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NetNames warnt: Sogar professionelle Internetunternehmen unterschätzen Onlinekriminelle Verlust interessanter Leads über Imageschäden bis hin zu Onlinekriminalität (16.10.09) - Der Microblogging-Dienst Twitter hat jetzt bekannt gegeben, dass er sich internationaler aufstellen möchte. Ausgewählte Nutzer sollen Übersetzungen der Plattform übernehmen. Zunächst sind Versionen in Italienisch, Französisch, Spanisch und Deutsch angepeilt. Doch geht es um den Twitter-Auftritt im Allgemeinen, ist es um die Internationalität bislang nicht gut bestellt. Geben User ihr Länderkürzel in das Adressfeld des Browsers ein, landen Italiener oder Deutsche beispielsweise auf Seiten, die mit Gezwitscher sehr wenig zu tun haben. So ist Twitter.de mit Klickseiten belegt. Twitter.it wurde bereits von einem Blogger in Beschlag genommen. Zumindest Twitter.fr und Twitter.es leiten direkt auf die offizielle twitter.com-Site. "Hier fehlt es an einem durchgängigen Domainnamen-Management", bemerkt Bernd Beiser, Geschäftsführer NetNames Deutschland. "In vielen Unternehmen besteht dringender Nachholbedarf, wenn es um den Schutz der eigenen Marke im Internet geht. Ungenügendes Domainnamen-Management birgt zahlreiche Gefahren für die Marke. Es geht hier um den Verlust interessanter Leads über Imageschäden bis hin zu Onlinekriminalität", warnt der Experte für Domain-Namen-Management und Online-Markenschutz. Umso erstaunlicher sei es, dass dies einem professionellen Internetunternehmen passiere. Denn auch gegen Typosquatting hat Twitter sich bislang nicht wirklich gewappnet. Ein Beispiel: Ein schnell getipptes twiter.com, und der User landet ebenfalls auf einer Klickseite. Lesen Sie zum Thema "Online-Markenschutz" auch: Compliance-Magazin.de (www.compliancemagazin.de) Zumeist öffnet ein nicht durchgängiges Domain-Namen-Mangement Tür und Tor für Online-Kriminelle. Ein Fall aus dem Frühjahr 2009 verdeutlicht dies. Betroffen war der Voice-over-IP-Anbieter Skype. Ein deutsches Unternehmen hatte ähnlich lautende Domainnamen wie scyp.de, scype.de, scipe.de oder skyp.de auf sich registriert und auf diesen Webseiten für vermeintlich kostenfreies Telefonieren geworben. Das Erscheinungsbild dieser Onlineangebote wurde den Seiten von Skype nachempfunden. Und auch das Logo des Geschädigten fand sich an prominenter Stelle. Skype ist dafür bekannt, kostenloses Telefonieren über das Internet anzubieten. Entsprechend schockiert waren die arglosen Nutzer, als sie Rechnungen von bis zu 200 Euro erhielten. Mit der Angabe ihrer persönlichen Daten hatten sie unwissentlich einem Vertrag zugestimmt und sich zu einer Zahlung von 96 Euro pro Jahr verpflichtet. Die Vertragslaufzeit ist auf zwei Jahre festgelegt. Beiser kommentiert: "Leider sind solche zwielichtigen Machenschaften keine Seltenheit. Dabei ist es nicht schwer, Unternehmen und ihre Marken gegen Angriffe aus dem Internet zu schützen. Ein professionelles Domainnamen-Management sorgt beispielsweise dafür, dass alle relevanten Domainnamen für das Unternehmen registriert werden, und es überprüft kontinuierlich, ob entsprechende Verträge verlängert werden müssen." (NetNames: ra) |
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