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Missbrauch personenbezogener Daten

Prognose für 2020: Es drohen Big Data-Missbrauch und komplexere Angriffe

Technologien wie Machine Learning und Deep Fakes ermöglichen neue Angriffswege



Die Experten von Kaspersky präsentieren ihre Voraussagen im Bericht Advanced Persistent Threats (APTs) Predictions für das Jahr 2020. Sie beschreiben darin, wie sich die Szenarien gezielter Angriffe in den kommenden Monaten verändern werden. Das durchaus beunruhigende Fazit: Bedrohungen gewinnen zunehmend an Raffinesse und arbeiten zielgerichteter. Zudem werden Cyberattacken zunehmend unter dem Einfluss externer Faktoren stehen und somit immer spezifischer zum Einsatz kommen – die zunehmende Verbreitung maschinellen Lernens, Deep Fake-Technologien oder mögliche Spannungen im Zusammenhang mit Handelsrouten zwischen Asien und Europa könnten hier die APT-Bedrohungen im kommenden Jahr bestimmen. Die Vorhersagen wurden auf Grundlage gewonnener Erkenntnisse des Global Research and Analysis Team von Kaspersky im Laufe des aktuellen Jahres getroffen. Ziel ist es auch, die Cybersicherheitsgemeinschaft mit Leitlinien und Erkenntnissen zu unterstützen. Sie sollen, zusammen mit einer Reihe von Prognosen über die zukünftige Bedrohungslage im Industrie- und Technologiesektor, dazu beitragen, auf die Herausforderungen der kommenden zwölf Monate besser vorbereitet zu sein.

Missbrauch personenbezogener Daten: Von Deep Fakes bis hin zu DNA-Leaks

Nach einer Reihe von Datenlecks bei personenbezogenen Daten in den vergangenen Jahren, erleichterte die daraus verfügbaren persönlichen Informationen Angreifern die Durchführung gezielter Angriffe. Da das Schutzniveau infolgedessen zugenommen hat, werden Cyberkriminelle im Jahr 2020 tiefer bohren und nach empfindlicheren durchlässigen Stellen wie biometrischen Daten suchen müssen.

Die Sicherheitsforscher weisen dabei auf eine Reihe von Schlüsseltechnologien hin, die Opfer in die Fallen der Angreifer locken könnten, darunter öffentlich diskutierte Video- und Audio-Deep-Fakes, die automatisiert und zur Erstellung von Profilen oder für Betrügereien – etwa den Aufbau von Social-Engineering-Systemen – missbraucht werden können.

Weitere APT-Prognosen für 2020

• >> False-Flag-Angriffe – also Attacken unter falscher Flagge – werden eine neue Qualität erreichen. Dabei werden Cyberkriminellen nicht nur zunehmend die Nachvollziehbarkeit eigener Aktionen verschleiern, sondern aktiv Dritten die Schuld zuschreiben. Commodity-Malware, Skripte, öffentlich zugängliche Sicherheitstools oder Administratorsoftware könnten – in Kombination mit einigen False-Flag-Angriffen – ausreichen, um die Urheberschaft einer Kompromittierung jemand anderem in die Schuhe zu schieben.

• >> Der Einsatz von Ransomware wird zunehmend gezielter ablaufen. Eine neue Entwicklung könnte hierbei darin bestehen, dass Bedrohungsakteure, statt Dateien in erpresserischer Absicht zu verschlüsseln, damit drohen, die von Unternehmen gestohlenen Informationen zu veröffentlichen.

• >> Neue bankenaufsichtsrechtliche Vorschriften innerhalb der EU eröffnen neue Angriffsvektoren. Da die Banken verpflichtet sein werden, ihre Infrastruktur und Daten für Dritte zu öffnen, die Dienstleistungen für Bankkunden erbringen wollen, ist es wahrscheinlich, dass Angreifer versuchen werden, diese Mechanismen mit neuen Betrugssystemen zu missbrauchen.

• >> Mehr Infrastrukturangriffe und Attacken auf Nicht-PC-Ziele. Einige Cyberkriminelle erweitern seit einiger Zeit bereits ihre Toolsets über Windows – aber auch über PC-Systeme, VPNFilter und Slingshot – hinaus und gehen gezielt die Netzwerkhardware an.

• >> Cyberangriffe konzentrieren sich häufig auf Handelsrouten zwischen Asien und Europa. Da Regierungen versuchen, ihre Interessen im In- und Ausland zu sichern, ist eine Zunahme politischer Spionage – insbesondere im technologischen Bereich – zu befürchten. Vor allem, wenn potenzielle oder reale wirtschaftliche Krisen und eine daraus resultierende Instabilität im Raum steht.

• >> Neue Abhör-und nicht autorisierte Datentransfer-Methoden. Da Supply Chains weiterhin eine der komplexesten und damit verwundbarsten Verbreitungsmethoden für Software (zum Beispiel Updates) sind, werden Angreifer höchstwahrscheinlich diese Techniken weiter ausbauen – etwa durch manipulierte Software-Container oder den Missbrauch von Daten-Paketen und -Bibliotheken.

• >> Die Weiterentwicklung mobiler APT-Attacken wird mit hoher Geschwindigkeit vorangetrieben und es besteht kein Anlass, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird. Wegen der wachsenden Aufmerksamkeit der Sicherheitsgemeinschaft, dieses Thema betreffend, gehen die Kaspersky-Experten jedoch davon aus, dass auch die Zahl identifizierter und analysierter Angriffe zunehmen wird.

• >> Der Missbrauch personenbezogener Daten wird, durch den Einsatz von KI, weiter wachsen. Die dahinter stehenden Technologien kommen in ähnlicher Form auch bei Social Media-Werbekampagnen im Rahmen von Wahlkampfaktivitäten zum Einsatz. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis einige Angreifer sie nutzen werden.

"Die Zukunft birgt so viele Möglichkeiten, dass es wahrscheinlich Entwicklungen geben wird, die in unseren Prognosen nicht enthalten sind", konstatiert Vicente Diaz, Sicherheitsforscher bei Kaspersky. "Das Ausmaß und die Komplexität der Umgebungen, in denen sich Angriffe abspielen, bieten unendliche Szenarien. Darüber hinaus hat kein einziges Bedrohungsforschungsteam einen vollständigen Überblick über die Aktivitäten von Cyberkriminellen hinsichtlich APTs. Wir werden auch zukünftig versuchen, deren Aktivitäten zu antizipieren, ihre verwendeten Methoden zu verstehen und Einblicke in ihre Arbeitsweisen und deren Auswirkungen zu geben." (Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 29.01.20
Newsletterlauf: 17.03.20

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Meldungen: Hintergrund

Nutzung personenbezogener Daten immens eingeschränkt

Ein neuer Fall beschäftigt die Werbetreibenden dieser Welt: Das Verschwinden der Cookies. Wo sind sie hin? Wo hat man sie zuletzt gesehen? Wer oder was ist Schuld? Emarsys klärt auf. Kunden wollen mehr Sicherheit und vertrauen laut Gartner den Verbrauchermarken immer weniger. Entwicklungen im Bereich des Datenschutzes, wie die Einführung der DSGVO, schränken die Nutzung personenbezogener Daten immens ein. Im Ergebnis müssen Werbetreibende mit weniger Daten arbeiten, als ihnen lieb ist. Die Online-Identifizierung von Kunden, die Anzeigenzuordnung und der Kundenabgleich verändern sich. Dennoch müssen Marketer es schaffen, ihr Targeting kontinuierlich zu verbessern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein unlösbarer Fall?

Netzwerk- und Sicherheitsteams werden konvergieren

Gerade in diesen unsicheren Zeiten wäre eine voll funktionsfähige Kristallkugel besonders praktisch: Hinter uns liegt ein Jahr, in dem sich nahezu alles, was für uns selbstverständlich war, verändert hat. Das Jahr 2021 wird Unternehmen und der Security-Branchen zahlreiche Chancen bieten, dennoch müssen wir auch damit rechnen, dass neue und schädliche Bedrohungen auftauchen werden. Neil Thacker, CISO EMEA & Lateinamerika von Netskope, blickt auf fünf Bereiche, in denen größere Veränderungen zu erwarten sind: Es ist davon auszugehen, dass wir im nächsten Jahr mit noch mehr mit Insider-Bedrohungen konfrontiert werden. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit nehmen diese erfahrungsgemäß deutlich zu. Darauf wies zuletzt u.a. auch Dr. Jessica Barker, Cybersicherheitsberaterin und Spezialistin für Psychologie und Soziologie der Cybersicherheit, hin: "Wir müssen die Tatsache anerkennen, dass es im Moment und in der nahen Zukunft Umstände gibt, die einen Anstieg böswilliger Insideraktivitäten auslösen können."

Durch Gaming generierter Web-Traffic ein Ziel für Angreifer

Die Spielbranche wurde in den letzten Jahren vermehrt ein beliebtes Ziel von Cyberkriminellen. Während man früher davon ausging, dass Verbindungsabbrüche oder Spielabstürze auf technische Fehler oder Netzwerkprobleme zurückzuführen sind, weiß man heute, dass es sich dabei oft auch um gezielte Angriffe handelt. Philippe Alcoy, Cyber Security Technologist bei Netscout, listet die verschiedenen Trends in der Gaming-Branche für das kommende Jahr.

Ransomware bleibt nach wie vor die größte Bedrohung

Acronis hat mit dem "Acronis Cyberthreats Report 2020" einen eingehenderen Bericht zur aktuellen Bedrohungslandschaft und den daraus resultierenden Prognosen für das kommende Jahr veröffentlicht. Angesichts der Schutz- und Sicherheitsherausforderungen, die durch die Verlagerung auf Homeoffice-Arbeit während der COVID-19-Pandemie noch verstärkt werden, warnt Acronis davor, dass es in 2021 zu noch aggressiveren Cyber Crime-Aktivitäten kommen wird, weil die Angreifer von Datenverschlüsselung auf Datenexfiltration umsatteln werden. Ransomware bleibt nach wie vor die größte Bedrohung; wobei in diesem Jahr fast die Hälfte aller bekannten Fälle auf das Konto der Ransomware "Maze" gingen. Der Acronis Cyberthreats Report 2020 weist jedoch auf einen wachsenden Trend bei Cyberkriminellen hin, die nach einer Maximierung ihres Gewinns trachten: Statt einfach nur Lösegeld für die Entschlüsselung betroffener Daten zu verlangen, werden vor dieser Verschlüsselung noch benutzereigene Daten "extrahiert", um an sensible oder peinliche Informationen zu gelangen. Anschließend wird den Opfern die Veröffentlichung der gestohlenen Dateien angedroht, wenn man nicht entsprechend mehr zahlt.

Homeoffice bleibt für Unternehmen hoher Risikofaktor

Das Jahr 2020 war von zahlreichen neuen und weiterentwickelten Cyberangriffen geprägt, die sich auch im kommenden Jahr fortsetzen werden. A10 Networks, ein führender Anbieter für Anwendungen und Lösungen zur Cybersecurity, gibt einen Ausblick auf die absehbaren Bedrohungen für das kommende Jahr und die betroffenen Branchen, Geschäftsfelder und gesellschaftlichen Bereiche, die im Jahr 2021 besonders im Fokus von Cyberkriminellen stehen werden. Einen besonderen Einfluss auf die zu erwartenden Schwerpunkte der Cybersecurity-Landschaft 2021 werden dabei die Entwicklungen des vergangenen Jahres haben. Durch die Pandemie und den damit verbundenen vielfachen Umstieg auf Homeoffice-Lösungen rücken die einzelnen Mitarbeiter noch stärker in den Blickpunkt von Cyberkriminellen, wodurch entsprechende Schulungen und Strategien zum Schutz vor potentiellen Angriffen weiter an Bedeutung gewinnen. Aber nicht nur der Dienstleistungssektor und die Industrie stehen 2021 im Fokus von Cyberkriminellen. Auch das Gesundheitswesen und der Bildungsbereich sollten sich auf vermehrte Angriffe gefasst machen. Für IT-Verantwortliche wird also die Vorbereitung auf zahlreiche zu erwartende Attacken im Fokus stehen.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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