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FernUniversität entwickelt Testplattform für den elektronischen Personalausweis Ausweisen im virtuellen Rathaus (
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Zahlreiche Interessenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung bundesweit haben sich dafür als Teilnehmer beworben. Unter den 30 ausgewählten Testpartnern sind 26 aus der Wirtschaft. Einer der vier kommunalen ist das E-Government-Konsortium Hagen Rathaus21, bestehend aus dem Lehrstuhl für Informationssysteme und Datenbanken der FernUniversität in Hagen, dem Institut für Kooperative Systeme GmbH (IKS) der Stadt Hagen und dem Hagener Betrieb für Informationstechnologie. Funktionen des e-Personalausweises Die aufgedruckten Daten, z. B. Name, Vorname, Geburtsort und auch das biometrische Lichtbild enthält der nPA auch als elektronische Identitätsdaten in einem integrierten RFID-Chip (Radio-Frequency Identification). In diesem Chip können auf Wunsch des Inhabers außerdem Finger-abdrücke und die qualifizierte elektronische Signatur gespeichert werden. Diese macht es möglich, im Internet rechtswirksame Transaktionen durchzuführen für die in der realen Welt die Schriftform gesetzlich vorgegeben ist. Der Chip ist in einer Entfernung von maximal 25 cm berührungsfrei auslesbar, allerdings nur von dazu berechtigten Behörden, Institutionen und Unternehmen. Durch ein spezielles Verschlüsse-lungsverfahren werden alle übertragenen Informationen geschützt. Nur autorisierte Behörden und Institutionen mit staatlich ausgestelltem Berechtigungszertifikat dürfen auf die personenbezogenen Ausweisdaten zugreifen. Das Berechtigungszertifikat regelt welche Daten eingesehen werden dürfen. Der Ausweisinhaber selbst kann die eID-Funktion (elektronische Identifikation) nur mit einer sechsstelligen PIN nutzen und selbst entscheiden, welche Daten er freigibt. Anwendungstest im Hagener Rathaus21 Am FernUni-Lehrstuhl für Informationssysteme und Datenbanken wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Hagen geprüft, wie der elektronische Personalausweis im virtuellen Hagener Rathaus21 genutzt werden kann. Dazu entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine virtuelle Testumgebung. In dieser prüfen sie, wie praktikabel und sicher die Funktionen des nPA für die Inanspruchnahme von Online-Diensten der Verwaltung durch Bürger und städtische Mitarbeitende sind - vor allem von solchen Diensten, die eine eindeutige Identifizierung verlangen, z. B. der Antrag auf ein polizeiliches Führungszeugnis. Je nachdem, welche Leistung man in Anspruch nehmen möchte oder welche Aufgabe ein Sachbearbeiter erledigen will, gibt es bis jetzt drei Möglichkeiten zur Anmeldung im Rathaus21: Mit Benutzerkennung für Kunden, über den anonymen Zugang für Bürger oder mit der qualifizierten elektronischen Signatur, die bisher als einzige den sicheren Identitätsnachweis gewährleistet hat. Diese elektronische Signaturkarte hat unter den E-Government-Nutzern allerdings keine weite Verbreitung gefunden. Der neue elektronische Personalausweis soll eine eindeutige Identifizierung im Netz für die breite Bevölkerung bieten. "Der Bürger soll zum Beispiel mit dem neuen Ausweis ein persönliches Bürgerkonto im Rathaus21 anlegen und darüber Selbstauskünfte wie Kfz-Halterdaten oder Meldeauskünfte aus städtischen Datenbeständen abfragen und bezahlen können", erklärt Prof. Dr. Gunter Schlageter, Leiter des Lehrstuhls für Informationssysteme und Datenbanken. Die virtuelle Testumgebung dient dazu, die Inanspruchnahme von Bürgerdiensten mit dem e-Personalausweis zu simulieren. "Zum Beispiel testen wir, wie vom elektronischen Ausweis automatisch persönlichen Daten in Formulare übertragen werden können", erklärt Schlageter. Auf der anderen Seite wird der neue Ausweis auch speziellen Nutzergruppen - zum Beispiel Vermessungsingenieuren - Zugang zu bestimmten kommunalen Fachanwendungen wie Geoinformationssystemen geben. Dazu muss sich der Ausweisinhaber mittels der auf dem Chip gespeicherten elektronischen Daten identifizieren. Durch die Nutzung der Daten auf dem elektronischen Chip sollen außerdem interne Verwaltungs-prozesse vereinfacht werden. Ein einfaches Beispiel: Meldet sich eine Person im Bürgeramt an, soll z. B. der bisherige Wohnsitz direkt von dem Chip auf das Online-Formular übertragen werden. Eine Prüfung, ob die Angabe des Bürgers richtig ist, entfällt damit. Hintergrund Seit drei Jahren nutzt die Stadt Hagen das virtuelle Rathaus21 für ihre Internet- und Intranet-anwendungen. Die serviceorientierte Architektur, sozusagen den technischen Rahmen, dafür hat Prof. Dr. Gunter Schlageter mit seinem Team und dem Softwareunternehmens SAP entwickelt. Bürger, Unternehmer und Dienstleister, z. B. Notare, können über eine einheitliche Benutzerober-fläche bereits mehr als 50 Dienstleistungen online beantragen bzw. abfragen und gebührenpflichtige Leistungen bezahlen. Gleichzeitig ist das Portal Arbeitsumgebung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kommunen. (FernUniversität Hagen: ma) |