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Chat, Video- oder Telefonkonferenzen oder per E-Mail

Coronakrise: "Beim Homeoffice jetzt nicht die Datensicherheit vergessen"

Auflagen einhalten und Datensicherheit gewährleisten: Dies ist über sichere VPN-Verbindungen möglich



Torben Belz, Plutex

Torben Belz, Plutex

Schutz vor Corona treffen und gleichzeitig weiterhin für Kunden da sein, Bild: Plutex

Von Torben Belz, Geschäftsführer des Managed Service Providers Pluex GmbH

Immer fester hat SARS-CoV-2 Deutschland im Griff – und das Land reagiert. Bis jetzt haben schon viele Arbeitgeber die Lage erkannt und ihre Mitarbeiter, sofern möglich, auf Heimarbeit gesetzt. Die Entscheidung, Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten zu lassen, sofern es aufgrund der Tätigkeit möglich ist, trägt einen entscheidenden Beitrag zum Eindämmen der Verbreitung des Virus bei und sollte zumindest in Betracht gezogen werden.

Doch rate ich dazu, hier nicht kopflos vorzugehen, denn auch wenn es sich um eine ernst zu nehmende Pandemie handelt, bedeutet das kein außer Kraft setzen der rechtlichen Vorgaben, die uns in der letzten Zeit in Rahmen der DGSVO beschäftigt haben. Beim Arbeiten im Homeoffice darf jetzt nicht die Datensicherheit vergessen werden, denn es gilt trotzdem die Auflagen einzuhalten und Datensicherheit zu gewährleisten.

Dies ist über sichere VPN-Verbindungen möglich. Über diese können sich die Mitarbeiter von zuhause sicher in das Firmennetzwerk und somit auf den Firmenserver einwählen und so auf die benötigten Ordner oder Daten zugreifen, um der eigenen Arbeit nachzugehen. Die Kommunikation mit Kollegen kann mit digitalen Tools, wie Chat, Video- oder Telefonkonferenzen oder per E-Mail, erfolgen.

Auch wir haben das im Team schon letzte Woche getestet, um sicherzustellen, dass wir den Betrieb der Pluex-Rechenzentren auch von zuhause aus uneingeschränkt aufrechterhalten können, und haben gemerkt: Kundensupport und Rechenzentrumsbetrieb laufen reibungslos, auch wenn alle im Homeoffice sind und sich via VPN einloggen. Vor Ort sind aktuell zwei bis drei Kollegen, die bei eventuellen Hardwareausfällen sofort in den Rechenzentren sind. Es geht also beides: Maßnahmen zum Schutz vor Corona treffen und gleichzeitig weiterhin für Kunden da sein. (Plutex: ra)

eingetragen: 24.03.20
Newsletterlauf: 27.05.20

Plutex: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

Die dominierende Ransomware-Gang

Sophos hat seit Bekanntwerden der neuesten Attacke mit der Ransomware REvil zahlreiche Untersuchungen vorgenommen und den Angriff in die Rubrik ‚Supply Chain Distribution‘ eingeordnet. Die Kriminellen nutzen Managed Service Provider (MSP) als ‚Vertriebsplattform‘, um so viele Unternehmen wie möglich zu treffen, unabhängig von Größe oder Branche. Wir sehen hier ein wiederkehrendes Muster, da Angreifer ihre Methoden ständig mit der Maxime anpassen, eine größtmögliche Wirkung zu erzielen, sei es in finanzieller Hinsicht oder zum Stehlen von Anmeldedaten und anderen proprietären Informationen, die sie später nutzen könnten. Bei anderen groß angelegten Angriffen, die wir in der Vergangenheit gesehen haben, wie etwa WannaCry, war die Ransomware selbst der Verteiler. Im aktuellen Fall war kurz nach dem Angriff klar, dass ein Partner von REvil Ransomware-as-a-Service (RaaS) einen Zero-Day-Exploit nutzte, um die Ransomware über die Virtual Systems Administrator (VSA) Software von Kaseya zu verteilen. Normalerweise bietet diese Software einen äußerst vertrauenswürdigen Kommunikationskanal, der MSPs unbegrenzten privilegierten Zugriff ermöglicht, um vielen Unternehmen bei ihren IT-Umgebungen zu helfen. Genau diese Plattform wurde nun als Verteiler für die Ransomware umfunktioniert."

Update zu REvil Ransomware und Kaseya

Am späten Abend des 2. Juli 2021 wurde in den USA bekannt, dass die Hackergruppe REvil 200 Unternehmen in der MSP-Lieferkette über Kaseya VSA angegriffen hat – eine MSP-Plattform, die es Providern ermöglicht, Patch-Management und Client-Überwachung für ihre Kunden durchzuführen. Die ursprünglich geforderte Lösegeldsumme von 70 Millionen US-Dollar, die nun auf 50 Millionen US-Dollar gesenkt wurde, war unter allen bekannt gewordenen die bisher größte. Sie ereignet sich nur wenige Monate nach der letzten rekordverdächtigen Summe von 50 Millionen US-Dollar, zu deren Zahlung Acer aufgefordert wurde. Die wiederholten Angriffe sind ein Weckruf, die Sicherheit der Lieferkette zur obersten Priorität zu machen. MSPs sind wie in diesem Fall ein lukratives Ziel, da sie Zugriff auf die geschäftskritischen Daten mehrerer Kunden haben. Diese Daten dienen als Basis für eine enorm hohe Lösegeldforderung. Dieser Trend der immer weiter steigenden Ransomware-Inflation wird sich fortsetzen, ohne dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern. Wenn die Möglichkeit zur Lösegeldzahlung nicht mehr besteht, geht der Anreiz für Ransomware als kriminelles Unterfangen verloren. Ein Teil des Problems bei der Zunahme des Umfangs und der Auswirkungen von Angriffen ist, dass die Bedrohungsakteure das zunehmende Potenzial zur Monetarisierung ihrer Bemühungen erkennen. Nimmt man dies weg, ist die Aktivität nicht mehr rentabel.

Aus dem Desaster lernen

Die Hafnium-Cyberangriffe auf Schwachstellen in Microsoft Exchange haben die IT-Sicherheitslage in Deutschland weiter verschärft. Die Situation ist so gravierend, dass sie der Informatik-Professor Hartmut Pohl gegenüber dem ZDF als "desaströs" einstuft. Laut BSI wurden auch mehrere Bundesbehörden Opfer der Attacke. Während die Schwachstellen jetzt langsam geschlossen werden und sich Sicherheitsexperten daran machen, auch die von Cyberkriminellen installierten Backdoors zu entfernen, ist es an der Zeit, Lehren aus der Angriffswelle ziehen: Gerade in Behörden, aber auch in vielen Unternehmen, herrscht noch immer eine große Skepsis gegenüber Cloud-basierten oder hybriden Infrastrukturen vor. Diese resultiert nicht selten in einer pauschalen Ablehnung aller Cloud-Lösungen aufgrund ihrer vermeintlich schlechteren Sicherheit. Was vielleicht grundsätzlich verständlich sein mag, führt leider im Gegenzug oft zu einem trügerischen Gefühl von Sicherheit bei On-Premise-Systemen.

Wird KI-Malware ein Gamechanger werden?

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Cybersicherheit ist nicht neu. Hacker haben von Anfang an Gegenmaßnahmen in Malware eingebaut, um etwa Erkennungsversuche wahrzunehmen. Dies war primitiv im Vergleich zu dem, was wir heute kennen, aber legte den Grundstein für adaptive Technologien und ein höheres Situationsbewusstsein. Martin Klapdor, Senior Solutions Architect bei Netscout, listet die Taktiken, die Malware in Zukunft noch gefährlicher machen können.

Cyberangriff auf US-amerikanische Brauerei

Molson Coors, eine der größten Brauereigruppen der Welt, vermeldete laut Claroty einen "Cybersecurity-Vorfall", durch den Teile ihrer Bierproduktion zum Erliegen kamen. Details über Art und Umfang der Attacke wurden bislang nicht veröffentlicht, zahlreiche Sicherheitsexperten gehen jedoch von einem Ransomware-Angriff aus, der von den IT-Systemen auf die industrielle Betriebstechnik (OT) übergesprungen ist (Spillover-Effekt). Dies ist bereits der dritte erfolgreiche Angriff auf große Getränkehersteller weltweit in den letzten beiden Jahren.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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