Einsatz chinesischer Controller-Chips

Berichte über chinesische Sicherheitsarchitektur in Hardware-verschlüsselten USB-Speichern sorgen auch bei Kunden und Partnern in DACH-Region für Verunsicherung

Sensible Daten werden bei Organisationen mit höchsten Sicherheitsanforderungen auf vermeintlich sichere USB-Speicher mit chinesischer Verschlüsselungstechnologie gespeichert - Security-Spezialist DataLocker setzt keine chinesische Krypto-Technologie ein und warnt gleichzeitig vor Generalverdacht



Chinesische Sicherheitsarchitektur in Hardware-verschlüsselten USB-Speichern: Im Juni 2023 berichteten zunächst das US-amerikanische Online-Magazin "Wired" (https://www.wired.com/story/hualan-encryption-chips-entity-list-china/) und in der Folge auch deutschsprachige Medien wie beispielsweise "Der Standard" (https://www.derstandard.de/story/3000000175509/us-armee-und-nato-nutzen-kryptografiehardware-von-fragwuerdiger-firma-aus-china) vom Einsatz chinesischer Controller-Chips in Sicherheitsprodukten bei Organisationen wie US Navy, NATO und NASA. Erwähnt wurden dabei unter anderem ausgewählte Hersteller, die zum Teil kostengünstige, chinesische Krypto-Technologie in ihren Geräten einsetzen.

Konstantin Fröse, als EMEA Account Executive verantwortlich für das DACH-Geschäft des Security-Spezialistin DataLocker, berichtet in diesem Zusammenhang von Verunsicherung unter Kunden und Partnern – und von einem Generalverdacht, der zwischenzeitlich auf die ganze IT-Security- und Storage-Branche zu fallen schien.

"Auch hier in der DACH-Region häuften sich bei uns zuletzt entsprechende Anfragen, sowohl von Endkunden als auch von Resellern. Im Markt herrschte eine spürbare Verunsicherung. Im Extremfall schienen Hardware-verschlüsselte Speichermedien – ganz unabhängig davon, wo sie produziert wurden und ob sie überhaupt potenziell fragwürdige Komponenten oder Softwarebestandteile enthielten – generell als unsicher klassifiziert zu werden. Ein solcher Vertrauensverlust wäre aber keinesfalls gerechtfertigt. Zum einen ist jede Lösung individuell zu betrachten, zum anderen sind am Markt auch Hersteller vertreten, die komplett auf Krypto-Komponenten aus China verzichten. Vor diesem Hintergrund sind auch die neuen NIS-2-Cybersicherheits-Richtlinien der EU erwähnenswert. Zum Schutz von Netzwerken und IT-Systemen wird in diesen explizit die Einführung von Regelungen und Prozeduren für die Nutzung von Verschlüsselungstechnologien in Verbindung mit der Kontrolle von Lieferketten genannt."

Auch die DataLocker-Zentrale in den USA hatte auf die aktuellen Entwicklungen bereits mit einer Pressemitteilung reagiert: https://datalocker.com/datalocker-ensures-uncompromised-security-with-exclusion-of-chinese-encryption-chips/. Jay Kim, CEO von DataLocker, betont: "DataLocker hat nie chinesische kryptografische Komponenten für seine Sicherheitsprodukte verwendet und wird dies auch in Zukunft nicht. Unsere Krypto-Chip-Lieferanten sind auf Socionext (Japan), NXP (Niederlande), Renesas (Japan) und Phison (Taiwan) beschränkt. Wir führen unser gesamtes Produktdesign, einschließlich der Firmware-Entwicklung, intern in den USA, Kanada oder Südkorea durch. Da zu unseren wichtigsten Kunden unter anderem Regierungsbehörden und die Streitkräfte der Vereinigten Staaten zählen, würden wir niemals die Sicherheit unserer Kunden oder den Ruf unseres Unternehmens durch die Verwendung von Komponenten fragwürdiger Herkunft gefährden."

Mit Blick auf die NIS-2-Direktive der EU hat DataLocker darüber hinaus ein E-Book bereitgestellt: https://datalocker.com/wp-content/uploads/flipbook/10/book.html. (DataLocker: ra)

eingetragen: 26.09.23
Newsletterlauf: 16.11.23

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Fachartikel

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Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

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DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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