Hälfte aller Bots kommt mit bösen Absichten


Angriff der Webbots: Virtuelle Roboter auf dem Vormarsch
60 Prozent des WebTraffics sind "nichtmenschlich"

(23.12.14) - Jeder Science Fiction-Fan kennt zwei Arten von Robotern: Gute und böse Bots. Die einen sind hilfreich und erleichtern unseren Alltag. Mit den anderen ist nicht zu spaßen, denn oft handelt es sich um Maschinen, die nur zu einem Zweck konstruiert wurden: um möglichst großen Schaden anzurichten. Ähnliches gilt für das millionenstarke Heer an Webbots, die täglich Webseiten auf der ganzen Welt Besuche abstatten. Auch hier gibt es die Guten und die zahlenmäßig überlegenen Bösen. Insgesamt sind die kleinen Such- beziehungsweise Angriffsprogramme für mehr als 60 Prozent des gesamten Web-Traffics verantwortlich, was Betreiber von Webseiten zunehmend vor ernste Probleme stellt.

Grundsätzlich versteht man unter "Bots" Computerprogramme oder Skripte, die selbstständig Informationen von Websites analysieren und auswerten. Zu den guten Bots zählen beispielsweise sogenannte Webcrawler von Internet-Suchmaschinen, die Homepage-Inhalte auswerten, um ein sinnvolles Ranking zu erstellen. Viele Unternehmen sind sich dieses stetigen Bot-Traffics nicht bewusst, genauso wenig darüber, welche Auswirkungen "böse Bots" auf ihre Web-Applikationen haben können.

Fakt ist: Laut eines aktuellen Reports von Incapsula besteht ein großer und stetig wachsender Anteil der Website Besucher aus Bots. Diese machen 60 Prozent des gesamten Web Traffics aus seit vergangenem Jahr ist ihr Anteil um zehn Prozent sprunghaft angestiegen. Kurzum: Websites werden häufiger von Bots besucht als von Menschen.

Anteil bösartiger Bots wächst
Etwa die Hälfte aller Bots kommt mit bösen Absichten. Aber was genau treiben sie während ihrer Website-Besuche eigentlich? Beinah ein Viertel von ihnen nimmt automatisierte Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriffe vor. Ziel ist es dabei, Online-Shops und andere webbasierte Services außer Kraft zu setzen, indem der Webseiten-Traffic künstlich überlastet wird. Damit nicht genug: Neben den DDoS-Angriffen, die Usern den Zugang zu Websites sowie den Kauf von Produkten erschweren, zielen die Bots zunehmend darauf ab, an Zahlungsinformationen oder andere Kundendaten zu gelangen.

"Ähnlich wie in den Science Fiction Filmen vermehren sich die bösen Bots mit enormer Geschwindigkeit selbst und entwickeln sich gleichzeitig weiter", weiß Barry Shteiman, Director Security Strategy bei Imperva. "So wurde in den vergangenen zwölf Monaten ein Zuwachs an DDoS-Bots von 240 Prozentbeobachtet. Mittlerweile sind 30 Prozent der DDoS-Bots derart hochentwickelt, dass sie von gängigen Anti-DDoS-Lösungen nicht als Bedrohung erkannt werden und diesen Schutzwall mit Leichtigkeit durchbrechen können". Diese böswilligen Bots können somit eine entscheidende Auswirkung auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens haben. (Imperva: ra)

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2024 wird Cyberresilienz als Basis für die Kontinuität von Geschäftsprozessen zunehmend im Fokus stehen und die IT-Organisation und Führungsebene umgestalten. Denn um diese strategische Aufgabe zu stemmen, werden sich die Chief Information Security Officer (CISO) intensiver an Datensicherheit und Datensicherung beteiligen. Gleichzeitig wird das C-Level die Verantwortlichen für IT-Datensicherheit und IT-Betrieb stärker in seine Hierarchie einbeziehen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

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DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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