Rubrik: Markt/Hintergrund

IT-Sicherheitsunternehmen arbeiten sehr eng mit den zuständigen Behörden zusammen

Täter erhielt eine 20-jährige Haftstrafe

(26.05.10) - Das Jahr 2010 hat mit beachtlichen Erfolgen bei der Verhaftung und Verfolgung von Cyberkriminellen in verschiedenen Ländern begonnen. F-Secure ist fest davon überzeugt, dass Strafverfolgungsbehörden dauerhaft in der Lage sein werden, Cyberkriminelle zu identifizieren, zu verfolgen und letztlich zu stellen. In seinem ersten von drei Datensicherheitsreports für das Jahr 2010 fasst der finnische Sicherheitsanbieter die vergangenen Monate zusammen.

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Seit 2003 wissen nicht nur Kriminelle aus Malware Profit zu schlagen, mittlerweile schreiben auch vermehrt Hobby-Hacker Schadsoftware, um sich finanziell zu bereichern. Aus der einfachen und teils störenden Online-Plage entwickelte sich innerhalb weniger Jahre eine echte kriminelle Bedrohung mit teils verheerenden Folgen. Die Zahl der Verhaftungen und Verurteilungen der Täter spiegelte sich jedoch im Vergleich nicht wieder - in den seltensten Fällen wurden die Täter festgenommen, die gewünschte Härte der Strafe blieb dabei oft aus. Seit Anfang 2010 hat sich das nun geändert.

Mikko Hyppönen sagt dazu: "IT-Sicherheitsunternehmen arbeiten mittlerweile sehr eng mit den zuständigen Behörden zusammen. Sie stellen das von ihnen sichergestellte Material cyber-krimineller Straftaten zur Verfügung, damit diese umgehend weitere Maßnahmen ergreifen können. Es ist ein gutes Gefühl mit anzusehen, dass sich unsere Arbeit positiv auswirkt. Wir hoffen, dass weitere Verhaftungen und Verurteilungen mit harten Sanktionen ein Exempel statuieren und sich so die Art und Weise, wie Computerkriminalität in Angriff genommen wird, auch dauerhaft ändert."

In einem aufsehenerregenden Fall im März dieses Jahres erhielt ein Täter eine 20-jährige Haftstrafe und die damit härteste Strafe, die jemals von einem Gericht in einem Fall von Cyber-Kriminalität ausgesprochen wurde. Er war Drahtzieher und Anführer einer kriminellen Gruppierung, verschaffte sich illegalen Zugang zu Millionen von Kreditkarten-Datensätzen von TJ Maxx und weiteren US-Einzelhändlern. Über deren drahtlose Netzwerke hackten sich er und weitere Mitglieder seiner Bande in die Authentifizierungs-Systeme der Registerkassen ein. Die Folge: Millionen von Kreditkarten mussten erneut ausgegeben werden, den Unternehmen entstand daraus ein Schaden in Millionenhöhe.

In Rumänien wurden über 70 Mitglieder einer Phishing-Bande dank der engen Zusammenarbeit mit den russischen Behörden verhaftet. Russland galt lange Zeit als sicherer Hafen für Cyber-Kriminelle, so dass diese Entwicklung nun in vielerlei Hinsicht als ermutigend gesehen werden kann.

"Online Kriminalität ist schon lange kein risikoloses Geschäft mehr. Zwar muss immer wieder von Fall zu Fall unterschieden und auch das Ausmaß der Schäden berücksichtigt werden, eine kriminelle Straftat bleibt es aber trotzdem. Es war daher nur noch eine Frage der Zeit, wann es zu Strafverfolgungen und Verhaftungen kommt. Wir sind sehr zuversichtlich, dass Medien weiter über erfolgreiche Verhaftungen und Verurteilungen von Cyberkriminellen berichten werden. Online-Kriminalität zahlt sich eben nicht aus", schließt Hypponen den ersten Teil des F-Secure Labs Datensicherheitsreports ab. (F-Secure: ra)

 

 

 

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