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Entscheidungen über Security-Maßnahmen

Groß angelegte Bedrohungsanalysen taugen wenig zur direkten Steuerung von sicherheitsbezogenen Maßnahmen und Investitionen in einem individuellen Unternehmen

Bedrohungsstatistiken und was sie bei der Entscheidungsfindung wirklich wert sind



Von Andreas Walbrodt, Obrela

Erhebungen über Bedrohungstrends gehören für Security-Anbieter zu den beliebtesten Vehikeln in der Kundenkommunikation. Tatsächlich liefern sie interessante Erkenntnisse – aber als Entscheidungsgrundlage für konkrete Sicherheitsstrategien taugen sie nur, wenn ein permanenter Abgleich mit der realen Situation der jeweiligen Unternehmen erfolgt. Dazu benötigt man Erhebungen, deren Hinweise auch fürs Management nachvollziehbar sind. Besonders wertvoll ist dies für den Mittelstand mit seinen Budget-Restriktionen und seinem hohen sektorspezifischen Spezialisierungsgrad.

Entscheidungen über Security-Maßnahmen fallen vielen Unternehmen extrem schwer. Das Problem liegt in der Komplexität der Materie, was nicht nur Geschäftsführer und Vorstände überfordert, weil diese oft kaum Fachkenntnisse im Bereich Cybersecurity haben. Selbst gestandene CISOs und Security-Admins bringen die aktuellen Anforderungen nicht selten an den Rand ihrer Fähigkeiten: Neben die klassische IT treten je nach Unternehmensumgebung Anwendungen in der Cloud, IIoT, OT, soziale Netzwerke, mobile Geräte und weitere Spezialgebiete, deren Risiken und Bedrohungslandschaften nur Spezialisten für die entsprechenden Umgebungen bewerten können.

Entscheidungen mit Unbehagen

So muss sich häufig schon der CISO einer Organisation bei dem, was er an die Unternehmensführung weitergibt, auf die Aussagen anderer verlassen. Business-Management und Controller suchen dann ihrerseits nach Wegen, valide Maßstäbe für die Einordnung der Berichte zu finden. Dass es mit den Budgetfreigaben für gezielte Maßnahmen und Security-Lösungen in den Unternehmen oft lange dauert, liegt häufiger an der Unsicherheit der Verantwortlichen als am Unwillen, in diesen Bereich zu investieren.

Bedrohungsstatistiken und Trend-Reports renommierter, vor allem großer Security- und IT-Anbieter scheinen in dieser Situation willkommene Orientierung zu bieten. Sie punkten in vielen Fällen mit einer großen Basis an befragten Kunden und mit plakativen Aussagen, die branchenweise eine Fokussierung auf bestimmte präventive oder reaktive Maßnahmen nahelegen. Mit ihrer professionellen Aufbereitung stechen die Untersuchungen das, was die internen Security-Kräfte an Daten aufbieten, beim Management zuweilen um Längen aus. Hier und da traut man den Aussagen der "Großen" deshalb mehr als den Einschätzungen aus der eigenen Technik. Auch aus diesem Grund versucht fast jeder Security-Anbieter inzwischen, Kunden und vor allem potenzielle Kunden mit vermeintlich wertvollen, weil nach nachvollziehbaren Standards gewonnenen Daten über die Bedrohungslage zu versorgen.

Wenig Entscheidungshilfe

Aber was bieten die Analysen wirklich? Derzeit etwa macht der "Cost of a Data Breach Report" von IBM von sich reden, den das Unternehmen zusammen mit dem Ponemon-Institute erhoben hat. Die Ergebnisse scheinen besonders deshalb wertvoll zu sein, weil sie Auskunft über die Kosten von erfolgreichen Cyberangriffen geben. Genau das erhofft sich die Management-Ebene großer und kleiner Unternehmen. Denn sie muss das Unternehmensrisiko in punkto Cybersicherheit abschätzen: Lohnt sich die Investition in Lösung X oder Service Y, oder akzeptiert man besser das Risiko eines Angriffs vom Typ Z?

Tatsächlich liefern die Ergebnisse der Studie fast keinerlei konkrete Entscheidungshilfe. Die Analyse teilt mit, dass während der Covid-19-Pandemie die befragten Unternehmen pro Security-Vorfall im Durchschnitt einen Schaden von 4,24 Millionen US-Dollar erlitten haben und dies ein Höchstwert über die vergangenen 17 Jahre hinweg ist. Der Durchschnittsbetrag pro Vorfall sei um 10 Prozent gegenüber der Zeit vor der Pandemie gestiegen, unter anderem wegen des schnellen Umstiegs auf Arbeit im Home-Office und eine intensivere Cloud-Nutzung. Bei näherem Hinsehen zeigt sich dann, dass – Überraschung – die Investition in moderne Sicherheitsmaßnahmen für individuelle Unternehmen zu geringeren Kosten pro Vorfall führe.

Am Ende lautet somit die Botschaft: Die Bedrohungen nehmen zu, mit klugen Sicherheitsmaßnahmen lässt sich aber das Risiko senken. Mehr praktischen Nutzwert haben die Ergebnisse vor allem für den Mittelstand leider kaum. Eine Formel, aus der sich die wahrscheinlichen Kosten eines Durchschnittsvorfalls im eigenen Betrieb ableiten ließen, stellen die Untersuchungen nicht zur Verfügung.

Dies hat vor allem damit zu tun, dass mittelständische Unternehmen individueller aufgestellt sind als große Konzerne. Trends für Chemieriesen oder Großbanken etwa lassen sich zwischen den vergleichsweise wenigen Akteuren in den Märkten sicherlich gut übertragen. Das gilt auch für Analysen dessen, was Investitionen in bestimmte Lösungen bringen. Im Mittelstand dagegen fällt es weitaus schwerer, eine bestimmte Konstellation aus Fachgebiet, Know-How, Security-Status und Angriffsflächen, die ein bestimmtes Unternehmen aufweist, noch einmal genau so zu finden – selbst im gleichen Markt. Die Studie wirft das Management solcher Organisationen also zwangsläufig darauf zurück, herauszufinden, was im eigenen Netz geschieht und wie wirkungsvoll die von der eigenen Informationssicherheit getroffenen Maßnahmen sind. Und damit sind wieder die internen Spezialisten und ihre Sensorik gefragt.

Den eigenen Analysen vertrauen

Interessanterweise lässt sich auch das mit einer Studie belegen. Obrela hat die Angriffssituation in den Quartalen 2/2020 und 2/2021 verglichen und dabei für unterschiedlichen Branchen und Angriffstypen ein recht heterogenes Bild ermittelt, wobei allerdings wie bei IBM der Gesundheitssektor mit einem deutlichen Anstieg auffällt. Die Heterogenität der Ergebnisse sollte man als durchaus wertvolles Resultat betrachten: Es bedeutet, dass Unternehmen sich derzeit für individuelle, auf eigene Assessments und Beobachtungen bauende Maßnahmen entscheiden und deren Wirksamkeit überprüfen, um real gut dazustehen. Risiko-Assessments und eine permanente Bedrohungsanalyse sind also Pflicht. Die Obrela-Studie beruht – wie viele ähnliche Analysen – auf der anonymisierten Auswertung realer Angriffsvorgänge bei Kunden. Die ausgemittelten Ergebnissen fußen also auf denselben Daten wie Statistiken aus dem eigenen Haus, vermitteln aber ein breiteres Spektrum von praktisch übertragbaren Ergebnissen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Groß angelegte Bedrohungsanalysen taugen wenig zur direkten Steuerung von sicherheitsbezogenen Maßnahmen und Investitionen in einem individuellen Unternehmen. Sie liefern stattdessen eine Grundlage für den Vergleich des Geschehens in der eigenen Organisation mit der in anderen – umso besser, je "typischer" das eigene Unternehmen aufgestellt ist, und um so schlechter, je einzigartiger es ist.

Der Faktor Kommunikation

Genau das wiederum führt allerdings in zwei Problemfelder, mit denen nicht jedes Unternehmen gut zurechtkommt. Das erste liegt darin, eine eigene Bedrohungssensorik samt Auswertung aufzubauen. Genau dieser Bereich gilt als aufwändig und teuer, einmal wegen der Kostenstrukturen bei typischen SOC-Dienstleistungen und -Lösungen, und einmal wegen der Personalkosten für gute Bedrohungs-Analysten. Da noch nicht jede Compliance-Vorschrift explizit ein SOC oder entsprechende Konstrukte fordert, zögert so manches Management mit der Freigabe des nötigen Budgets. Die beste Strategie besteht dann darin, gezielt einen Anbieter zu wählen, der sich auf die individuellen Bedürfnisse mittelständischer Kunden einlässt und neben der Bedrohungserkennung auch deren Abwehr und das Risikomanagement beherrscht.

Das zweite Problemfeld ist das der Kommunikation angesichts der oben geschilderten Entscheidungsunsicherheiten. CISOs sollten die an sich unschöne Situation als Chance begreifen. Zieht das Management externe Informationen wie die aus globalen Bedrohungsstudien spürbar lieber zurate als die Monitoring-Ergebnisse des eigenen Security-Teams, bedeutet dies zunächst einmal einen erhöhten Bedarf an verständlichen Informationen. Lösungen, die eine stets aktuelle unternehmensspezifischen Bedrohungsanalyse und -bewertung liefern, sollten dann intern entsprechend propagiert werden. Diese kann man selbst aufbauen oder fertig konsumieren je nach persönlichen Möglichkeiten und Präferenzen.

Die zweifellos attraktive Hacker-Jagd und der Wert des technischen Monitorings sind für die Unternehmensführung vielleicht weniger interessant als die Chance, ähnlich aussagekräftige Informationen zur Lage im eigenen Betrieb zu bekommen wie diejenigen, die die vertrauten Studien zum Umfeld bieten. In der Argumentation sollten die Security-Verantwortlichen beide Ebenen nicht gegeneinander ausspielen, sondern auf die Möglichkeit verweisen, beispielsweise individuelle Vergleichsdaten zum Stand im Unternehmen anbieten zu können. So wird Cybersecurity relevant für die Steuerung von geschäftlichen Prozessen und hat einen angemessen Platz in relevanten Entscheidungsgremien der eigenen Organisation. Dies erhöht die Sicherheit, senkt das Risiko und trägt dazu bei, Innovation mit zu gestalten. (Obrela: ra)

eingetragen: 22.09.21
Newsletterlauf: 15.11.21

Obrela: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Unternehmen

Hilfe von Identitätsorchestrierung

Ping Identity übernimmt mit Singular Key, Anbieterin von No-Code-Identität und Sicherheitsorchestrierung. Das US-Start-up für End-to-End-Security optimiert die Integration von Identitätsdiensten und bietet ein No-Code-Tool, mit dem sich Workflows über mehrere Identitätstechnologien und -plattformen hinweg erstellen lassen. Identitätsüberprüfung, Fraud-, Risiko- und Zugriffsmanagement, Autorisierung, privilegierte Zugangsmöglichkeiten sowie Identitäts-Governance werden dabei in einer einheitlichen Identitätsstruktur verwaltet. Unternehmen können mit Hilfe von Identitätsorchestrierung auf einfache Weise dynamische User Journeys erstellen und über sämtliche Entwicklungen des Identitäts- und Zugriffsmanagements hinweg verwalten. Der intelligente Security Layer-Ansatz von Singular Key sorgt dabei für mehr Agilität und Flexibilität in Unternehmensprozessen, da Identitäts-Workflows vereinfacht werden und schnell und ohne Codierung bereitgestellt werden können. Singular Key wird über die PingOne Cloud-Plattform zur Verfügung stehen und bestehende Kunden sowie Neuanwender dabei unterstützen, ihre End-to-End User Journeys sowohl über die Systeme von Ping Identity als auch über Dienste von Drittanbietern hinweg zu verbessern.

Grundlage für die dynamischen Cyber-Abwehrlösungen

Mandiant, Anbieterin von dynamischer Cyber-Abwehr und -Reaktion, schließt ihre Umfirmierung von FireEye. Das Unternehmen firmiert als Mandiant und handelt ihre Aktien seit Handelsbeginn der Nasdaq am 5. Oktober 2021 unter dem Börsenkürzel MNDT statt FEYE. Die Entscheidung, den Unternehmensnamen und das Börsenkürzel zu ändern, spiegelt die Strategie des Unternehmens wider, sich auf die Mandiant-Sicherheitslösungen zu konzentrieren, die über die Cloud-basierte Plattform "Mandiant Advantage" bereitgestellt werden. Im Rahmen dieser Strategie gab das Unternehmen am 2. Juni 2021 bekannt, dass es eine endgültige Verkaufsvereinbarung für den Geschäftsbereich FireEye Products mit einem Konsortium unter der Führung der Symphony Technology Group (STG) geschlossen hat. Der Verkauf inkludiert den Namen FireEye. Kevin Mandia, CEO von Mandiant: "Die Umfirmierung unseres Unternehmens in Mandiant, Inc. steht im Einklang mit unserer Mission, jedem Unternehmen Vertrauen in seine Cyberabwehr zu verleihen."

Ganzheitlicher Ansatz zur Identitätssicherheit

One Identity, Anbieterin im Bereich Unified Identity Security, hat OneLogin, eine Anbieterin von Identity Access Management (IAM)-Lösungen, übernommen, um die Unified-Identity-Security-Plattform von One Identity zu erweitern. In Kombination mit den bestehenden Lösungen für Privileged Access Management (PAM), Identity Governance and Administration (IGA) und Active Directory Management and Security (ADMS) ermöglicht das Unternehmen seinen Kunden jetzt einen ganzheitlichen Ansatz zur Identitätssicherheit auf Basis zuverlässiger, bewährter Technologien in jeder wichtigen Kategorie. Mit der Ergänzung durch die OneLogin-Software bietet One Identity nun Lösungen für jede der vier Säulen, die notwendig sind, um kritische Cybersicherheits-Lücken zu schließen. Gartner Research führt die beiden Lösungen von One Identity und OneLogin im Leaders-Quadranten der Gartner Magic Quadrant Reports für die Bereiche PAM, IGA und IAM, während Tausende von Unternehmen Active Roles verwenden, um Microsoft AD und Azure AD abzusichern und zu stärken. "Mit der Verbreitung menschlicher und maschineller Identitäten, dem Wettlauf in die Cloud und Remote Working wird die Identität schnell zum neuen Prüfstein – deshalb war es noch nie so wichtig wie aktuell, Identitäten mit einem End-to-End-Ansatz zu schützen", so Bhagwat Swaroop, Präsident und General Manager von One Identity. "Indem wir OneLogin in unser Portfolio und unsere Cloud-basierte Unified Identity Security-Plattform integrieren, unterstützen wir unsere Kunden dabei, sämtliche Identitäten ganzheitlich zu korrelieren, alles zu verifizieren, bevor jemand oder etwas Zugriff auf kritische Assets bekommt, nebst der Möglichkeit, verdächtige Login-Aktivitäten in Echtzeit zu erkennen. Mit Identität als Herzstück, können unsere Kunden jetzt eine adaptive Zero-Trust-Strategie umsetzen und ihre allgemeine Cybersicherheitslage drastisch verbessern."

Messung und Bekämpfung von Cyber-Risiken

Angesichts stark zunehmender und immer heftigerer Cyber-Angriffe hat die Netzwerk- und IT-Dienstleisterin BT eine millionenschwere Investition in das kalifornische Unternehmen Safe Security angekündigt. Das Unternehmen mit Hauptsitz im Silicon Valley ist im Management von Cyber-Risiken branchenführend. Mit der SAFE-Plattform (Security Assessment Framework for Enterprises) von Safe Security können Unternehmen einen "Gesundheits-Check" ihrer Schutzmechanismen durchführen und die Wahrscheinlichkeit eines größeren Cyberangriffs ermitteln. Cyberkriminelle nehmen sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen und öffentliche Organisationen ins Visier. Branchenanalysen gehen davon aus, dass die Kosten der weltweiten Cyberkriminalität im Jahr 2020 über eine Billion US-Dollar betragen haben. Angesichts der jüngsten Angriffe auf kritische Infrastrukturen wie Energie- oder Gesundheitsversorgung stehen Unternehmen und Regierungen unter großem Druck, objektiv zu ermitteln, wie gut sie gegen die neuesten Formen von Cyber-Attacken geschützt sind. Die Investition in Safe Security ermöglicht es BT, die SAFE-Plattform mit den eigenen Managed Security Services zu kombinieren. Damit können Kunden in einer Echtzeit-Analyse sehen, wie sicher sie in einer sich schnell verändernden Cyber-Bedrohungslandschaft sind. Eine Besonderheit von SAFE ist, dass es auch die finanziellen Risiken von Kunden berechnen kann und Maßnahmen vorschlägt, um diese zu begrenzen und Lücken in der Gefahrenabwehr zu schließen. SAFE schützt bereits mehrere Fortune-500-Unternehmen und Regierungen auf der ganzen Welt.

Mangelnde Cyberresilienz im Mittelstand

Eine neue Bundesregierung wird viele Herausforderungen in der Cybersicherheitspolitik bewältigen und die Weichen für die kommenden Jahre stellen müssen. Als Anregung für diese Diskussion hat Kaspersky jetzt ein Impulspapier veröffentlicht. Es enthält zehn Punkten zur Cyber-Sicherheitspolitik. Kaspersky adressiert unter anderem den IT- und Cybersicherheits-Fachkräftemangel, Aufholbedarf zum Thema digitale Sicherheit innerhalb der Gesellschaft, die zu geringe Etablierung von Security-by-Design als Gestaltungsprinzip bei der Entwicklung neuer Technologien und Lösungen und die noch mangelnden Cyberresilienz im Mittelstand. Zudem solle die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung sicherer und vertrauensvoller gestaltet werden. Zur Erhöhung der Resilienz und Leistungsfähigkeit sei eine faktenbasierte Cybersicherheits- sowie Wettbewerbs- und Beschaffungspolitik erforderlich. Kompetenzen in der Cybersicherheit sollten gebündelt sowie der europäische digitale Binnenmarkt harmonisiert werden. Außerdem befürwortet Kaspersky die Bildung eines Digitalministeriums auf Bundesebene, wobei hier das Thema Cybersicherheit mit einer hohen Relevanz behandelt werden sollte. So lasse sich die weitere Digitalisierung des Staates, seiner Verwaltung sowie der Wirtschaft und Gesellschaft zügig, sicher, vertrauensbasiert und effektiv vorantreiben.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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