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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Bitcoin-Sicherheitsbestand eine richtige Strategie


Deutsche Unternehmen horten Bitcoin als schnelles Lösegeld für Ransomware-Attacken
Ein Ransomware-Angriff kann für ein Unternehmen fatale Folgen haben finanzieller und auch rufschädigender Art



Die Hälfte aller deutschen Unternehmen horten Kryptowährungen, um im Falle eines Ransomware-Angriffes das Lösegeld möglichst schnell bezahlen und sich ihre Daten freikaufen zu können. Im Schnitt besitzen sie 27 Bitcoins das sind fast 240.000 Euro so das Ergebnis einer Studie von Citrix und OnePoll. 500 IT-Entscheider aus Firmen mit mindestens 250 Mitarbeitern wurden hierzu befragt. Das Problem, das entsteht: Das Bitcoin-Depot lockt neue Angreifer an. 51 Prozent der befragten Unternehmen hatten bereits Angriffe auf ihren Bestand zu verzeichnen. Ein Kryptowährung-Sicherheitsdepot für mögliches Lösegeld Chance oder Gefahr?

Ross Brewer, Vice President und Managing Director EMEA des Security-Intelligence-Unternehmens LogRhythm, kommentiert die Studie folgendermaßen:

"Die Studie zeigt nur einmal mehr wie hoch der Bedarf an einer funktionierenden Sicherheitsstrategie ist, die weit über traditionelle Präventionstechnologien hinausgeht. Die Zahl der angreifbaren Ziele hat im letzten Jahr neue Rekorde aufgestellt, Ransomware-Angriffe machten regelmäßig Schlagzeilen. Das Horten von Kryptowährung und die Bereitschaft, Lösegeld ohne Zögern an die Angreifer abzutreten, sind die Folge und eine verzweifelte Reaktion hierauf. Es zeigt weiterhin, welch großes Misstrauen die Unternehmen gegen ihre eigenen Sicherheitsmaßnahmen hegen.

Dass ein sogenanntes Sicherheitsdepot an Bitcoins eben keineswegs sicher ist, sondern im Gegenteil nur noch mehr Angreifer anlockt, mussten 51 Prozent der Unternehmen bereits schmerzlich erfahren, indem sie Angriffe auf ihren Bestand zu verzeichnen hatten. Zwar zeigt eine ähnliche Studie, die vor einem halben Jahr durchgeführt wurde, dass die Anzahl der Bitcoin hortenden Unternehmen vermutlich aus genau diesem Grund von 62 Prozent auf 50 Prozent zurückgegangen ist, jedoch sind auch die aktuellen Zahlen keineswegs beruhigend und zeigen, dass sich in diesem Bereich nicht viel gebessert hat.

Ein Ransomware-Angriff kann für ein Unternehmen fatale Folgen haben finanzieller und auch rufschädigender Art. Jedoch kann es nicht die Lösung sein, Kryptowährung zu kaufen und zu horten, um diese im Falle eines Angriffes in einer Verzweiflungstat an Cyberkriminelle abzutreten.

Stattdessen wäre das Geld besser in die richtigen Präventionsmaßnahmen investiert. Unternehmen müssen also überlegen, was zu tun ist, um die Sicherheit ihrer sensitiven Daten gewährleisten zu können. Es ist insbesondere wichtig, Aktivitäten im Firmennetzwerk lückenlos und in Echtzeit zu verfolgen und zu wissen was passiert, wann es passiert und warum es passiert die Experten müssen den Überblick behalten. Falls außergewöhnliche Aktivitäten auftreten, müssen die sofort erkannt, untersucht und bekämpft werden und das alles möglichst schnell.

Das Sicherheitskonzept einer Firma muss also von Anfang bis Ende durchdacht sein, denn Lücken sind eine willkommene Einladung für Angreifer und locken diese an. So wie auch ein Bitcoin-Sicherheitsbestand, der definitiv nicht Teil des Konzeptes sein sollte.

Die erste gute Nachricht: Wenn funktionierende Sicherheitstechnologien potenziellen Angreifern die Möglichkeit auf einen erfolgreichen Einbruch in das Firmennetzwerk erschweren, dann ist Lösegeld ohnehin nicht mehr notwendig. Die zweite gute Nachricht: Keine Hortung von Kryptowährung bedeutet noch weniger Angreifer, wenn man den Ergebnissen der Studie Glauben schenkt.

So sind dann zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wichtig ist demnach nicht, sich bei Angriffen schnell freikaufen zu können, sondern diese gar nicht erst geschehen zu lassen. Lassen Sie sich nicht erpressen, sondern nutzen Sie die richtigen Technologien!"
(LogRhythm: ra)

eingetragen: 09.03.18
Newsletterlauf: 13.04.18

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

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Sechs Monate nach Ankündigung einer neuen transatlantischen Vereinbarung für den rechtssicheren Transfer personenbezogener Daten, könnte das Nachfolgeabkommen des EU-US Privacy Shield jetzt endlich kommen: Die Einigung zum Trans-Atlantic Data Privacy Framework wurde jetzt vorgestellt.

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Integrität der Supply Chain mit immer mehr Brisanz

Lässt man einige Angriffe der letzten Zeit (insbesondere Solarwinds oder Log4Shell) Revue passieren, so fällt auf, dass diese immer mehr "über Bande" spielen. Das bedeutet die Angreifer greifen Zielunternehmen nicht mehr direkt an, sondern über deren (Software)-Lieferkette. Ob nun Opfer über kompromittierte Solarwinds-Updates oder Lücken in Log4Shell angegriffen werden – in beiden Fällen ist die Software-Lieferkette gleichzeitig auch Infektionskette.

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Fachartikel

Grundlagen

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Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

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Fluch und Segen des Darkwebs

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