Rubrik: Markt/Hintergrund

Wie Banken sich und ihre Kunden vor Kartenmissbrauch schützen können

Transaktionen in Echtzeit überwachen

(31.05.10) - Den südafrikanischen Behörden steht ein anstrengender Sommer bevor, denn das Land erwartet etwa 200.000 Fußballfans. Um die Touristen vor beispielsweise Raubüberfällen zu schützen, hat Südafrika höchste Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Abgesehen von den Überfällen besteht aber auch die Gefahr vor Missbrauch der eingesetzten Bank- und Kreditkarten. In Südafrika verursachte Kartenmissbrauch im Jahre 2009 die kostspieligste Art von Betrug.

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Laut des südafrikanischen Banking Risk Information Centre stieg der Verlust durch Kartenmiss-brauch in 2009 um 22 Prozent auf 144 Millionen Rand, also etwa 14,5 Millionen Euro. Betrüger entwickeln ständig allerhand ausgefeilte Strategien, um den ahnungslosen Touristen, das Geld abzuknüpfen. Deshalb sollten nicht nur Banken in Südafrika, sondern auch Banken hier in Deutschland gegen diesen Betrug gewappnet sein.

Michelle Weatherhead, Fraud Consultant bei ACI Worldwide, gibt wichtige Tipps, wie Banken sich und ihre Kunden schützen können:

1.       Betrugsbekämpfung ist eine permanente Herausforderung für Banken. Sie müssen einerseits Betrugsprävention adäquat betreiben. Andererseits müssen Banken verhindern, dass auffällige Transaktionen aufgrund eines falschen Verdachts blockiert werden. Es zeugt nicht gerade von gutem Kundenservice, wenn ahnungslose Kunden während des Urlaubs plötzlich ihre Karte nicht mehr nutzen können.

2.       Banken können Betrug auch mit gezielten Aufklärungsmaßnahmen abwenden. Kunden müssen darüber informiert werden, wie sie sich und ihre Kreditkarte mit einfachen Mitteln schützen können. Dazu gehört die Ermutigung der Kunden, ihrer Bank mitzuteilen, wenn sie nach Übersee verreisen. Verantwortliche in Banken sollten diese Informationen in regelbasierte Systeme einspeisen können, um diese bei der Betrugsprävention besonders zu berücksichtigen.

3.       Um Betrug so früh wie möglich zu erkennen ist es wichtig, Transaktionen in Echtzeit zu überwachen. Die Bank sollte, nach dem Prinzip "Know your Customer", ein klares Profil des Kunden haben und Daten über riskante Geldautomaten oder verdächtige Fälle mit in die Überwachung einbeziehen.

4.       Schließlich sollten Banken ihre Kunden auch telefonisch oder per SMS warnen, wenn sie eine auffällige Transaktion bemerken, die außerhalb der für den Kunden festgelegten Parameter liegt. Der Kunde kann dann selbst bestätigen, ob er beispielsweise eine bestimmte Transaktion im Ausland gerade getätigt hat oder nicht. Bei Bedarf kann er dann die Karte blockieren lassen.

5.       Zusätzlich zu diesen Maßnahmen ist es wichtig, einen Plan für Betrugsprävention zu entwickeln. Beispielsweise sollte der Zeitpunkt und der Ort, an denen ein Fußballspiel stattfindet, im Voraus in die Präventionsplanung einbezogen werden. Während dieser Zeit können Banken Transaktionen intensiver überwachen und potenziellen Betrug rechtzeitig aufspüren.

(ACI Worldwide: ma)

 

 

 

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