Rubrik: Markt/Hintergrund

Fünf Tipps für den Datenschutz auf Messen

In vielen Unternehmen wird die Datensicherheit unterwegs aber immer noch beiläufig behandelt

(02.03.09) - Nicht nur für Fachbesucher aus aller Welt, sondern auch für Datendiebe ist die CeBIT 2009 einen Besuch wert. Damit der Aufenthalt für Aussteller und Besucher nicht mit dem Verlust sensibler Daten und unabsehbaren finanziellen Schäden endet, hat Utimaco die wichtigsten Tipps zum Schutz vor Datenklau auf Messen zusammengestellt.

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Aussteller und Besucher bereiten sich in den nächsten Tagen auf die CeBIT in Hannover vor und nehmen unternehmenskritische Daten auf Rechnern und Wechselmedien zur Messe mit. Genau diese Notebooks, aber auch mobile Speichermedien wie USB-Sticks, -Festplatten oder DVDs, bieten für Langfinger lukrative Ziele: Zugangsdaten zum Firmen-LAN, detaillierte Listen von Interessenten, Kundendaten, Angebotsunterlagen etc. Vielfach bleiben mangelhaft geschützte Endgeräte von Ausstellern und Fachbesuchern an den Messeständen unbeaufsichtigt und sind eine leichte Beute für Kriminelle.

Der daraus entstehende Schaden für ein Unternehmen, beispielsweise resultierend aus Image-verlusten und der Abwanderung von Kunden, kann sich schnell im Bereich sechs- bis sieben-stelliger Summen bewegen. Utimaco rät daher, rechtzeitig vor Messebeginn die Sicherheitsmaß-nahmen zu überprüfen.

Mit einem geringen Aufwand lassen sich kurzfristig fünf Punkte umsetzen:

1.       Schulung von Mitarbeitern: Noch immer unterschätzen viele die Gefahren, die von ungeschützten Daten auf Laptops und mobilen Speichermedien auf Geschäftsreisen oder auf einer Messe ausgehen. Vor dem Messebesuch sollten Unternehmen daher noch einmal eingehend auf die Risiken hinweisen. Dazu gehören auch eindeutige Verhaltensregeln für die Nutzung mobiler Endgeräte.

2.       Sichere Passwörter einrichten: Einen ersten Schutzwall bieten Passwörter, bestehend aus einem Mix von mindestens acht Ziffern, Buchstaben und Sonderzeichen. Die Passwörter sollten rechtzeitig vor der Messe noch einmal überprüft werden.

3.       Smartcards plus Passwort: Wenn es auf zusätzliche Sicherheit ankommt, helfen Smartcards oder Tokens als zweiter Schutzwall weiter. Sie enthalten Informationen, die erst in Verbindung mit dem Passwort des Benutzers ein Notebook freischalten. Eine weitere Möglichkeit sind Fingerprint-Reader: Benutzer müssen sich beim Booten oder Login dann per Fingerabdruck ausweisen.

4.       Screensaver nur mit Passwort: Bei längeren Fachgesprächen am Messestand schaltet sich schon einmal der Bildschirmschoner ein. Für den Fall sollte unbedingt eine erneute Abfrage des Passworts eingerichtet werden.

5.       Alles Wichtige verschlüsseln: Ohne eine automatische Verschlüsselung aller Daten auf der Festplatte eines Notebooks und auf den externen Speichermedien geht es nicht mehr. Selbst bei Diebstahl des Geräts auf einer Messe oder Geschäftsreise sind die Daten dann vor Missbrauch geschützt.

Bereits diese kurzfristig umzusetzenden Maßnahmen und Verhaltensregeln gewährleisten einen hohen Schutz für Daten auf Notebooks und mobilen Endgeräten. In vielen Unternehmen wird die Datensicherheit unterwegs aber immer noch beiläufig behandelt ­ man verdrängt die Gefahren, denn bislang war noch kein größerer Schaden zu beklagen. Wer so denkt, geht beträchtliche Risiken ein.

"Utimaco empfiehlt allen Unternehmen, das Thema 'Datenschutz unterwegs' grundsätzlich anzugehen", erklärt Markus Bernhammer, Executive Vice President Central and Eastern Europe der Utimaco Safeware AG in Oberursel. "Dazu gehören beispielsweise unternehmensweite Sicherheitsrichtlinien, die nicht nur die interne IT, sondern alle mobilen Endgeräte und Speichermedien mit einbeziehen. Damit die Vorgaben auch wirksam sind, müssen sie durch Verfahren zur Umsetzung und Kontrolle der Sicherheitsregeln ergänzt werden." (Utimaco: ra)

 

 

 

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