Datenschutz an einem Wendepunkt


Mit der DSGVO sind Datenschutz und Datensicherheit sehr viel stärker zum Gegenstand des öffentlichen Interesses geworden als jemals zuvor
Eine neue Ära für Kundendaten wird IT-Sicherheit das neue "Grün"?



Von Peter Carlisle, VP Sales EMEA, Thales eSecurity

Vor nicht allzu langer Zeit sind Unternehmen im Bereich ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften an einen Wendepunkt gekommen. Emissionen und Abfall reduzieren, das haben Unternehmen getan, weil sie es tun mussten. Beispielsweise um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen und potenziell heftigen Strafen aus dem Weg zu gehen. Diese Sichtweise hat sich inzwischen verändert. Nicht zuletzt weil einige der führenden Unternehmen den Sprung gewagt, ihre Produktion verschlankt und sich "grünen" Prinzipien verschrieben haben.

Nachhaltigkeit ist inzwischen auch in den Leitlinien des Bundesverbandes der deutschen Industrie e.V. als Basis unternehmerischen Handelns verankert. Es herrscht weitgehend Übereinstimmung darin, dass ökologisches und nachhaltiges Handeln eine Firma profitabler macht und ihr einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

Im Moment sieht es danach aus als befinde sich Cybersicherheit oder genauer gesagt der Datenschutz an einem ähnlichen Wendepunkt. Verbraucher haben ihr Kaufverhalten geändert. Befeuert unter anderem durch das Wirksamwerden der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO/GDPR) und stetig wachsende Anforderungen. Man muss kein Prophet sein um zu prognostizieren, dass diese Entwicklung anhalten wird. Vermutlich sehen wir sehr bald Unternehmen, die Datenschutz und Datensicherheit als Wettbewerbsvorteil für sich nutzen wollen und werden.

DSGVO: Hilfe oder Hürde?
Rund um das Wirksamwerden der DSGVO im Mai dieses Jahres haben die Meldungen sich schier überschlagen. Die meisten von ihnen drehten sich um die mit einer Datenschutzverletzung verbundenen hohen finanziellen Strafen oder um die zu erwartenden Rufschädigungen, die Firmen zu befürchten haben. Unzweifelhaft sind manche Unternehmen umsichtiger mit eventuell unverantwortlichen Sicherheitspraktiken umgegangen. Trotzdem kann man argumentieren, dass die Verordnung dem Datenschutz nicht nur einen Gefallen getan hat.

Etliche Unternehmen erkennen und bekunden, dass Datenschutz nichts ist, was sich ignorieren lässt. Auf der anderen Seite zögern sie aber ausreichend in Datensicherheit zu investieren. Mancher Orts sind die Budgets ohnehin knapp bemessen oder sie tröpfeln vergleichsweise spärlich. Dieser Haltung liegt eine relativ simple Psychologie zugrunde: keiner von uns hat besonders große Lust Geld und Ressourcen zu investieren, wenn er dazu gezwungen wird. Aber das macht die Sache nicht weniger wichtig. Man denke beispielsweise an KfZ-Versicherungen.

Aber der Wind dreht sich ganz offensichtlich. Mit der DSGVO sind Datenschutz und Datensicherheit sehr viel stärker zum Gegenstand des öffentlichen Interesses geworden als jemals zuvor. Vom Cambridge Analytica-Skandal über den jüngsten erneuten Datenschutzvorfall beim größten sozialen Netzwerk bis hin zu unzähligen versendeten Opt-out-Benachrichtigungen das Thema hält sich beharrlich auf den Titelseiten und ganz oben in unser aller Posteingang.

Daten- und Informationssicherheit sind fest im öffentlichen Bewusstsein verankert, und die Kette schwerwiegender Vorfälle rund um den Globus reißt nicht ab.

Im persönlichen Interesse
Cybersicherheit und der Schutz persönlicher Daten sind nicht mehr etwas, von dem man lediglich weiß, sie sind etwas, um das Verbraucher sich aktiv kümmern (müssen). In ihrem ganz ureigenen Interesse. Darüber hinaus können wir beobachten wie mehr und mehr Verbraucher ihr Kaufverhalten ändern, je nachdem wie ein Unternehmen es mit dem Datenschutz hält. Es gibt eine direkte Kausalität zwischen Datenschutz und Kunden- beziehungsweise Kaufverhalten.

Tatsächlich prognostizieren die Analysten von Gartner, dass schon 2021 die Unternehmen, denen es gelingt die Vertraulichkeit der ihnen überlassenen Kundendaten zu gewährleisten, 20 Prozent mehr Umsatz generieren werden als solche, die das nicht können. Um auf unsere Eingangsthese zurückzukommen: wir sehen hier eine ähnliche Entwicklung wie es sie zuvor beim Umweltschutz und beim nachhaltigen Wirtschaften gegeben hat.

Datensicherheit ist mehr als nur einen Haken an der entsprechenden Stelle zu setzen. Datenschutz und Datensicherheit wirken nachweislich umsatzfördernd. IBM geht in einer vor kurzem veröffentlichten Umfrage sogar noch weiter: 75 Prozent der Befragten gaben an, nicht bei einem Unternehmen kaufen zu wollen, wenn sie kein Vertrauen in den Datenschutz der betreffenden Firma haben. Dabei spielt es nach Angabe der Verbraucher keine Rolle, ob es sich um wirklich sehr gute Produkte handelt. Es wird spannend werden zu beobachten, welche Unternehmen diese Botschaft zuerst in ihrer Kundenansprache umsetzen. Wie bereits erwähnt, ist es sogar möglich hervorragende Datenschutzpraktiken zu einem Wettbewerbsvorteil zu machen.

Auf der Business-to-Consumer-Ebene sehen wir, dass Händler die Chance ergreifen, die sich ihnen auf Basis der DSGVO bietet. Sowohl für neuartige Ansätze als auch um die Kundenbindung zu stärken. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung ist ein geeignetes Vehikel für Firmen ihre Datenschutzansätze zu überdenken. Und nicht nur das. Die Verordnung bietet ausreichende Möglichkeiten Kunden enger an sich zu binden. Das und wie das funktioniert lässt sich an den Marken beobachten, die bereits so agieren. Sie profitieren von stabileren und engeren Kundenbeziehungen, und sie haben diese Erfahrung direkt an die Marketingmaßnahmen des Unternehmens gekoppelt.

Ethische Motivation
Zunehmend beginnt auch die ethisch begründete Motivation eine Rolle zu spielen. Ganz ähnlich dem Kampf gegen Plastikmüll, den zuletzt die Briten auf eine neue Ebene gehoben haben. Zahlreiche Dokumentationen wie etwa die siebenteilige BBC-Serie "Blue Planet II" und gewichtige Mahner wie der Naturfilmemacher Sir David Attenborough und andere, haben dem Thema eine immense Öffentlichkeit verschafft. So ist es inzwischen vorstellbar, dass ein verantwortlicher Umgang mit Daten und Datenspeicherung zum Mainstream wird.

Ebenso ist es vorstellbar verantwortliche Cybersicherheitsmaßnahmen als Teil eines umfassenden Marketings zu begreifen. Diese Ansicht befindet sich zudem in Einklang mit den Zielen der Millenials, der ersten Generation, die in der digitalen Welt aufgewachsen ist. Demographen, Markt- und Meinungsforscher bestätigen dieser Generation, dass sie verstärkt nach Wegen sucht, die Welt positiv zu verändern und sich nicht primär an finanziellen Werten orientiert.

Das bestätigen ebenfalls die Analysen des Non-Profit-Beratungsunternehmens Ethical Consumer. Der Markt für Produkte und Dienstleistungen, die ethischen Konsum versprechen, ist seit 2008 um mehr als 40 Milliarden Britische Pfund angewachsen. Jeder britische Haushalt investiert demnach durchschnittlich 1.263 BPS in ethisch produzierte Waren und die entsprechenden Services. Ob es sich dabei um einen echten Wertewandel handelt, muss sich noch erweisen. Tatsache ist, dass sich ähnliche Tendenzen seit einigen Jahren auch in vielen anderen Ländern beobachten lassen.

Wenn wir also die großen (und anhaltenden) Datenschutzverletzungen dieses Jahres Revue passieren lassen, gibt es hier möglicherweise Raum für einen ähnlichen Ansatz? Ethisches Datenmarketing etwa? Und ja, es gibt eine Reihe von Möglichkeiten damit höhere Umsätze auf der Basis von Vertrauen zu erzielen und eine engere Bindung der Kunden an das Unternehmen zu schaffen. Ganz ähnlich den Initiativen, die versuchen Plastik so weit wie möglich aus unserem täglichen Leben zu verbannen. Die Initiativen sind ihrerseits Teil eines neuen grünen Bewusstseins in einem übergreifenden Sinn. Das Beispiel illustriert, dass es unter Umständen nur ein oder zwei Vorreiter braucht um die ausgetretenen Pfade einer ganzen Industrie zu verlassen. Etwas Ähnliches wird im Bereich des Datenschutzes passieren. Unter dem Druck von Regularien und einer sich weiter verschärfenden Wettbewerbssituation werden Unternehmen sich daran gewöhnen müssen, Datensicherheit und Best Practices im Datenschutz aus einer anderen als der bisherigen Warte zu betrachten.
(Thales eSecurity: ra)

eingetragen: 21.11.18
Newsletterlauf: 30.11.18

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Millionenbetrug im Internet

Sie operieren auf Plattformen mit Phantasienamen wie "Globalix" oder "Alpha Financial Group". Sie versprechen hohe Gewinne. Sie ködern mit Geheimsystemen, auf die angeblich auch Prominente schwören. Immer mehr Privatanleger werden Opfer von Cybertrading. Der Vorsitzende der 93. Justizministerkonferenz und bayerische Justizminister Georg Eisenreich warnt: "Cybertrading ist auf dem Vormarsch.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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