Rubrik: Markt/Interviews

Symantec: Sechs Fragen an Hans-Peter Bauer, Geschäftsführer Symantec (Deutschland) GmbH

CeBIT 2004: "Informationsbedürfnissen des Mittelstands noch stärker entgegenkommen"

(13.01.04) - Die weltweit größte Computerfachmesse CeBIT steht unter Druck: Einige große Aussteller haben ihre Teilnahme für dieses Jahr bereits abgesagt. Die sinkenden Besucherzahlen der vergangenen Jahre haben Zweifel an der Attraktivität der Veranstaltung aufkommen lassen. Symantec, Weltmarktführer in der Internet-Sicherheit, hat sich entschlossen, auch in diesem Jahr Präsenz auf der CeBIT zu zeigen. Hans-Peter Bauer, Geschäftsführer Symantec (Deutschland) GmbH, erläutert Motivationen und Erwartungen des Unternehmens in die große IT-Fachmesse.

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Frage: Herr Bauer, was verspricht sich Symantec von der CeBIT 2004 und wie definieren Sie Ihre Hauptziele?

Hans-Peter Bauer: Symantec hat eine realistische Sicht, was den Wirkungsgrad eines CeBIT-Auftritts anbelangt.
Hans-Peter Bauer: Unsere Absicht ist es, unser Unternehmen als den IT-Sicherheitsanbieter zu positionieren, der neben den besten Einzelkomponenten und integrierten Lösungen die höchste Lösungskompetenz hat. Wir möchten dem Mittelstand, einem unserer Fokusmärkte, unser umfassendes Lösungsportfolio transparent machen. Darüber hinaus geht es uns darum, qualitativ hochwertige Gespräche mit Großunternehmen und Mittelstandskunden zu führen.

 

Frage: Was meinen Sie konkret mit qualitativ hochwertigen Gesprächen? Wird Symantec etwas an ihrem bisherigen Messestand und -konzept ändern, um bestimmte Fokusgruppen wie den Mittelstand gezielter ansprechen zu können?

Bauer: Wir werden unseren Partnern sowie den einzelnen Lösungen mehr Platz auf dem Stand einräumen, um den Informationsbedürfnissen des Mittelstands noch stärker entgegenzukommen. Unsere Partner, von denen einige schon seit vielen Jahren auf unserem Stand repräsentiert sind, spielen eine Schlüsselrolle bei Ansprache und Beratung des Fachpublikums. Ein offenes Standkonzept soll die prinzipielle Offenheit unserer Lösungen widerspiegeln. Zusätzliches Fachpersonal wird dafür sorgen, dass keine Fragen rund um Symantec-Produkte und -Lösungen offen bleiben.

 

Frage: Viele Firmen finden, dass die CeBIT inzwischen zum Endanwender-Happening mutiert ist und als Forum für Fachleute nicht mehr ernst zu nehmen sei. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Bauer: Die CeBIT ist für mich nach wie vor die größte IT-Fachmesse der Welt und unser größter Branchentreffpunkt. Endanwender stellen einen enormen Anteil unserer Kunden dar und deshalb haben wir gegen ihre Präsenz auf der Messe überhaupt nichts einzuwenden, sondern stellen uns ihren Fragen gerne. Die CeBIT ist das einzige Forum, auf dem sich der Anwender umfassend über die Entwicklung unserer Branche informieren kann. Gerade in der heutigen Zeit, in der so viele IT-Bereiche immer enger miteinander verzahnt sind, hat die CeBIT als Informationsdrehscheibe wieder an Bedeutung gewonnen.

 

Frage: Welche Bedeutung hat die CeBIT für Symantec? Ist sie tatsächlich Umsatzgenerator oder vielmehr eine Imageveranstaltung, an der teilzunehmen die Tradition gebietet?

Bauer: Natürlich gibt uns die CeBIT Gelegenheit, unsere Stellung als Marktführer in der IT-Sicherheit selbstbewusst zu demonstrieren. Das alleine würde uns jedoch nicht genügen: Wir sehen die CeBIT durchaus als eine Chance, Interesse für unseren Integrationsansatz und unsere Lösungsstrategie zu wecken. Wir tun das im Verbund mit unseren Partnern. Neben der themenbezogenen Ansprache eines breiten Publikums möchten wir auch die jüngst akquirierten Unternehmen an unserem Stand präsentieren. Wir werden auf der Messe zeigen, welche Fortschritte wir mit der Integration dieser Unternehmen gemacht haben und wie sich diese Akquisitionen in unsere Unternehmensstrategie einpassen.

 

Frage: Einige namhafte Branchenriesen haben sich von der diesjährigen CeBIT zurückgezogen und setzen auf eigene Kunden- und Partnerveranstaltungen. Wie steht Symantec dazu?

Bauer: Vielen Firmen sind noch Messerekordjahre wie 2001 in Erinnerung. Wer von den Messerergebnissen der Folgejahre enttäuscht war, beweist nur, dass er überzogene Erwartungen hatte. Symantec hat eine realistische Sicht, was den Wirkungsgrad eines CeBIT-Auftritts anbelangt. Wir verlassen uns nicht nur auf Messen, sondern setzen bereits seit mehreren Jahren verstärkt auf kleinere Veranstaltungen, auf denen wir punktgenau auf Kundenbedürfnisse eingehen können. Eine solche Veranstaltung ist zum Beispiel unsere Symantec Security Roadshow, die wir in diesem Jahr zum dritten Mal durchführen werden. Dieses Konzept einer "mobilen Informationstour" erlaubt es uns, dem dialogbereiten Kunden entgegenzukommen.

 

Frage: Welche Trends in Sachen IT-Sicherheit erwarten Sie für Unternehmen in den nächsten Jahren?

Bauer: IT-Sicherheit ist ein Thema, dem sich niemand mehr verschließen kann. Für Unternehmen sehen wir in den nächsten Jahren vor allen Dingen zwei Trends: Zum einen werden Firmen ihre IT-Sicherheit vermehrt einem externen IT-Sicherheitsdienstleister anvertrauen, um immer aggressiveren Bedrohungen mit dem neuesten Stand der Technologie zu begegnen. Für Unternehmen, die nicht auf ein komplettes Auslagern ihrer IT-Sicherheit setzen, erwarten wir den verstärkten Einsatz von integrierten Sicherheitslösungen, die einen Rundum-Schutz bieten, gleichzeitig relativ einfach zu verwalten sind und so weniger interne Ressourcen binden. (ma)

Symantec (Deutschland)

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