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Netzwerke sind gefährdeter denn je


Great Firewall of China Auswirkungen der Zensur - Splinternet Russland & Iran bringen Internet unter staatliche Kontrolle
Private Backbone-Netzwerke werden leistungsstärker - DNS-Chaos im Jahr 2020 - Backbone-Netzwerke Datenverkehr konkurriert mit Katzenvideos - Cloud wird wichtiger denn je



Zum Ende des Jahrzehnts blickt ThousandEyes auf ein weiteres ereignisreiches Jahr in der Entwicklung des Internets und der Public Cloud zurück. Das Jahr 2019 war geprägt von zahlreichen Ausfällen im Sommer, die die Dienste großer Anbieter wie Google Cloud, WhatsApp, Twitter, Instagram, Facebook, Cloudflare, Reddit und Apple iCloud lahmlegten und Nutzer weltweit betrafen. Auf politischer Ebene sorgten vor allem Russland und der Iran in diesem Jahr mit staatlichen Kontrollen über den Datenverkehr und den Zugang zu Internetdiensten für Gesprächsstoff rund um die Freiheit des Internets. Im Jahr 2020 werden sich viele Trends und Entwicklungen fortsetzen, aber auch neue Problematiken und Ausfälle werden die Online-Welt in Atem halten.
ThousandEyes hat die wichtigsten Prognosen für 2020 zusammengefasst.

1. Trend des "Splinternet" setzt sich fort
Im Jahr 2019 verabschiedete Russland das Gesetz zum souveränen Internet, um sich digital vom Rest der Welt abkoppeln zu können. Im Iran gab es erst kürzlich einen fast siebentägigen vollständigen Shutdown des Internets. Im kommenden Jahr wird sich dieser Trend eines fragmentierten Internets des so genannten Splinternet beschleunigen. Denn in Zukunft werden immer mehr Länder versuchen, den Zugang zum Internet durch staatliche Kontrolle von Datenverkehrsströmen und internetbasierten Diensten umfassend zu kontrollieren. Länder, die ähnliche Maßnahmen ergreifen könnten, sind beispielsweise die Türkei, Turkmenistan und Saudi-Arabien.

2. Ein chinesischer Internet Service Provider (ISP) wird erhebliche globale Kollateralschäden verursachen
Anders als oft vermutet, isoliert die Great Firewall of China nicht nur Internetnutzer in China vom Rest der Welt. Die Auswirkungen der Zensur der chinesischen Regierung auf das Internet werden im Jahr 2020 durch einen chinesischen ISP demonstriert werden selbst jenseits der chinesischen Grenzen. Hunderte von Standorten und Services weltweit werden offline geschaltet werden, obwohl die Routing-Richtlinien eigentlich nur für Anwender in China gelten sollten.

3. DNS-Chaos wird für die meisten Ausfälle im Jahr 2020 verantwortlich sein
Ausfälle verschiedener Online-Dienste können im Jahr 2020 viele Ursachen haben, darunter Naturkatastrophen, kriminelle Angriffe oder schlicht menschliche Fehler. Kriminelle Angriffe sind allerdings eine der Hauptursachen für Ausfälle. Das Domain Name System (DNS) ist eine fragile Infrastruktur, der oft zu wenig Beachtung geschenkt wird, die aber in der Vergangenheit oft das Ziel von gewaltigen Angriffen war. DNS-Angriffe wie Dyn hatten in der Vergangenheit einen immensen Radius und führten in der Folge zu weit verbreiteten Ausfällen und hatten verheerende Auswirkungen auf Unternehmen.

Das Border Gateway Protocol (BGP) ist eine weitere Schwachstelle in der Struktur des Internets und war in der Vergangenheit vielfach Angriffen ausgesetzt. Menschliche Fehler wie inkorrekte Eingaben und Tippfehler können auch zu Ausfällen, internen Fehlkonfigurationen oder Infrastrukturausfällen führen und sich auf die Netzwerkebene auswirken. BGP-bezogene Ausfälle verursachten im Jahr 2019 erhebliche Kollateralschäden, was viele ISPs dazu veranlasste, umfassendere Sicherheitsmaßnahmen für das Internet-Routing zu ergreifen. Dies wird dazu führen, dass diese Problematik im Jahr 2020 dramatisch abnimmt. Ebenso ist es dadurch möglich, dass DDoS-Angriffe insgesamt zurückgehen, insbesondere in Europa und den USA. DNS-Dienste, die oft übersehen werden, können in Zukunft die Ursache für größere Ausfälle sein oder zu Dominoeffekten führen und sich über das gesamte Internet ausbreiten.

4. Die Cloud wird wichtiger denn je
Da die Cloud zum neuen digitalen Rechenzentrum geworden und das Internet das neue Netzwerk ist, steigt die Zahl der Unternehmen, die sich auf die Cloud verlassen, von Jahr zu Jahr an. Um Umsätze stabil zu halten, steigt für die weltweit größten Unternehmen aber auch die Notwendigkeit, Ausfälle proaktiv zu verhindern. Eine schnelle Behebung von Service-Ausfällen verbessert die Gesamtqualität und die Performance des Internets und macht die weltweite Konnektivität zuverlässiger denn je.

5. Backbone-Netzwerke werden verstärkt eingesetzt
Mit jedem einzelnen TikTok-Video wächst die Menge des Datenverkehrs im Internet minütlich weiter an. Geschäftlicher Datenverkehr konkurriert mit Katzenvideos in einem Netzwerk, das ursprünglich für andere Datenmengen konzipiert wurde. Der Cloud Performance Report von ThousandEyes hat gezeigt, dass Google Cloud und Microsoft Azure verstärkt ihre eigenen privaten Backbone-Netzwerke nutzen (wobei AWS und IBM diese Möglichkeit auch bieten). In diesem Sinne werden im Jahr 2020 weitere SaaS-Unternehmen und Cloud-basierte Service Provider private Backbone-Netzwerke schaffen, um ihren eigenen Netzwerkverkehr zu optimieren, anstatt sich auf das unvorhersehbare öffentliche Internet zu verlassen.
(ThousandEyes: ra)

eingetragen: 18.12.19
Newsletterlauf: 18.02.20

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Meldungen: Hintergrund

Nutzung personenbezogener Daten immens eingeschränkt

Ein neuer Fall beschäftigt die Werbetreibenden dieser Welt: Das Verschwinden der Cookies. Wo sind sie hin? Wo hat man sie zuletzt gesehen? Wer oder was ist Schuld? Emarsys klärt auf. Kunden wollen mehr Sicherheit und vertrauen laut Gartner den Verbrauchermarken immer weniger. Entwicklungen im Bereich des Datenschutzes, wie die Einführung der DSGVO, schränken die Nutzung personenbezogener Daten immens ein. Im Ergebnis müssen Werbetreibende mit weniger Daten arbeiten, als ihnen lieb ist. Die Online-Identifizierung von Kunden, die Anzeigenzuordnung und der Kundenabgleich verändern sich. Dennoch müssen Marketer es schaffen, ihr Targeting kontinuierlich zu verbessern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein unlösbarer Fall?

Netzwerk- und Sicherheitsteams werden konvergieren

Gerade in diesen unsicheren Zeiten wäre eine voll funktionsfähige Kristallkugel besonders praktisch: Hinter uns liegt ein Jahr, in dem sich nahezu alles, was für uns selbstverständlich war, verändert hat. Das Jahr 2021 wird Unternehmen und der Security-Branchen zahlreiche Chancen bieten, dennoch müssen wir auch damit rechnen, dass neue und schädliche Bedrohungen auftauchen werden. Neil Thacker, CISO EMEA & Lateinamerika von Netskope, blickt auf fünf Bereiche, in denen größere Veränderungen zu erwarten sind: Es ist davon auszugehen, dass wir im nächsten Jahr mit noch mehr mit Insider-Bedrohungen konfrontiert werden. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit nehmen diese erfahrungsgemäß deutlich zu. Darauf wies zuletzt u.a. auch Dr. Jessica Barker, Cybersicherheitsberaterin und Spezialistin für Psychologie und Soziologie der Cybersicherheit, hin: "Wir müssen die Tatsache anerkennen, dass es im Moment und in der nahen Zukunft Umstände gibt, die einen Anstieg böswilliger Insideraktivitäten auslösen können."

Durch Gaming generierter Web-Traffic ein Ziel für Angreifer

Die Spielbranche wurde in den letzten Jahren vermehrt ein beliebtes Ziel von Cyberkriminellen. Während man früher davon ausging, dass Verbindungsabbrüche oder Spielabstürze auf technische Fehler oder Netzwerkprobleme zurückzuführen sind, weiß man heute, dass es sich dabei oft auch um gezielte Angriffe handelt. Philippe Alcoy, Cyber Security Technologist bei Netscout, listet die verschiedenen Trends in der Gaming-Branche für das kommende Jahr.

Ransomware bleibt nach wie vor die größte Bedrohung

Acronis hat mit dem "Acronis Cyberthreats Report 2020" einen eingehenderen Bericht zur aktuellen Bedrohungslandschaft und den daraus resultierenden Prognosen für das kommende Jahr veröffentlicht. Angesichts der Schutz- und Sicherheitsherausforderungen, die durch die Verlagerung auf Homeoffice-Arbeit während der COVID-19-Pandemie noch verstärkt werden, warnt Acronis davor, dass es in 2021 zu noch aggressiveren Cyber Crime-Aktivitäten kommen wird, weil die Angreifer von Datenverschlüsselung auf Datenexfiltration umsatteln werden. Ransomware bleibt nach wie vor die größte Bedrohung; wobei in diesem Jahr fast die Hälfte aller bekannten Fälle auf das Konto der Ransomware "Maze" gingen. Der Acronis Cyberthreats Report 2020 weist jedoch auf einen wachsenden Trend bei Cyberkriminellen hin, die nach einer Maximierung ihres Gewinns trachten: Statt einfach nur Lösegeld für die Entschlüsselung betroffener Daten zu verlangen, werden vor dieser Verschlüsselung noch benutzereigene Daten "extrahiert", um an sensible oder peinliche Informationen zu gelangen. Anschließend wird den Opfern die Veröffentlichung der gestohlenen Dateien angedroht, wenn man nicht entsprechend mehr zahlt.

Homeoffice bleibt für Unternehmen hoher Risikofaktor

Das Jahr 2020 war von zahlreichen neuen und weiterentwickelten Cyberangriffen geprägt, die sich auch im kommenden Jahr fortsetzen werden. A10 Networks, ein führender Anbieter für Anwendungen und Lösungen zur Cybersecurity, gibt einen Ausblick auf die absehbaren Bedrohungen für das kommende Jahr und die betroffenen Branchen, Geschäftsfelder und gesellschaftlichen Bereiche, die im Jahr 2021 besonders im Fokus von Cyberkriminellen stehen werden. Einen besonderen Einfluss auf die zu erwartenden Schwerpunkte der Cybersecurity-Landschaft 2021 werden dabei die Entwicklungen des vergangenen Jahres haben. Durch die Pandemie und den damit verbundenen vielfachen Umstieg auf Homeoffice-Lösungen rücken die einzelnen Mitarbeiter noch stärker in den Blickpunkt von Cyberkriminellen, wodurch entsprechende Schulungen und Strategien zum Schutz vor potentiellen Angriffen weiter an Bedeutung gewinnen. Aber nicht nur der Dienstleistungssektor und die Industrie stehen 2021 im Fokus von Cyberkriminellen. Auch das Gesundheitswesen und der Bildungsbereich sollten sich auf vermehrte Angriffe gefasst machen. Für IT-Verantwortliche wird also die Vorbereitung auf zahlreiche zu erwartende Attacken im Fokus stehen.

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In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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