel ihren Kindern nicht zu erlauben, persönliche Informationen online weiter zu geben (92 Prozent) oder mit Leuten zu sprechen, die sie nicht kennen (83 Prozent).

Die neue Eurobarometer-Umfrage "Auf dem Weg zu einer sichereren Nutzung des Internets für Kinder in der EU - aus dem Blickwinkel der Eltern" ist hier abrufbar. (Europäische Kommission: ra)

 

 

 

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