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Unternehmen gezwungen, US-Clouds zu meiden


2018 werden die Passwortrichtlinien in Unternehmen deutlich strenger werden
Der Anstieg an Sicherheitsvorfällen im vergangenen Jahr hat deutlich gezeigt, wie einfach Cyberkriminelle sowohl Zugangsdaten als auch Zugang zu sensiblen Daten erlangen können



Das Jahr 2017 ist vorüber. Zeit für den jährlichen Blick in die Glaskugel. Die Unternehmenssprecher von Bitdefender, Bitglass, Cloudian, Cradlepoint, IP Dynamics, Tintri und Zerto sagen, was sie 2017 besonders bewegt hat und welche IT-Trends uns ins Jahr 2018 begleiten werden. Das Ergebnis ist äußerst interessant, da jeder der Hersteller aus einer anderen Ecke der IT kommt.

Bitdefender: In Sachen Cyberkriminalität bleibt es brisant.
"Nie war die weltweite Bedrohungslage in der IT so brisant wie 2017, das als Rekordjahr von Ransomware und als Durchbruch der Crypto-Currency-Miner-Attacken in die Security-Annalen eingehen wird. Wir von Bitdefender sehen auch im Jahr 2018 keinen Grund zur Entwarnung. Ransomware- und Miner-Angriffe, die die Rechenleistung ihrer Opfer für ihre Currency-Gewinnung abschöpfen, werden in täglich hundertfach variierter Form allgegenwärtig sein. Auch die Anzahl von Spam-E-Mails wird weiter zunehmen, genauso wie Zero-Day-Exploits. Unternehmen werden verstärkt in den Fokus der Angriffe rücken und Windows 10 und OS X ein immer beliebteres Ziel für Cyberangriffe.

Zudem: Große IoT-Botnets werden 2018 zur neuen Normalität. Der Quellcode für IoT-Bots steht kostenlos im Netz. Kriminelle Gruppen, die mit IoT-Geräte massive Angriffe durchführen wollen, verfügen über eine solide Plattform, die sie an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen können."
Mirco Rohr, Global Evangelist bei Bitdefender

Bitglass: Organisationen werden ihre Abhängigkeit von statischen Passwörtern überwinden müssen.
"2018 werden die Passwortrichtlinien in Unternehmen deutlich strenger werden. Der Anstieg an Sicherheitsvorfällen im vergangenen Jahr hat deutlich gezeigt, wie einfach Cyberkriminelle sowohl Zugangsdaten als auch Zugang zu sensiblen Daten erlangen können. Die anhaltenden Auswirkungen derartiger Verstöße werden manche Organisationen und politische Kräfte bis Mitte 2018 dazu zwingen, ihre Abhängigkeit von statischen Passwörtern zu überwinden. Stattdessen sind Multi-Faktor-Authentifizierungsverfahren und ein dynamisches Identitätsmanagement erforderlich.

Fortschrittliche Lösungen alarmieren automatisch die IT-Abteilung, falls dieselben Anmeldedaten für mehrere Logins über verschiedene Standorte innerhalb eines kurzen Zeitraums eingesetzt wurden und erzwingen in Echtzeit eine Step-up-Authentifizierung.

Während Unternehmen ihre Sicherheitsmaßnahmen erhöhen, werden auch Cyberkriminelle ihre Angriffstechniken weiter verfeinern. Im kommenden Jahr werden Phishing-Angriffe noch wesentlich ausgefeilter sein. Simple E-Mail-Phishing-Attacken gehören der Vergangenheit an, denn versierte Nutzer sind bei typischen Anzeichen einer Phishing-E-Mail, wie falschen Webadressen und Tippfehlern, gewarnt und fallen kaum mehr darauf herein. Kriminelle werden daher zunehmend Techniken einsetzen, die äußerst gut getarnt sind. Ähnlich der Google Docs Phishing-Attacke von 2017 wird bei künftigen Angriffen versucht werden, die Quelle zu hacken oder möglichst glaubhaft zu fälschen, um Anmeldeinformationen und Unternehmensdaten zu stehlen."
Rich Campagna, CEO bei Bitglass

Cloudian: Die DSGVO zwingt Unternehmen US-Clouds zu meiden.
"Die DSGVO wird für viele Unternehmen 2018 ein Hauptthema sein. Viele Organisationen haben bei der Erfüllung dieser Vorschriften noch nicht einmal an der Oberfläche gekratzt, und da der 25. Mai unmittelbar vor der Tür steht, werden im nächsten Jahr wahrscheinlich hohe Bußgelder verhängt werden. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, die Bedeutung der neuen Vorschriften für sie zu interpretieren und zu verstehen, wie sie die Einhaltung der Vorschriften gewährleisten können.

Ich denke, wir werden sehen, dass eine Reihe Unternehmen nach Dienstleistern Ausschau halten werden, die öffentliche Cloud-Dienste in EU-eigenen und regulierten Rechenzentren anbieten und sich von den amerikanischen Anbietern entfernen. Es wird sehr schwierig sein, die Vorschriften einzuhalten und Daten unter dem US-Patriot-Act in amerikanischen Public Clouds zu speichern."
Neil Stobart, Global Technical Director bei Cloudian

Cradlepoint: SD-Perimeter-Technologie wird zum Security-Standard in IoT-Netzen.
"Auch in diesem Jahr ist der Einsatz von IoT-fähigen Geräten in Unternehmen weiter stark vorangeschritten. Mit dieser Entwicklung einher geht auch die zunehmende Verbreitung von Cybergefahren wie beispielsweise im Jahr 2017 die Botnets Reaper und Mirai. Für IT-Verantwortliche in den Unternehmen wird verstärkt deutlich, dass der Einsatz von IoT-Geräten in Netzwerken eine Kontaminierungswelle nach sich ziehen kann, bei der sich traditionelle Sicherheitstools schwertun. Es besteht also dringender Handlungsbedarf.

Das Jahr 2018 wird daher aus unserer Sicht von der noch neuen "Software-defined Perimeter"-Technologie, kurz SD-P geprägt sein. SD-Perimeter-Software ermöglicht es, IoT-Geräte voneinander und von Netzwerken zu isolieren sowie den Zugriff auf diese Geräte zu limitieren, indem sie aus dem Internet nicht adressierbar sind. SD-P ist in puncto Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit eine echte Alternative zu VPN, denn VPNs können nicht besonders gut skaliert werden. Eine Segmentierung nach Gerät, Nutzer und Applikation, wie sie mit der SD-P-Technologie möglich ist, funktioniert so gut wie gar nicht. Daher denke ich, dass Software-defined Perimeter der nächste logische Schritt ist, um das IoT sicher zu spielen."
Sascha Kremer, Director Carrier Development bei Cradlepoint

IP Dynamics: Der digitale Arbeitsplatz wird mit Workplace as a Service agil und skalierbar.
"Um Auto zu fahren, muss ich kein Auto mehr besitzen. Nutzen, statt besitzen neudeutsch "as a Service" setzt sich in vielen Bereichen unseres Lebens durch. Auch in der IT, modernen Technologiekonzepten wie der Cloud oder Virtualisierung sei Dank.
Software-Lösungen gibt es seit einigen Jahren as a Service. Sie sind Mainstream. Im Bereich Hardware ziehen die großen Hersteller gerade nach. Auch infrastrukturseitig gibt es einige Angebote am Markt. Aber die komplette IT as a Service, das ganze Auto sozusagen, nicht bloß der Motor, die Räder oder der Tank?

Workplace as a Service" ist mein Trend für 2018: Der digitale Arbeitsplatz zur Miete, die komplette IT, vom Office-Paket über den Exchange-Server und den Cloud-Speicher bis hin zur Telefonie-Lösung und zur Hardware, auf der das Ganze läuft, inklusive Support und alles zu einem fairen und transparenten Preis-Leistungsverhältnis. Nach solchen IT-Rundumsorglospaketen suchen Mittelständler und Startups händeringend. Denn ohne professionelle IT geht heute fast nirgendwo mehr etwas."
Holger Heeren, Business Consultant für IPD NOW bei IP Dynamics

Tintri: Man sollte sich nicht auf eine einzige Cloud verlassen
"Aus technologischer Sicht war die VMware Cloud auf AWS eine der wichtigsten Neuerungen 2017. Die Möglichkeit, eine vSphere-Plattform auf AWS laufen zu lassen, ist für VMware-Kunden tatsächlich sehr attraktiv. Die Zeit wird zeigen, wie die Nutzung, die Kosten und die Mobilität von VMs aussehen werden. Eine zentrale Überlegung hierfür ist jedoch, dass die Public Cloud nicht immer der am besten geeignete Ort für jeden Workload ist. Die Ausfälle der Public Cloud zu Beginn dieses Jahres erinnern uns daran, warum es nicht immer sinnvoll ist, sich nur auf eine einzige Cloud zu verlassen."
Chris Colotti, Field CTO bei Tintri

Zerto: Ransomware-Angriffe sind unvermeidlich. Es geht darum, Abwehrstrategien anzupassen
"2017 war das Jahr der größten Ransomware-Angriffe der IT-Geschichte. Trotzdem sind die meisten Unternehmen noch immer nicht in der Lage, die notwendigen Strategien umzusetzen, um sich von diesen unvermeidlichen Attacken schnell und einfach zu erholen. Alle Experten sind sich einig, dass 2017 nur ein kleiner Vorgeschmack auf das war, was noch zu erwarten ist. Wenn Unternehmen nicht endlich damit beginnen, ihre Strategien für IT-Resilienz der Bedrohungslage anzupassen, werden sie weiterhin gehackt und gezwungen, Lösegeld zu bezahlen oder Daten zu verlieren. Wenn Unternehmen endlich erkennen, dass Angriffe unvermeidlich sind und sie nicht nur auf Abwehr setzen, können sie ihre Strategien ändern und effizient auf Angriffe reagieren."
Harry Smith, Tech Evangelist, Zerto
(Bitdefender: Bitglass: Cloudian: Cradlepoint: IP Dynamics: Tintri: Zerto: ra)

eingetragen: 17.12.17
Home & Newsletterlauf: 16.01.18


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Meldungen: Hintergrund

Ergebnisse des ersten Bug-Bounty-Programms mit Hackerone

Das britische Verteidigungsministerium (Ministry of Defence, MoD) hat den Abschluss seines ersten Bug-Bounty-Wettbewerbs bekannt gegeben, der zusammen mit Hackerone durchgeführt wurde. Bei dem Programm handelte es sich um einen 30-tägigen, von Hackern durchgeführten Sicherheitstest, der darauf abzielte, Schwachstellen aufzudecken, bevor sie von Gegnern ausgenutzt werden können. Aufgrund der Ergebnisse der sogenannten Integrated Review der britischen Regierung, hat diese sich zu "einer stärkeren Position in Sachen Sicherheit und Widerstandsfähigkeit" sowie "einem Fokus auf Offenheit als Quelle des Wohlstands" bekannt. Das nun durchgeführte Programm des MoD ist Teil einer organisationsweiten Verpflichtung, eine Kultur der Transparenz und Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit zu etablieren, um Cyber-Bedrohungen zu bekämpfen und die nationale Sicherheit Großbritanniens zu verbessern. "Das Verteidigungsministerium hat sich zu einer Strategie des ‚Secure by Design‘ entschlossen, bei der Transparenz eine wesentliche Rolle spielt, um Verbesserungsmöglichkeiten im Entwicklungsprozess zu identifizieren", kommentiert Christine Maxwell, Chief Information Security Officer (CISO) im britischen Verteidigungsministerium. "Es ist für uns wichtig, die Möglichkeiten unserer digitalen und Cyber-Entwicklung zu erweitern, um Mitarbeiter mit speziellen Fähigkeiten, Energie und Leistungsbereitschaft zu gewinnen. Die Zusammenarbeit mit der Community ethischer Hacker ermöglicht es uns, unseren Stab von technischen Experten zu vergrößern und unsere Ressourcen aus verschiedenerlei Richtungen zu schützen und zu verteidigen. Zu verstehen, wo wir Schwächen haben, und mit der großen Ethical-Hacking-Community zusammenzuarbeiten, um diese Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben, ist ein wesentlicher Schritt zur Verringerung von Cyberrisiken und zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit."

Innovation für Ermittlungen im Darknet

Kinderpornografie, Waffen, Drogen: Kriminelle verlagern ihre Geschäfte mit verbotenen Waren zunehmend ins Darknet. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich: "Kriminelle agieren länderübergreifend und missbrauchen die neuen digitalen Möglichkeiten. Für eine effektive Strafverfolgung sind daher internationale Kooperationen und technische Innovationen notwendig. Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein. Deshalb unterstützen bayerische Spezialstaatsanwälte niederländische Spitzenforscher bei der Entwicklung des Dark Web Monitor. Der Dark Web Monitor ist ein Art Suchmaschine für das Darknet. Die Kooperation ist auch das Ergebnis der engen Zusammenarbeit der bayerischen Spezialstaatsanwälte mit Staatsanwaltschaften anderer Länder, Eurojust und Europol. Mit der innovativen Technologie gehen wir neue Wege, um mehr Licht ins Darknet zu bringen und Täter aufzuspüren. Ich sehe in dem neuen Tool gerade zur Aufklärung schwerer Straftaten große Chancen. Der Dark Web Monitor ist ein Baustein im Kampf gegen Cybercrime." Am 27. Juli 2020 wurde der Kooperationsvertrag mit TNO unterzeichnet. Seitdem konnte der Dark Web Monitor auch bereits erfolgreich in Ermittlungsverfahren eingesetzt werden. Der Minister: "Das Tool hat sich schon jetzt als sehr wertvoll erwiesen. Die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) hat zudem in den vergangenen Monaten eine Vielzahl von Verbesserungen angeregt, die unmittelbar von den Entwicklern umgesetzt wurden." Dadurch konnte der Dark Web Monitor noch besser an die Bedürfnisse der Ermittler angepasst werden.

Zugänge zu Unternehmen schon ab 50 US-Dollar erhältlich

Ransomware-Angriffe, bei denen Daten verschlüsselt und Lösegeld erpresst werden, treffen Unternehmen jeder Größe und Branche. Es kann dabei leicht der Eindruck entstehen, dass die Akteure beliebig agieren. Tatsächlich steckt dahinter jedoch ein komplexes Ökosystem mit vielen unterschiedlichen Akteuren, die jeweils individuelle Rollen übernehmen. Kaspersky informiert in einem neuen Report über das komplexe Ökosystem hinter Ransomware. Entwickler, Bot Master, Verkäufer von Zugangsdaten oder Ransomware-Betreiber: das Ransomware-Ökosystem besteht aus einer Vielzahl an Akteuren. Sie alle bieten im Darknet unterschiedliche Dienstleistungen via Anzeigen an. Selbständig agierende, prominente Profigruppen besuchen solche Websites eigentlich nicht, aber REvil, beispielsweise, die in den vergangenen Quartalen zunehmend Organisationen im Visier hatten, veröffentlichen ihre Angebote und Neuigkeiten nun regelmäßig über Affiliate-Programme. Dabei entsteht eine Partnerschaft zwischen dem Ransomware-Betreiber und dem Kunden, wobei der Ransomware-Betreiber als Verkäufer eine Gewinnbeteiligung zwischen 20 und 40 Prozent erhält, während die verbleibenden 60 bis 80 Prozent beim "Affiliate-Partner" verbleiben. Die Auswahl der Partner folgt einem ausgefeilten Prozess mit Regeln, die von den Ransomware-Betreibern festgelegt wurden - einschließlich geografischer Beschränkungen oder politischer Ausrichtungen, gleichzeitig werden Ransomware-Opfer Nutzen maximierend ausgewählt.

COVID-19-Impfdokumenten auf Darknet-Marktplätzen

Die Sicherheitsforscher des McAfee Advanced Research Teams haben neue Erkenntnisse zu Impfbetrügereien veröffentlicht. Die Untersuchungen zeigen, dass illegale COVID-19-Impfstoffe und Impfaufzeichnungen im Darknet sehr gefragt und das Angebot größer als gedacht ist. Die Forscher von McAfee stießen dabei vermehrt auf gefälschte deutsche Impfbescheinigungen. Jetzt wo die EU und andere Länder ihre Grenzen für geimpfte Personen öffnen, könnten Einzelpersonen in die Versuchung kommen, sich falsche Impfdokumente zu beschaffen, um zu etwas mehr Normalität, insbesondere in Form von Reisefreiheit, zurückzukehren. Doch durch den Kauf falscher COVID-19-Testbescheinigungen oder Impfausweise, um ein Flugzeug zu besteigen oder an einer Veranstaltung teilzunehmen, gefährden Personen sowohl sich selbst als auch das Leben anderer Menschen.

Erfolg der DSGVO: Einschätzung zwangsläufig subjektiv

Im Mai 2021 hat sich die größte Umwälzung der Datenschutzgesetzgebung zum dritten Mal gejährt. Schon im Entwurfsstadium verbreitete die DSGVO einiges an Unruhe und löste, was die Durchsetzung der Maßnahmen anbelangt, etliche Diskussionen aus. Die endgültige Version wartete denn auch mit einigen Änderungen auf, behielt aber ihre Schlagkraft bei. Ist es gelungen die Versprechen in der Realität einzulösen? Zuckerbrot oder Peitsche? Von den Anfängen der DSGVO bis zu ihrer Ratifizierung (und darüber hinaus) machten vor allem die mit der DSGVO verbundenen Strafen Schlagzeilen. Bis zu vier Prozent des weltweiten Umsatzes bedeuten für einige Unternehmen Hunderte von Millionen Euro. Sicherlich eine Summe, die ausreichend abschreckend wirken sollte. Man darf wohl davon ausgehen, dass Aufsichtsbehörden und Geschäftswelt gleichermaßen Compliance gegenüber einer willkürlichen Form des Geldverdienens bevorzugen würden. Aber gleichzeitig erlaubte die Höhe der möglichen Strafen, die Muskeln spielen zu lassen, sollte Compliance eben nicht gewährleistet sein. Die DSGVO bietet einen großartigen Rahmen, um robuste Datenschutzverfahren zu implementieren, aber sie leidet an einem fatalen Engpass - der rein physischen Fähigkeit der Aufsichtsbehörden zur Durchsetzung der Vorgaben.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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