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Sicherheitsprognosen für 2020


Es ist davon auszugehen, dass einige der über 43.000 in den letzten zwei Jahren entdeckten Schwachstellen in zukünftigen Exploit Kit-Aktivitäten münden
Wenn es um die Aktivitäten rund um Web-Skimming geht, stellt man fest, dass scheinbar kein Ziel groß genug ist, um es zu übernehmen, und dass keine Plattform verschont bleibt



Die Sicherheitsforscher von Malwarebytes gaben ihre Sicherheitsprognosen für das Jahr 2020 bekannt. Dabei prognostizieren die Experten zunehmende Gefahren für Unternehmen durch Ransomware-Angriffe, erwarten vermehrt Exploit-Kit-Aktivitäten und VPN-Skandale. Im Folgenden werden sechs Sicherheitsprognosen vorgestellt und in die Entwicklungen der jüngsten Zeit eingeordnet.

1. Ransomware-Angriffe auf Unternehmen und Regierungen werden dank neu gefundener Schwachstellen zunehmen.
Bereits in den vergangenen beiden Jahren konnte im Business-Umfeld ein Anstieg von Schwachstellen festgestellt werden und gerade in diesem Jahr wurde immer mehr Malware entwickelt, die sich auf Unternehmen konzentriert anstatt auf Verbraucher.

Es ist davon auszugehen, dass einige der über 43.000 in den letzten zwei Jahren entdeckten Schwachstellen in zukünftigen Exploit Kit-Aktivitäten münden. Ein Beispiel hierfür ist BlueKeep, eine Software-Schwachstelle, die ältere Versionen von Microsoft betrifft. Sie ermöglicht den Angriff auf das Remote Desktop Protocol (RDP) eines Betriebssystems, das sich über eine Netzwerkverbindung mit einem anderen Computer verbindet und sich dadurch sehr schnell verbreiten kann.

Im Endeffekt resultieren aus häufiger anfallenden Schwachstellen, auch immer mehr bösartiger Tools, die darauf abzielen, Netzwerke effektiver anzugreifen. Dabei könnte auch die Zahl der Einzeltäter unter den Cyber-Kriminellen, die sich in der Vergangenheit öfter in Gruppen organisiert haben, steigen.

2. Web-Skimmer werden ihre Wirkung erweitern, indem sie sich stärker auf E-Commerce-Plattformen und Plugins fokussieren.
Wenn es um die Aktivitäten rund um Web-Skimming geht, stellt man fest, dass scheinbar kein Ziel groß genug ist, um es zu übernehmen, und dass keine Plattform verschont bleibt. Daten von Online-Händlern sind für Kriminelle weiterhin äußerst attraktiv und der aktuelle Stand der Cyber-Sicherheit ist bei den meisten Händlern weiterhin unzureichend. Insbesondere indirekte Angriffe sind gefährlich, weil sie CMS-unabhängig sind und jeder Code von Drittanbietern, wie beispielsweise Web-Bibliotheken, manipuliert und von einer Reihe von nachgelagerten Websites geladen werden.

Erwartbar sind zudem weitere Verschiebungen zu Bereichen, in denen man Skimmer zunächst weniger vermutet. Die meisten von ihnen werden derzeit über das Zahlungsformular geladen, in das Kunden ihre sensiblen Bankdaten eingeben. Hier konnten bereits in der vergangenen Zeit Skimmer analysiert werden, die sich als Zahlungsprozessoren ausgeben und Phishing betreiben. Insgesamt handel es sich im Bereich Skimmer um ein dynamisches Feld, in dem man 2020 viele neue Angriffstechniken erwarten kann.

3. Die Exploit-Kit-Aktivitäten werden einen neuen Höchststand erreichen.
Es wird eine Flut an Exploits für Chrome und Chromium-basierten Browser prognostiziert. In diesem Jahr standen die Zero-Day-Schwachstellen für Google Chrome im Mittelpunkt. Diese sind selten und schwer zu erreichen, aber sie werden immer häufiger. Im kommenden Jahr ist zu erwarten, dass der Browser-Markt noch stärker von Chrome/Chromium dominiert wird, da Microsofts Edge-Browser im Januar auf eine Chromium-Engine umgestellt wird. Angreifer werden sich dann vermehrt auf Chrome als Hauptziel fokussieren. Darüber hinaus ist mit mehr Drive-by-Angriffen mit dateifreier Malware wie Magnitude EK, Underminer EK und Purple Fox zu rechnen.

4. VPN-Skandale werden zunehmen.
VPNs wurden als Lösung für Datenschutz und Sicherheit angepriesen. Doch wie letztes Jahr auf der Black Hat-Konferenz gesehen, sind SSL-VPNs ein beliebter Weg für den Fernzugriff auf Unternehmen. So wurden beispielsweise zwei VPNs Pulse Secure VPN und Fortinet's FortiGate VPN übernommen, nachdem auf einer Sicherheitskonferenz Schwachstellen in einer Software vorgestellt wurden. VPNs vermitteln Benutzern oft ein falsches Sicherheitsgefühl, auch in der Annahme, dass keine zusätzlichen Sicherheitstools benötigt werden. VPNs sind jedoch nur ein Teil der Sicherheitsgleichung und ein zusätzliches vielschichtiges Sicherheitssystem ist unabdingbar.

Im kommenden Jahr werden wahrscheinlich mit Sicherheit weitere VPN-Sicherheitsmängel auftreten und die gefälschten VPN-Websites zu zusätzlichen Enterprise VPN-Hacks führen.

5. Biometrische Daten werden einen internationalen Aufschrei für Datenschutzgesetze auslösen.
In diesem Jahr stand der Kauf von Fitbit durch Google auf dem Programm und damit auch die Übernahme von Nutzerdaten durch den Internetgiganten. Die Frage ist: Was passiert mit diesen privaten Gesundheitsinformationen?

Verbraucher sind sich nicht bewusst, dass der Zugang zu ihren Gesundheitsverfolgungsgeräten in die Hände von Personen geraten könnten, die die Daten für nicht autorisierte Zwecke verwenden könnte. Darüber hinaus erfordert die zunehmende Verwendung biometrischer Daten zur Authentifizierung auch strengere Vorschriften für den Datenschutz, da die Verbraucher einer Verzerrung ausgesetzt sein könnten. Es resultieren auch Befürchtungen, wie biometrische Daten verwendet werden könnten und wer Zugang zu Daten wie Strafverfolgung, Einwanderungsbehörden oder ausländische Regierungen haben könnte.

6. Hybride Angriffe mit mehrstufigen Nutzlasten steigen.
Ein mehrstufiger Angriff ermöglicht es einem Angreifer, ein Netzwerk so effizient und effektiv wie möglich zu infiltrieren. In der ersten Phase werden Informationen gesammelt: Der Angreifer findet damit den besten Weg, die nächste Phase des Angriffs zu starten, die eine weitere Infektion über das Netzwerk oder den Verkauf der Infektion an jemanden beinhalten könnte, der sich monetär bereichern oder Malware verbreiten möchte. In jüngster Zeit wurde analysiert, dass Emotet als Erstinfektion eingesetzt wird, um mehr Malware, insbesondere Ransomware, einzuschleusen. Im kommenden Jahr ist davon auszugehen, dass es immer häufiger ähnliche Arten von Malware geben wird, bei denen die Verweildauer Tage oder sogar Wochen betragen wird, bevor Angreifer entscheiden, was sie als nächstes tun.
(Malwarebytes: ra)

eingetragen: 15.12.19
Newsletterlauf: 20.01.20

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Meldungen: Hintergrund

Nutzung personenbezogener Daten immens eingeschränkt

Ein neuer Fall beschäftigt die Werbetreibenden dieser Welt: Das Verschwinden der Cookies. Wo sind sie hin? Wo hat man sie zuletzt gesehen? Wer oder was ist Schuld? Emarsys klärt auf. Kunden wollen mehr Sicherheit und vertrauen laut Gartner den Verbrauchermarken immer weniger. Entwicklungen im Bereich des Datenschutzes, wie die Einführung der DSGVO, schränken die Nutzung personenbezogener Daten immens ein. Im Ergebnis müssen Werbetreibende mit weniger Daten arbeiten, als ihnen lieb ist. Die Online-Identifizierung von Kunden, die Anzeigenzuordnung und der Kundenabgleich verändern sich. Dennoch müssen Marketer es schaffen, ihr Targeting kontinuierlich zu verbessern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein unlösbarer Fall?

Netzwerk- und Sicherheitsteams werden konvergieren

Gerade in diesen unsicheren Zeiten wäre eine voll funktionsfähige Kristallkugel besonders praktisch: Hinter uns liegt ein Jahr, in dem sich nahezu alles, was für uns selbstverständlich war, verändert hat. Das Jahr 2021 wird Unternehmen und der Security-Branchen zahlreiche Chancen bieten, dennoch müssen wir auch damit rechnen, dass neue und schädliche Bedrohungen auftauchen werden. Neil Thacker, CISO EMEA & Lateinamerika von Netskope, blickt auf fünf Bereiche, in denen größere Veränderungen zu erwarten sind: Es ist davon auszugehen, dass wir im nächsten Jahr mit noch mehr mit Insider-Bedrohungen konfrontiert werden. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit nehmen diese erfahrungsgemäß deutlich zu. Darauf wies zuletzt u.a. auch Dr. Jessica Barker, Cybersicherheitsberaterin und Spezialistin für Psychologie und Soziologie der Cybersicherheit, hin: "Wir müssen die Tatsache anerkennen, dass es im Moment und in der nahen Zukunft Umstände gibt, die einen Anstieg böswilliger Insideraktivitäten auslösen können."

Durch Gaming generierter Web-Traffic ein Ziel für Angreifer

Die Spielbranche wurde in den letzten Jahren vermehrt ein beliebtes Ziel von Cyberkriminellen. Während man früher davon ausging, dass Verbindungsabbrüche oder Spielabstürze auf technische Fehler oder Netzwerkprobleme zurückzuführen sind, weiß man heute, dass es sich dabei oft auch um gezielte Angriffe handelt. Philippe Alcoy, Cyber Security Technologist bei Netscout, listet die verschiedenen Trends in der Gaming-Branche für das kommende Jahr.

Ransomware bleibt nach wie vor die größte Bedrohung

Acronis hat mit dem "Acronis Cyberthreats Report 2020" einen eingehenderen Bericht zur aktuellen Bedrohungslandschaft und den daraus resultierenden Prognosen für das kommende Jahr veröffentlicht. Angesichts der Schutz- und Sicherheitsherausforderungen, die durch die Verlagerung auf Homeoffice-Arbeit während der COVID-19-Pandemie noch verstärkt werden, warnt Acronis davor, dass es in 2021 zu noch aggressiveren Cyber Crime-Aktivitäten kommen wird, weil die Angreifer von Datenverschlüsselung auf Datenexfiltration umsatteln werden. Ransomware bleibt nach wie vor die größte Bedrohung; wobei in diesem Jahr fast die Hälfte aller bekannten Fälle auf das Konto der Ransomware "Maze" gingen. Der Acronis Cyberthreats Report 2020 weist jedoch auf einen wachsenden Trend bei Cyberkriminellen hin, die nach einer Maximierung ihres Gewinns trachten: Statt einfach nur Lösegeld für die Entschlüsselung betroffener Daten zu verlangen, werden vor dieser Verschlüsselung noch benutzereigene Daten "extrahiert", um an sensible oder peinliche Informationen zu gelangen. Anschließend wird den Opfern die Veröffentlichung der gestohlenen Dateien angedroht, wenn man nicht entsprechend mehr zahlt.

Homeoffice bleibt für Unternehmen hoher Risikofaktor

Das Jahr 2020 war von zahlreichen neuen und weiterentwickelten Cyberangriffen geprägt, die sich auch im kommenden Jahr fortsetzen werden. A10 Networks, ein führender Anbieter für Anwendungen und Lösungen zur Cybersecurity, gibt einen Ausblick auf die absehbaren Bedrohungen für das kommende Jahr und die betroffenen Branchen, Geschäftsfelder und gesellschaftlichen Bereiche, die im Jahr 2021 besonders im Fokus von Cyberkriminellen stehen werden. Einen besonderen Einfluss auf die zu erwartenden Schwerpunkte der Cybersecurity-Landschaft 2021 werden dabei die Entwicklungen des vergangenen Jahres haben. Durch die Pandemie und den damit verbundenen vielfachen Umstieg auf Homeoffice-Lösungen rücken die einzelnen Mitarbeiter noch stärker in den Blickpunkt von Cyberkriminellen, wodurch entsprechende Schulungen und Strategien zum Schutz vor potentiellen Angriffen weiter an Bedeutung gewinnen. Aber nicht nur der Dienstleistungssektor und die Industrie stehen 2021 im Fokus von Cyberkriminellen. Auch das Gesundheitswesen und der Bildungsbereich sollten sich auf vermehrte Angriffe gefasst machen. Für IT-Verantwortliche wird also die Vorbereitung auf zahlreiche zu erwartende Attacken im Fokus stehen.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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