KMU: Viel zu häufig planlos


Unverzichtbar, im Moment einer Cyberattacke über einen Notfallplan zu verfügen
Für KMU besteht in Sachen Notfallplanung ein deutlicher Nachholbedarf



Wie der Digitalverband Bitkom meldet, unterlassen viele Unternehmen die Aufstellung eines Notfallplans, der im Falle eines Angriffs auf die eigene digitale Infrastruktur greift. Insbesondere kleinere Unternehmen handeln hier nachlässig: Während bei den großen Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern rund zwei Drittel über ein Notfallmanagement verfügen, sind es bei den kleineren Unternehmen mit 10 bis 99 Mitarbeitern nur 40 Prozent.

Andrew Stuart, Managing Director EMEA des Business-Continuity-Spezialisten Datto, sieht hier allerdings nicht nur bei den KMU einen Nachholbedarf, sondern auch bei vielen Anbietern von IT-Services für Datenschutz und -sicherheit:

"Es trifft die Großen wie die Kleinen: Angriffe auf digitale Ressourcen, ohne die in den meisten Firmen heute geordnete Betriebsabläufe kaum noch möglich sind, gehören zum Alltag. Und selbst mit größtmöglicher Voraussicht wird es sich nicht verhindern lassen, dass ein Teil dieser Attacken erfolgreich ist.

Daher ist es unverzichtbar, im Moment einer Cyberattacke über einen Notfallplan zu verfügen, um in kürzest möglicher Zeit IT-Daten und -Systeme wiederherstellen zu können. Schließlich kostet jede Stunde Betriebsausfall bares Geld, Image und womöglich Stammkunden, was kleinere Betriebe noch schwer verkraften als große.

Für KMU besteht in Sachen Notfallplanung also ein deutlicher Nachholbedarf. Dass die Mehrheit der KMU keinen Notfallplan in der Schublade hat, ist allerdings nicht nur der Nachlässigkeit der Entscheidungsträger geschuldet. Auch viele IT-Dienstleister, die mit der Bereitstellung von Datenschutzlösungen gute Umsätze erwirtschaften wollen, tragen ihren Teil zu dieser Malaise bei.

Stellen Sie sich vor, ihr Auto streikt und Sie beauftragen eine Werkstatt mit der Reparatur. Doch statt das Automobil wieder fahrbereit zu machen, drückt man Ihnen ein Paket mit Ersatzteilen in die Hand und das Automobil bleibt mangels Zeit oder handwerklicher Begabung unrepariert.

Häufig genug gibt es aber auch bei IT-Dienstleistern und MSP nur eben diese Ersatzteilpakete. Das hält KMU, für die es in hohem Maße wichtig ist, sich auf ihr Kerngeschäft zu fokussieren, davon ab, Datensicherheitsservices einzusetzen. Denn nur wenige KMU verfügen über das spezifische IT-Know-how und die notwendigen personellen Ressourcen, um eine optimierte Business-Continuity-Strategie im Alleingang zu realisieren.

Für Anbieter von IT-Services, insbesondere im Bereich der Datensicherheit, sollte es also selbstverständlich sein, sich als der Partner der Kunden zu präsentieren, der nicht nur Teile, sondern auch Know-how zur Verfügung stellt, um einen praxisnahen Notfallplan zu erstellen. Denn nur dann können Services zu Datenschutz und -wiederherstellung wirkungsvoll eingesetzt werden."
(Datto: ra)

eingetragen: 11.09.17
Home & Newsletterlauf: 02.10.17


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Meldungen: Kommentare und Meinungen

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Europa besinnt sich einmal mehr auf seine moralische Vorreiterrolle in der Welt. Während in den beiden globalen Technologiesupermächten USA und China ein kaum kontrollierter Wildwuchs in Sachen Künstlicher Intelligenz stattfindet, hat die EU sich nicht nur dem technischen Fortschritt, sondern dem großen Ganzen gewidmet: Mit dem nun beschlossenen KI-Gesetz gibt es zum ersten Mal eine umfassende Regulierung in diesem Bereich.

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Hacker sind neugierige, kreative Menschen, die ihr Wissen nutzen, um Probleme zu bewältigen und Lösungen zu entwickeln. Sie sind nicht von vornherein Kriminelle, und es ist wichtig, das zu erkennen.

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Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

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Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

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Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

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Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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