Nachfrage nach HDDs mit höheren Kapazitäten

Das sind die wichtigsten Trends im HDD-Bereich

Bleiben HDDs relevant – trotz alternativer Speichertechnologien?



Festplatten speichern Daten zuverlässig und basieren auf bewährter Technologie. Dank hoher Kapazitäten bei niedrigen Kosten pro Kapazitätseinheit sind sie eine ausgezeichnete Grundlage für die Datenspeicherung in verschiedenen Branchen und Anwendungen, etwa in Rechenzentren, in der Videoüberwachung, im Gaming und im Cloud Computing. Doch was hält die Zukunft für Festplatten bereit? Bleiben HDDs relevant – trotz alternativer Speichertechnologien? Toshiba wirft einen Blick auf die wichtigsten Trends, die die Rolle von Festplatten im Zeitalter der Daten beeinflussen werden:

>> Kapazität und Kosten – ein Balanceakt: Die Hersteller von Festplatten treiben Forschung und Entwicklung intensiv voran. So stellen sie sicher, dass HDDs wettbewerbsfähig bleiben. Erst vor kurzem brachte Toshiba ein Modell der MG10F-Serie mit 22 TB auf den Markt, das auf Conventional Magnetic Recording (CMR) und zehn Magnetscheiben in einem 3,5-Zoll-Gehäuse mit Helium-Füllung setzt. Gegenüber dem Vorgängermodell stieg die Speicherkapazität um zehn Prozent. Die Entwickler haben es geschafft, mehr Speicher im gleichen Formfaktor unterzubringen, und das bei gleichem Stromverbrauch und annähernd gleichbleibenden Kosten. Dieser Punkt spielt eine entscheidende Rolle: Gegenwärtig haben Festplatten einen deutlichen Kostenvorsprung pro Kapazitätseinheit gegenüber Flash-Speichern, sie kosten in etwa nur ein Siebtel. Solange dieser Kostenvorteil besteht, bleiben die Laufwerke attraktiv.

Für Datacenter-Betreiber macht es schlichtweg keinen Sinn, die Kapazität zu erhöhen, wenn dadurch die Kosten steigen. Zwei Punkte vorausgesetzt, könnten Festplatten irgendwann sogar 40 oder 50 TB abspeichern, ohne dass sich die Kosten an Flash-Speicher annähern: Erstens müsste auch in Zukunft eine Nachfrage nach höheren Kapazitäten bestehen – denn ohne entsprechende Nachfrage erfolgt keine weitere Produktentwicklung. Diese Nachfrage ist derzeit und wohl auch in Zukunft gegeben: Selbst Festplatten mit 100 TB könnten schon heute in unserer datengetriebenen Gesellschaft in kürzester Zeit gefüllt werden, und diese Entwicklung wird zukünftig eher noch weiter Fahrt aufnehmen. Zweitens müssen die höheren Kapazitäten aus technologischer Sicht erreichbar sein. Hersteller wie Toshiba investieren deshalb in die schrittweise Weiterentwicklung der Festplattentechnologie und testen fortwährend Verbesserungen an Materialien und Verfahren. Diese Anstrengungen werden so lange fortgesetzt, wie die Nachfrage nach HDDs mit höheren Kapazitäten bestehen bleibt.

>> Steigende Nachhaltigkeitsanforderungen von Rechenzentrumsbetreibern: Rechenzentren sind nach wie vor auf Festplatten als Speichermedien angewiesen. Das gilt insbesondere für die großen Anlagen der Hyperscaler, auf denen Cloud-Dienste basieren. In diesem Bereich ist die Kapazitätssteigerung um 2 auf 22 TB pro Laufwerk ein bedeutender Fortschritt. Höhere Kapazitäten bei gleichem Formfaktor erlauben es, den Platz im Rack besser auszunutzen – was gerade für städtische Standorte wichtig ist, da es dort häufig beengt zugeht. Zudem werden in Rechenzentren einzelne Festplatten immer zu Verbünden zusammengeschlossen. Als Konsequenz entstehen größere und schnellere Speichersysteme.

Bis zu 24 HDDs in einem Gehäuse sind schon lange üblich, und die Anzahl der Laufwerke wird weiter steigen – heute sind schon Systeme mit 60 oder 100 HDDs verfügbar. Der zweite große Trend in Rechenzentren ist Nachhaltigkeit. Festplatten können hier gleich in zweierlei Hinsicht punkten. Zum einen durch Energieeffizienz: Das Drehen der Spindel mit den Magnetscheiben benötigte früher üblicherweise 10 Watt pro Laufwerk, doch durch die Füllung der Gehäuse mit Helium statt Luft konnte der Verbrauch auf etwa 7 bis 8 Watt reduziert werden. Die einzige Möglichkeit, noch energieeffizienter zu werden, sind höhere Speicherkapazitäten, sodass der Verbrauch pro TB sinkt – die neuen Modelle mit höheren Kapazitäten tragen also zu einem nachhaltigeren Rechenzentrumsbetrieb bei. Zusätzlich denken die Betreiber der Anlagen darüber nach, wie sie Festplatten stromsparender einsetzen können, etwa durch die Nutzung von Idle- und Stand-by-Modi.

Zum anderen kann das Recycling von Festplatten die Nachhaltigkeit von Rechenzentren verbessern. Der erste große Schwung an Festplatten wurde vor sechs, sieben Jahren in den Rechenzentren installiert, um Cloud-Dienste bereitzustellen und auszubauen. Diese Laufwerke erreichen derzeit das Ende ihres Lebenszyklus und werden ausgemustert. Festplatten bestehen zu großen Teilen aus Aluminium und Kupfer, deshalb sind sie leichter zu recyceln als andere Komponenten und Materialien wie Leiterplatten, Chips und Kunststoffe. Daher kann man davon ausgehen, dass HDDs ein integraler Bestandteil der Kreislaufwirtschaft werden, die auf dem Recycling und der Wiederverwendung von Produkten basiert.

>> Stärkere Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Kunden: Die meisten Festplatten werden für Cloud- und Enterprise-Anwendungen genutzt. Deren Betreiber erwarten von HDD-Lieferanten zunehmend eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, um gemeinsam die besten Technologien und Konfigurationen für ihre ganz spezifischen Installationen zu finden. Aus diesem Grund betreibt beispielsweise Toshiba ein europäisches HDD Lab, in dem verschiedene HDD-Kombinationen Funktions- und Performance-Tests unterzogen werden. Erst kürzlich wurde dort ein JBOD-Gehäuse (Just a Bunch of Disks) im Top-Loader-Design mit 78 18-TB-HDDs bestückt, das insgesamt 1,4 Petabyte bereitstellt und an einen Server angeschlossen ist. In dieser Infrastruktur kann die Leistung einer einzelnen HDD, aber auch die Leistung einer beliebigen Kombination der 78 HDDs ermittelt werden: Einzelne Laufwerke lassen sich gezielt ansteuern und weitere inkrementell zuschalten.

Sind alle 78 HDDs aktiv, erreicht das System einen Datendurchsatz von fast 17 GB/s. Mit dieser Infrastruktur lässt sich auch feststellen, wie verschiedene HDD-Modelle zusammenarbeiten und welche Konfiguration die optimale für die jeweilige Aufgabe ist. Dadurch sparen sich Unternehmen die Investitionen in Anschlüsse und Laufwerke zu Testzwecken, die nicht immer kosteneffizient sind. Zuletzt wurden im HDD Lab von Toshiba HDD-Kombinationen getestet, die schnell genug für die Archivierung von Daten, Videostreaming, den Betrieb von Webshops und die Bereitstellung von Daten etwa für Navigationssysteme sind. Diese Zusammenarbeit mit Herstellern ist von entscheidender Bedeutung für Unternehmen, die HDDs im großen Maßstab einsetzen und die Lebensdauer ihrer Installationen verlängern wollen.

>> Weiterhin hohe Relevanz in der Videoüberwachung: Nicht zuletzt in der Videoüberwachung steigen die Anforderungen an Datenspeicher durch höher auflösende Videostreams, die rund um die Uhr aufgezeichnet werden. Wird Speicher in den Kameras selbst benötigt, ist das üblicherweise ein Flashspeicher, während die zentralen Videorekorder meist mit einer oder mehreren Festplatten ausgestattet sind. In einigen Teilen der Welt wie der EU, wo wegen der DSGVO die meisten Videos nur kurze Zeit aufbewahrt werden dürfen, könnten Systemanbieter auch SSDs mit geringer Kapazität in Betracht ziehen – schließlich liegen die Kosten von HDDs und SSDs bei geringen Speicherkapazitäten in einigen Szenarien auf einem ähnlichen Niveau. Allerdings ist Videoüberwachung eine sehr schreibintensive Anwendung – das regelmäßige Überschreiben der Daten, die jeweils nur für einige Tage vorgehalten werden, würde die Flashspeicher schnell verschleißen. Festplatten hingegen unterliegen dieser Einschränkung nicht und können beliebig oft beschrieben werden.

"Festplatten haben eine glänzende Zukunft, da Unternehmen weiterhin auf Speichermedien angewiesen sind, die hohe Kapazitäten zu niedrigen Kosten bereitstellen", betont Rainer W. Kaese, Senior Manager, HDD Business Development bei Toshiba Electronics Europe. "Toshiba wird deshalb weiter in Forschung und Entwicklung investieren. Das Ziel sind die schrittweise Verbesserung unserer HDD-Technologie und der Ausbau der Produktionskapazitäten, um der Nachfrage gerecht zu werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Ausrüstern von Rechenzentren, den Anbietern von Videoüberwachungssystemen und OEMs stellt Toshiba zudem sicher, dass HDDs aktuelle und künftige Anforderungen erfüllen und auch in Zukunft eine zentrale Rolle bei der Datenspeicherung im Informationszeitalter spielen werden." (Toshiba Electronics Europe: ra)

eingetragen: 26.01.24
Newsletterlauf: 25.04.24

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Meldungen: Hintergrund

Rechte auf Kernel-Ebene erlangen

BYOVD (Bring Your Own Vulnerable Driver) stehen als EDR-Killer bei Bedrohungsakteuren nach wie vor hoch im Kurs. Ein Grund ist, dass hiermit ein Angriff auf Kernel-Ebene in Aussicht steht, was den Cyberkriminellen ein breites Spektrum an Handlungsmöglichkeiten einräumt – vom Verstecken von Malware über das Ausspähen von Anmeldedaten bis hin zum Versuch, die EDR-Lösungen zu deaktivieren.

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Attacken aus dem Ransomware-Ökosystem

Cyberkriminelle werden in 2024 verstärkt mit opportunistischer Ransomware und koordinierten Manövern Unternehmen attackieren: Einen Hinweis für die Gültigkeit dieses Trends liefert die in einer aktuellen forensischen Analyse von den Bitdefender Labs untersuchte Attacke auf zwei Unternehmen einer Unternehmensgruppe durch die Ransomware-Bande CACTUS.

Verlagerung von Makros zu Office-Exploits

Hewlett-Packard (HP) stellt die Ergebnisse ihres neuen, vierteljährlich erscheinenden "HP Wolf Security Threat Insights Report" vor. Dabei zeigte sich, dass Cyber-Kriminelle weiterhin innovative Wege finden, um Endgeräte zu infizieren. Das HP Wolf Security Threat Research-Team deckte eine Reihe interessanter Kampagnen auf, darunter: Die DarkGate-Kampagne nutzt Werbe-Tools, um Angriffe zu verstärken: Bösartige PDF-Anhänge, die sich als OneDrive-Fehlermeldungen ausgeben, leiten Benutzer und gesponserten Inhalten weiter. Diese Seiten werden in einem beliebten Werbenetzwerk gehostet und führen zu DarkGate-Malware. Durch die Nutzung von Anzeigendiensten können Bedrohungsakteure analysieren, welche Köder Klicks generieren, und die meisten Benutzer infizieren. Damit sind sie in der Lage, ihre Kampagnen für eine maximale Wirkung zu verfeinern.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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