Rubrik: Markt/Hintergrund

Die Schadenssumme der Opfer von Online-Identitätsbetrug steigt an

Auf Sicherheitsmerkmale achten, um sich vor Phishing-Angriffen zu schützen

(10.09.10) - BKA und Bitkom warnten jüngst vor neuen Formen der Online-Kriminalität, die mit einer Professionalisierung der angewandten Betrugsmethoden einhergehen. Eine FORSA-Umfrage im Auftrag des Bitkom zeigt, dass Viren und andere Schadprogramme die häufigsten Formen der Online-Kriminalität darstellen. Bis zu 5.000 Phishing-Fälle - das entspricht einem Zuwachs von 71 Prozent - werden voraussichtlich im Jahr 2010 zur Anzeige gebracht werden. Das VeriSign Fraud Barometer, eine von VeriSign in Auftrag gegebene und von YouGov durchgeführte Onlineumfrage, zeigte bereits im März dieses Jahres, dass Unternehmen und Verbraucher für die Gefahren von Phishing-Attacken und den Schutz der Online-Identität sensibilisiert werden müssen.

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"Das VeriSign Fraud Barometer hat gezeigt, dass die durchschnittliche Schadenssumme der Opfer von Online-Identitätsbetrug gestiegen ist", sagt Joachim Gebauer, Regional Technical Manager von VeriSign. "Das ist darauf zurückzuführen, dass Nutzer unvorsichtiger beim Umgang mit ihren Daten werden.

Deshalb muss das Bewusstsein der Nutzer für die Betrugsgefahren gestärkt werden. Zusätzlich kann Phishing-Angriffen durch Sicherheitsmaßnahmen auf Unternehmensseite begegnet werden. Das kann unter anderem durch eine einfache Zwei-Faktor-Authentifizierung geschehen. Dabei wird die Identität auf zwei Wegen überprüft. Das kann beispielsweise ein zusätzliches Passwort sein, das dem Nutzer per SMS auf sein Mobiltelefon geschickt oder von einer Anwendung auf dem Handy erzeugt wird. Um Betrugsversuchen wirksam vorzubeugen, ist eine solche Kanaltrennung jedoch unerlässlich."

Grundsätzlich können Verbraucher auf folgende Sicherheitsmerkmale achten, um sich vor Phishing-Angriffen zu schützen:

·         Schützen Sie Ihren Computer - Installieren Sie auf Ihrem Computer eine Firewall und eine Anti-Virus-Software. Unterbrechen Sie die Verbindung zum Internet, wenn Sie nicht online sind. Richten Sie auf Ihrem Notebook ein Passwort ein, um Ihre persönlichen Daten vor Zugriff zu schützen.

·         Wählen Sie ein sicheres Passwort - Geben Sie Ihr Passwort nicht an Dritte weiter, ändern Sie das Passwort regelmäßig und wählen Sie ein Passwort, das nicht leicht zu erraten ist. Nutzen Sie wenn möglich Zwei-Faktor-Authentifizierung; verwenden Sie zum Beispiel ein Gerät, das bei jeder Anmeldung ein wechselndes Passwort erzeugt.

·         Überprüfen Sie, ob die Website sicher ist - Bevor Sie die vertraulichen Daten eingeben, sollten Sie überprüfen, dass die URL mit https beginnt. Das "s" steht für "secure". Meiden Sie die Seite, wenn deutlich erkennbare Fehler in der Schreibweise sowie keine Sicherheitsinformationen zu finden sind. Verwenden Sie stets die neuesten Browser-Versionen, die bei verschlüsselten und geprüften Verbindungen eine grün-hinterlegte EV-SSL-Adressleiste anzeigen.

·         Laden Sie keine E-Mail-Anhänge herunter oder klicken Sie auf einen Link in einer E-Mail, deren Absender Sie nicht kennen und nicht vertrauen. Stellen Sie keine persönlichen Daten in einer E-Mail zur Verfügung. Banken fragen in einer E-Mail nie nach Passwort, Username, PIN oder anderen wichtigen Informationen. Nur Betrüger wenden solche Tricks an.

·         Stellen Sie sicher, dass Sie ein sicheres Wi-Fi Netzwerk verwenden - Verwenden Sie ein Passwort, um Ihr Heim-Netzwerk zu sichern. Vermeiden Sie es, Internetkäufe oder Banktransaktionen in einem öffentlichen Netzwerk durchzuführen.

(VeriSign: ma)

 

 

 

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