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Investitionen in künstliche Intelligenz nicht zu stoppen

Banking-Trends: Was das das Jahr 2021 für Banken bereithält

Banken werden weiterhin Investitionen in Künstliche Intelligenz tätigen und gleichzeitig nach zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten dieser Technologie suchen



Von Niccolò Garzelli, Senior Vice President Sales bei Auriga

Das Jahr 2020 war auch im Bankwesen von Umbrüchen geprägt. Um relevant zu bleiben und sich im heutigen digitalen Zeitalter zu differenzieren, müssen Finanzinstitute ein solides Verständnis für die aktuelle Bankenlandschaft zeigen und sich an den veränderten Gewohnheiten und Erwartungen der Kunden orientieren. COVID-19 mag vorhandene Trends beschleunigt haben, aber ob sie sich im gleichen Tempo fortsetzen, muss sich erst noch zeigen. Diejenigen, die sich schnell weiterentwickeln, werden Vorreiter sein und auch vorne bleiben. Mehr denn je geht es nicht nur um Wettbewerbsvorteile, sondern für einige Banken sogar um das Überleben.

Niccolò Garzelli, Senior Vice President Sales bei Auriga, prognostiziert, was die Bankbranche erwartet:

Finanzinstitute bleiben beliebtes Ziel von Cyber-Kriminellen

Die Zahl der Cyber-Angriffe auf Banken wird 2021 weiterhin steigen. Davon betroffen sind nicht nur digitale Banking-Kanäle, die für Transaktionen benutzt werden, sondern auch Geldautomaten. Diese sind aufgrund veralteter Hard- und Software oftmals die größte Schwachstelle in der IT-Sicherheitsinfrastruktur einer Bank.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Home Office und Telearbeit haben Bankmitarbeiter nur durch Remote Access Zugriff auf ihre Systeme. Auch in diesem Bereich offenbaren sich Schwächen, die von Cyber-Kriminellen ausgenutzt werden können. Spezielle Cybersecurity-Lösungen auf den Computern der Mitarbeiter werden unumgänglich sein.

Hinzu kommt, dass sich Geldinstitute auf dem Weg zur NextGenBranch noch mehr vor Cyber-Angriffen schützen werden müssen. So werden beispielsweise Assisted-Self-Service-Geräte – die vollständig einem Finanzinstitut gehören und von ihm gesichert werden – in der Bank der Zukunft die Schnittstelle zwischen dem Kunden und der Bank darstellen. Diese Geräte müssen ausreichend gesichert werden, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Der Sicherheitsaspekt kann sich zu einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal gegenüber anderen Kanälen wie Online oder Mobile entwickeln, für deren Schutz auch der Kunde verantwortlich ist.

Finanzinstitute werden sich in diesem Jahr intensiver mit Cyber-Sicherheit und entsprechenden Lösungen befassen müssen und aktiv daran arbeiten, dass sowohl die persönlichen Daten ihrer Kunden als auch ihrer Systeme geschützt sind.

Investitionen in künstliche Intelligenz nicht zu stoppen

Banken werden weiterhin Investitionen in Künstliche Intelligenz tätigen und gleichzeitig nach zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten dieser Technologie suchen. In diesem Jahr ist weiterhin eine langsame Einführung von KI, beispielsweise für wiederholbare und vorhersehbare Abläufe, zu erwarten. Bereits jetzt wird KI-Technologie eingesetzt, um Cash-Prognosen zu erstellen oder um zu ermitteln, wann und wo Bargeld benötigt wird. Prädiktive Tools sind zeit- und kosteneffizient und können auch für die präventive Wartung von Geldautomaten und anderen Geräten eingesetzt werden. Das erleichtert die Planung von Service-Einsätzen vor einem Ausfall, verbessert die Verfügbarkeit und reduziert die Kosten. Es ist nicht auszuschließen, dass KI auch dazu verwendet werden wird, um die Stimmung von Kunden mithilfe von Gesichtserkennung zu erfassen. Auf Basis dieser Informationen könnten Bankangestellte beurteilen, wie sie den Kunden ansprechen, welche Dienstleistungen sie ihm vorschlagen sollten und zu welchem Zeitpunkt.

Tele-, Mobile und Online Banking – Welcher Kanal geht, welcher bleibt?

In diesem Jahr sollten Banken der Customer Journey wieder ein besonderes Augenmerk schenken. Banken benötigen einen guten Mix von Kanälen, um Kunden anzusprechen. Eine digitale Plattform allein reicht nicht aus, da sie anfällig für IT-Störungen und Ausfälle ist und nicht jeder Kunde mit der Technik zurechtkommt. Tele-Banking hat sich hierbei bislang immer als verlässlicher Kanal behaupten können.

Im Laufe der Jahre hat sich das Bankgeschäft durch die Einführung von Technologien zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung verändert. Die unbeabsichtigte Folge davon ist, dass die Bank-Kunden-Beziehung immer unpersönlicher geworden ist. Als der erste Geldautomat vor über 50 Jahren Einzug gehalten hat, mussten Bankkunden zum Geldabheben oder -einzahlen nicht mehr zwangsläufig eine Filiale betreten. Durch Tele-Banking mussten Kunden nicht einmal mehr ihr Zuhause verlassen und konnten Bankgeschäfte aus der Ferne tätigen. In jüngster Vergangenheit haben Internet- und dann Mobile Banking dazu geführt, dass einige Bevölkerungsgruppen nie persönlich in Kontakt mit ihrer Bank getreten sind. Unter diesem Mangel an zwischenmenschlicher Interaktion hat auch die Kundenloyalität gelitten.

Was das Thema Kanäle angeht, so ist ein "First in and first out"-Prinzip nur selten der richtige Ansatz. Banken müssen jeden Kanal kontinuierlich bewerten und seinen Wert für den Kunden erkennen. Gleichzeitig müssen sie eine Auswahl an Kanälen anbieten. Ältere Kanäle, wie z.B. Tele-Banking, sollten nicht als erstes wegfallen. Und in der Tat könnte letzteres neben Video-Banking im neuen 24-Stunden-Filialmodell ein Revival erleben.

Da das Online Banking dem Mobile Banking zunehmend weicht, könnte man sogar argumentieren, dass dieser Kanal am ehesten verschwinden könnte. Die Wahl des Kanals wird sich je nach Generation, demografischen und anderen Faktoren unterscheiden, aber es bleibt wichtig, dass Finanzinstitute Auswahlmöglichkeiten bieten und den Kunden immer eine zuverlässige Alternative zur Verfügung steht.

Mit neuen Filialmodellen und Services den Kunden in den Mittelpunkt stellen

Obwohl Online und Mobile Banking sehr beliebt sind, bevorzugen viele Kunden nach wie vor die persönliche Interaktion in der Bankfiliale. So gilt es dieses Jahr die digitalen Angebote zu erweitern und gleichzeitig die Stärken einer Vor-Ort-Betreuung in der Filiale auszubauen, um den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und ihm die Wahl zu überlassen. Durch sogenannte White-Label-Filialen können sich die Finanzinstitute Kosten für Standorte und Ressourcen teilen, gleichzeitig aber die physische Präsenz aufrechterhalten.

Wir beobachten zudem, dass SB-Services weltweit um Assisted und Remote Services erweitert werden, um den Kunden eine Alternative zum reinen digitalen Banking zu geben. Mit diesen Angeboten werden sich die klassischen Banken gegenüber Neobanken und FinTechs ein Unterscheidungsmerkmal sichern.

Das Jahr 2021 wird ganz im Zeichen des Verbrauchers stehen. Der Kunde sollte selbst entscheiden können, wie und mittels welcher Technologie er mit seiner Bank in Kontakt treten möchte. Jede Customer Journey sollte dabei maßgeschneidert werden können.

Darüber hinaus wird der Zugang zu Bargeld ein dauerhaftes Thema bleiben. Aber angesichts der Auswirkungen von COVID-19 auf alle Branchen müssen die Beteiligten härter denn je daran arbeiten, praktikable Lösungen zu finden. (Auriga: ra)

eingetragen: 22.02.21
Newsletterlauf: 14.04.21

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Meldungen: Hintergrund

Credential-Stuffing mit Drittanbieter-Zugriff

CybelAngel, ein weltweit agierendes Sicherheitsunternehmen, hat eine umfassende Studie veröffentlicht, die zeigt, wie Cyberkriminelle Betrug, Ransomware-Angriffe und andere Attacken im Gesundheitswesen planen, indem sie gestohlene Anmeldeinformationen, durchgesickerte Datenbankdateien und andere Materialien aus spezialisierten Quellen im Cybercrime-Untergrund beschaffen. In ihrem neuen Report "Gesundheitsdaten im Darkweb" beschreiben die CybelAngel-Analysten, wie die anhaltende Belastung der Krankenhäuser durch die COVID-19-Pandemie in Verbindung mit den mangelhaften Abwehrmaßnahmen den Kriminellen ausreichend Möglichkeiten und Ressourcen bietet, um lukrative Angriffe durchzuführen.

Schnell wachsende Berufsgruppe unter Cyberkriminellen

Home-Office in der Corona-Pandemie und neuer Malware-Technologien haben 2020 zu einem sprunghaften Anstieg beim Handel mit kompromittierten bzw. gehackten Fernzugriffen (Remote Access) geführt. Angebote rund um RDP-, VPN- und Citrix-Gateways haben einen neuen Höchststand erreicht und werden zu hohen Preisen auf Foren und Plattformen im Darknet verkauft. Wie ein aktueller Report von Digital Shadows zeigt, steigt damit insbesondere die Gruppe der "Initial Access Brokers" in der Hierarchie des cyberkriminellen Ökosystems weiter auf.

Computer waren gegen die Bedrohung nicht gefeit

Die Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies hatten bereits im vergangenen Jahr davor gewarnt, dass staatliche Hacker einen Weg fanden, die Telegram-Accounts von iranischen Dissidenten zu infiltrieren und zu überwachen. Neue Ergebnisse zeigen nun, dass das Ausmaß der Spionage noch größer ist, als bisher vermutet. Seit 2014 wurden nicht nur Telegram-Accounts über Phishing-Links und Falschmeldungen ausgetrickst und ausgehorcht, sondern die gleichen Hacker-Gruppen haben weitere Wege gefunden, um ihren Opfern nachzuspionieren. Diese großangelegte und langlebige Spionage-Operation trägt den Codenamen ‚Domestic Kitten‘ und hat laut bisherigen Erkenntnissen über 1200 Personen in 7 verschiedenen Länder attackiert – über 600 Geräte wurden erfolgreich mit der mobilen Malware infiziert, welche die Sicherheitsexperten ‚FurBall‘ getauft haben.

Security und DevOps gehen jetzt Hand in Hand

In Zeiten der COVID-19-Pandemie entsteht für viele Unternehmen, die ihre Mitarbeiter im Home Office haben, eine neue Herausforderung: Sie müssen DevOps mit IT-Sicherheit verbinden, um ihren Workflow sicherzustellen. Die Vorteile von DevOps, die ständige Auslieferung von Verbesserungen sowie die damit einhergehenden Automatisierungs-Tools werden für DevSecOps genutzt, um Software und Abläufe zu standardisieren. Dadurch können Unternehmen Observability sicherstellen. DevSecOps hat somit viele agile Prozesse von DevOps übernommen. Es gibt aber auch einige wichtige Unterschiede im Entwicklungszyklus.

Schrems II: Das Dilemma der KMU

Der Datenschutz stellt Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen: Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshof in Sachen Schrems II wächst der Druck auf kleine und mittlere Unternehmen, ihre Prozesse und Abläufe neu evaluieren und den Regularien der EU-DSGVO anzupassen. Die EU-DSGVO gibt vor, dass der Transfer personenbezogener Daten an einen Staat außerhalb der EU/EWR unter anderem nur erlaubt ist, wenn die Zielländer oder -organisationen einen gleichwertigen Datenschutz zur Europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU DSGVO) garantieren. Diese Anforderung erfüllen beispielsweise die Vereinigten Staaten von Amerika nicht, weswegen der EU Privacy Shield vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) in der Klage Schrems II gekippt wurde. Laut vieler Experten war dies bereits abzusehen, seit das Abkommen eingeführt wurde. Die Nachlässigkeit der Politik stellt jetzt besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor große Schwierigkeiten: Es gilt, die eigenen Prozesse und die dabei genutzte Soft- und Hardware (beispielsweise Rechenzentren) schleunigst anzupassen.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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