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Onlinekriminalität: Schattenwirtschaft im Wandel Der Handel mit gestohlenen Kreditkarteninformationen ist für die Täter äußerst lukrativ (
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"Onlinekriminalität ist dezentral und länderübergreifend strukturiert. Dies macht es für die Ermittlungsbehörden immens schwer, gegen die Täter vorzugehen. Selbst die Zerschlagung der "1337 Crew", einer der größten und aktivsten Cyberbanden der letzten Jahre, hatte nur geringe Auswirkungen auf die Schattenwirtschaft. Andere kriminelle Organisationen haben die Lücke innerhalb kurzer Zeit geschlossen", so Ralf Benzmüller, Leiter der G Data SecurityLabs. Der Handel mit gestohlenen Kreditkarteninformationen ist für die Täter äußerst lukrativ. In diesem Bereich beobachtet G Data seit längerem eine Ausweitung der Geschäftsfelder. "So sind bereits für einige tausend Euro komplette Skimmer-Sets mit GSM-Datenübertragung erhältlich, um Kredit- und EC-Daten an Bankautomaten auszuspähen. Kartendrucker zur Herstellung gefälschter Kreditkarten sind bereits ab 250,- Euro zu bekommen. Die Täter brauchen dann lediglich die Daten mit einem Schreibgerät auf den Magnetstreifen zu übertragen und können so in jedem Geschäft einkaufen", sagte Ralf Benzmüller. Aktuelle Preisspanne verschiedener Carding-Produkte aus Untergrund-Shops: · Kreditkartenrohlinge: Abnahme meist mind. zehn Stück: 45 US-Dollar bis 150 US-Dollar (Preis je nach Umfang, z.B. mit Hologramm oder ohne etc.) · Kartendrucker 450 Euro bis 3500 Euro Drucker zum Bedrucken von Kartenrohlingen · Mobile Kartenleser zum Auslesen von Kredit- oder auch Bankkarten: 250 Euro bis 900 Euro Mobile · Skimming Set (Abhängig von Ausführung etc., Funk- · Skimmer oder auch Video-Skimmer ): 1.500 US-Dollar bis 10.000 US-Dollar Bargeldloser Zahlungsverkehr Die Zahlungsabwicklung innerhalb der eCrime-Community erfolgt über unterschiedliche Bezahl-dienste, wie zum Beispiel Western Union, E- Gold, Webmoney oder auch Paysafecard. Gerade letzterer Dienst erfreut sich nach Recherchen der G Data SecurityLabs einer großen Beliebtheit und wird häufig als Bezahlsystem für kriminelle Waren und Dienstleistung missbraucht. Im Regelfall setzen Besitzer einer Paysafecard ein Passwort, um bei der Bezahlung mit der Karte oder der Weitergabe des Guthabens an andere eine zusätzliche Sicherung zum 16-stelligen PIN-Code zu haben. (G Data: ra) |
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