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Die zehn größten Cyber-Bedrohungen


Sicherheitsprognosen für 2015: Heartbleed, Poodle, Shellshock: Über diese neuesten Open-Source-Schwachstellen wurde in der Öffentlichkeit viel diskutiert
Mit zunehmendem Einsatz der SaaS-Dienste geht Check Point von einer steigenden Akzeptanz und Nutzung der Security-as-a-Service-Lösungen aus

(23.12.14) - Christine Schönig, Technical Managerin bei Check Point Software Technologies, stellt ihre Sicherheitsprognose für das kommende Jahr auf und skizziert die 10 größten Cyber-Bedrohungen für 2015. 2014 war eine besondere Herausforderung für IT Sicherheitsexperten. Steigende Manipulationsversuche durch Social Engineering führten zu schweren Datenlücken bei mehreren bekannten Organisationen. Gezielte Malware-Angriffe endeten in Schlagzeilen über RAM-Scraper und Ransomware Attacken. Probleme für die mobile Sicherheit wuchsen weiter, da Mitarbeiter kontinuierlich immer mehr Geräte in das Netzwerk von Organisationen einbringen.

Jedoch war niemand auf die Schutzlosigkeit der IT-Komponenten vorbereitet, welche beispielsweise durch den Heartbleed OpenSSL Bug und BadUSB Flaw offensichtlich wurde. Durch den millionenfachen Befall von Homepages und Geräten weltweit wurde deutlich, wie unvorhersehbar die Erhaltung und Durchsetzung von Sicherheit sein kann.

1. Zero-Second-Malware
Check Points globales Netzwerk von Bedrohungssensoren zeigte, dass über ein Drittel der Unternehmen im letzten Jahr mindestens eine infizierte Datei mit unbekannter Malware heruntergeladen hat. Der "Check Point Security Report 2014" analysierte die Netzwerke tausender Unternehmen weltweit und fand heraus, dass 73 Prozent mit Bots infiziert waren.

2. Mobilität ist entscheidend
Das Problem der Absicherung mobiler Geräte wird 2015 weiterhin schneller wachsen, als Unternehmen dies kontrollieren können. Check Point untersuchte 2014 im aktuellen Report die Netzwerke diesbezüglich von über 700 Unternehmen weltweit. 42 Prozent von ihnen hatten mobile Sicherheitsvorfälle, deren Korrektur mehr als 250.000 US-Dollar gekostet hat, und 82 Prozent erwarteten, dass die Vorfälle 2015 zunehmen würden.

3. Zugriff auf den mobilen Zahlungsverkehr
Die Einführung von Apple Pay beim iPhone 6 könnte die Akzeptanz mobiler Bezahlsysteme bei Konsumenten erhöhen - zusammen mit mehreren anderen Zahlungssystemen, die um Marktanteile konkurrieren. Nicht alle Systeme wurden gründlich auf potentielle Gefahren getestet und sind somit für Cyber-Kriminelle attraktiv, weil sie mit wenig Aufwand viel Geld verdienen können.

4. Open Source, Offene Zielscheibe
Heartbleed, Poodle, Shellshock: Über diese neuesten Open-Source-Schwachstellen wurde in der Öffentlichkeit viel diskutiert, weil sie fast jeden IT-Betrieb der Welt bestrafen. Kritische Schwachstellen in Open-Source und häufig genutzten Plattformen (Windows, Linux, iOS) stehen bei Angreifern hoch im Kurs, weil sie vielerlei Möglichkeiten bieten. Cyber-Kriminelle werden Schwachstellen in Open Source auch weiterhin suchen und ausnutzen, um damit so viel Schaden wie möglich anzurichten.

5. Angriffe auf die Infrastruktur
Cyberangriffe auf Versorgungsunternehmen und wichtige Industrieprozesse werden weitergehen. Mit der Hilfe von Malware werden SCADA-Systeme ins Visier genommen, um diese Prozesse zu manipulieren. Gleich, ob diese Exploits von Nationalstaaten oder von kriminellen Gruppen in Umlauf gebracht wurden, sie sind bereits weit verbreitet: fast 70 Prozent der kritischen Infrastrukturunternehmen, die vom Ponemon-Institut im Check Point Report untersucht wurden, haben im letzten Jahr einen Sicherheitsvorfall registriert.

6. Verdächtige Geräte
Es werden immer mehr IP-basierte Geräte am Arbeitsplatz und in häuslichen Umgebungen eingeführt, da sie einen besser vernetzten, effizienteren Alltag ermöglichen. Dadurch finden auch Cyber-Kriminelle eine leistungsfähigere Infrastruktur, um ihre Angriffe zu starten.

7. Software Defined Networks (SDN) sichern
Durch die steigende Akzeptanz von SDN in Rechenzentren steigt auch die Gefahr, daß gezielte Angriffe auf zentrale Steuerungsinstanzen das Netzwerk kompromittieren und übernehmen. SDN können die Sicherheit verstärken in dem sie den Datenverkehr durch ein Gateway und IPS Komponenten routen. Dieser und weitere Sicherheitsgedanken müssen schon beim Design von SDN berücksichtigt werden.

8. Vereinheitlichung der Sicherheitsschichten
Einschichtige Sicherheitsarchitekturen oder Punktlösungen von mehreren Anbietern bieten Unternehmen keinen wirksamen Schutz mehr. Immer mehr Anbieter werden durch Entwicklung, Partnerschaften und Zukauf vereinheitlichte Komplettlösungen auf den Markt bringen.

9. Cloud-Schutz
Mit zunehmendem Einsatz der Software-as-a-Service (SaaS)-Dienste gehen wir von einer steigenden Akzeptanz und Nutzung der Security-as-a-Service-Lösungen aus, die Sichtbarkeit und Kontrolle sowie Bedrohungsabwehr und Datenschutz bieten.

Lesen Sie zum Thema "Software-as-a-Service" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

10. Entwicklung bei Bedrohungsinformation und -analyse
Ein einzelnes Unternehmen kann keinen vollständigen Überblick über die Cyber-Bedrohungslandschaft haben. Big Data bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Bedrohungsanalyse, z. B. die Identifizierung neuer Angriffsmuster. Die gemeinschaftliche Nutzung von Bedrohungsinformationen wird sich weiterentwickeln und dadurch können gezielte auf den Bedarf des Unternehmens abgestimmte Schutzmaßnahmen entstehen.
(Check Point Software Technologies: ra)

Check Point Software: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Hintergrund

Zugänge zu Unternehmen schon ab 50 US-Dollar erhältlich

Ransomware-Angriffe, bei denen Daten verschlüsselt und Lösegeld erpresst werden, treffen Unternehmen jeder Größe und Branche. Es kann dabei leicht der Eindruck entstehen, dass die Akteure beliebig agieren. Tatsächlich steckt dahinter jedoch ein komplexes Ökosystem mit vielen unterschiedlichen Akteuren, die jeweils individuelle Rollen übernehmen. Kaspersky informiert in einem neuen Report über das komplexe Ökosystem hinter Ransomware. Entwickler, Bot Master, Verkäufer von Zugangsdaten oder Ransomware-Betreiber: das Ransomware-Ökosystem besteht aus einer Vielzahl an Akteuren. Sie alle bieten im Darknet unterschiedliche Dienstleistungen via Anzeigen an. Selbständig agierende, prominente Profigruppen besuchen solche Websites eigentlich nicht, aber REvil, beispielsweise, die in den vergangenen Quartalen zunehmend Organisationen im Visier hatten, veröffentlichen ihre Angebote und Neuigkeiten nun regelmäßig über Affiliate-Programme. Dabei entsteht eine Partnerschaft zwischen dem Ransomware-Betreiber und dem Kunden, wobei der Ransomware-Betreiber als Verkäufer eine Gewinnbeteiligung zwischen 20 und 40 Prozent erhält, während die verbleibenden 60 bis 80 Prozent beim "Affiliate-Partner" verbleiben. Die Auswahl der Partner folgt einem ausgefeilten Prozess mit Regeln, die von den Ransomware-Betreibern festgelegt wurden - einschließlich geografischer Beschränkungen oder politischer Ausrichtungen, gleichzeitig werden Ransomware-Opfer Nutzen maximierend ausgewählt.

COVID-19-Impfdokumenten auf Darknet-Marktplätzen

Die Sicherheitsforscher des McAfee Advanced Research Teams haben neue Erkenntnisse zu Impfbetrügereien veröffentlicht. Die Untersuchungen zeigen, dass illegale COVID-19-Impfstoffe und Impfaufzeichnungen im Darknet sehr gefragt und das Angebot größer als gedacht ist. Die Forscher von McAfee stießen dabei vermehrt auf gefälschte deutsche Impfbescheinigungen. Jetzt wo die EU und andere Länder ihre Grenzen für geimpfte Personen öffnen, könnten Einzelpersonen in die Versuchung kommen, sich falsche Impfdokumente zu beschaffen, um zu etwas mehr Normalität, insbesondere in Form von Reisefreiheit, zurückzukehren. Doch durch den Kauf falscher COVID-19-Testbescheinigungen oder Impfausweise, um ein Flugzeug zu besteigen oder an einer Veranstaltung teilzunehmen, gefährden Personen sowohl sich selbst als auch das Leben anderer Menschen.

Erfolg der DSGVO: Einschätzung zwangsläufig subjektiv

Im Mai 2021 hat sich die größte Umwälzung der Datenschutzgesetzgebung zum dritten Mal gejährt. Schon im Entwurfsstadium verbreitete die DSGVO einiges an Unruhe und löste, was die Durchsetzung der Maßnahmen anbelangt, etliche Diskussionen aus. Die endgültige Version wartete denn auch mit einigen Änderungen auf, behielt aber ihre Schlagkraft bei. Ist es gelungen die Versprechen in der Realität einzulösen? Zuckerbrot oder Peitsche? Von den Anfängen der DSGVO bis zu ihrer Ratifizierung (und darüber hinaus) machten vor allem die mit der DSGVO verbundenen Strafen Schlagzeilen. Bis zu vier Prozent des weltweiten Umsatzes bedeuten für einige Unternehmen Hunderte von Millionen Euro. Sicherlich eine Summe, die ausreichend abschreckend wirken sollte. Man darf wohl davon ausgehen, dass Aufsichtsbehörden und Geschäftswelt gleichermaßen Compliance gegenüber einer willkürlichen Form des Geldverdienens bevorzugen würden. Aber gleichzeitig erlaubte die Höhe der möglichen Strafen, die Muskeln spielen zu lassen, sollte Compliance eben nicht gewährleistet sein. Die DSGVO bietet einen großartigen Rahmen, um robuste Datenschutzverfahren zu implementieren, aber sie leidet an einem fatalen Engpass - der rein physischen Fähigkeit der Aufsichtsbehörden zur Durchsetzung der Vorgaben.

Verkauf von gefälschten Zertifikaten

Check Point Software Technologies sieht die Pläne der Europäischen Union und Großbritanniens zu Impfpässen bedroht. Gefälschte Impf- und Testzertifikate gehen zunehmend im Darknet und über die bekannte Messaging-App Telegram herum. Das neue EU-Abkommen, welches am 7. Juni 2021 in Kraft tritt und am 1. Juli ein Projekt startet, ermöglicht die einheitliche Nachweisung des Impf-Status. Kostenlos kann ein Zertifikat in Form eines QR-Codes auf einem Smartphone oder als Papierdokument erworben werden, welches berichtet, ob eine Person entweder geimpft ist, eine gewisse Immunität gegen das Virus entwickelt hat oder ein kürzlich negatives PCR-Testergebnis erhielt. Reisende aus Großbritannien beispielsweise, die beide Impfdosen erhalten haben, können die NHS-App als Impfpass verwenden, jedoch wird das Vereinigte Königreich nach dem Brexit voraussichtlich als Drittstaat unter die EU-Regelung fallen. Andere Länder der Union, wie die Tschechische Republik, Frankreich oder Deutschland, wollen dagegen ihre eigenen Corona-Pässe einführen. Das birgt Schwierigkeiten, denn ohne einen globalen, einheitlichen Ansatz zur Prüfung der Gültigkeit von Zertifikaten spielen die fragmentierten Regeln den Hackern und Betrügern in die Hände, so glaubt Check Point Research (CPR).

Risiken für globale Lieferketten

Die BSI Group (British Standard Institution) hat ihren jährlichen "Supply Chain Risk Insights 2021 Report" vorgestellt, der die Trends und die damit verbundenen Risiken identifiziert, die sich im kommenden Jahr auf die globalen Lieferketten auswirken werden. Der Bericht basiert auf den globalen Daten, die aus unserem hauseignen webbasierten, umfassenden Informationssystem (SCREEN) hervorgehen. Auf Basis dieser Erkenntnisse prognostiziert BSI, dass die folgenden Trends die globale Lieferkette im kommenden Jahr beeinflussen werden:

>> Anhaltende Herausforderungen durch COVID-19 schaffen neue Bedrohungen für Unternehmen

>> Wirtschaftliche Schwierigkeiten erhöhen das Risiko der Ausbeutung von Arbeitskräften, Menschenrechtsverletzungen und des illegalen Schmuggels

>> Die Trends im Drogenschmuggel bleiben konstant, aber Mittel und Methoden ändern sich aufgrund von COVID-19

>> Lebensmittelbetrug und -sicherheit werden weiterhin eine Herausforderung für die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette darstellen

>> Regulatorische Änderungen stellen die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen auf die Probe

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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