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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Bitcoin-Hype: Immer neue "Goldgräber"


Sophos registriert starken Anstieg des heimlichen Schürfens von Kryptowährungen auf Rechnern ahnungsloser Webseitenbesucher
Webseitenbetreiber verdienen an Rechenleistungen auf Besucher-Computern - Webseitenbesucher registrieren u.a. Verlangsamung der Rechnerleistung, erhöhte Wärmeentwicklung und kürzere Akkuleistungen - Neue Varianten von IoT-Botnetzen wie Mirai beginnen, IoT-Geräte für das Mining von Bitcoins zu nutzen



Statement von Michael Veit, Security Evangelist bei Sophos

Immer mehr Akteure wollen am Bitcoin-Hype mitverdienen und ahnungslose Webseitenbesucher sind in diesem Fall die Leidtragenden: Seit September 2017 beobachten wir, dass bei dem Besuch vieler Webseiten die Prozessorlast des eigenen Rechners aus zunächst unerfindlichen Gründen auf 100 Prozent hochschnellt. Der Grund dafür ist, dass beim Besuch der Webseite eine in JavaScript geschriebene Anwendung des Anbieters Coinhive heruntergeladen und gestartet wird, die dann im Hintergrund läuft und die Kryptowährung Monero (XMR) schürft. Unter Schürfen einer Kryptowährung versteht man dabei das rechenintensive Lösen mathematischer Aufgaben mit dem Ziel, neu herausgegebene Einheiten einer Kryptowährung zu erhalten.

Der Betreiber der Webseite erhält für die auf den Rechnern der Webseitenbesucher geleisteten Rechenoperationen von Coinhive Geld. Die Konsequenz für den Besucher der Webseite ist, dass sein Rechner langsamer ist, und gerade bei Notebooks sich die Wärmeentwicklung erhöht und die Akkulaufzeit reduziert.

Prinzipiell ist es ein legitimes Vorgehen, dass der Betreiber einer Webseite die Rechenleistung des Computers des Besuchers als Bezahlung für die (dann beispielsweise werbefreie) Nutzung einer Webseite verlangt sofern der Besucher darauf hingewiesen wird. Es gibt zwar Webseiten, die entsprechende Meldungen anzeigen und teilweise auch die Nutzung des Prozessors auf einige Sekunden oder Minuten begrenzen aber in den allermeisten Fällen ist das nicht der Fall. Oft handelt es sich bei Webseiten mit Coinhive-Skripten um halbseidene oder illegale Angebote, wie Börsen oder Download-Portale für Software und Videos.

Coinhive-Skripte wurden aber auch schon auf seriösen Webseiten gefunden. Nicht in jedem Fall war und ist dabei klar, ob dies mit Absicht seitens des Webseitenbetreibers geschah oder ob die Webseite Opfer von Malvertising- oder Hacking-Angriffen wurde.

Zweckentfremdung von Rechenleistung privater Geräte wird weiter Schule machen
Das Thema Kryptowährungen mit Bitcoin als prominentestem Vertreter tritt immer stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Die anfangs als anonymes Zahlungsmittel für Kriminelle angesehenen Kryptowährungen werden zunehmend hoffähig für Investoren in der traditionellen Finanzwelt, mittlerweile können etwa bereits Terminkontrakte auf die Bitcoin-Wertentwicklung an regulierten Börsen erworben werden.

Von dem hohen Wertzuwachs den Bitcoin in den letzten Wochen profitieren auch andere Kryptowährungen wie Monero, welche durch Coinhive geschürft wird. Sowohl der Wert des Bitcoin als auch der Wert des Monero verdreifachten sich im Zeitraum von Ende Oktober bis Anfang Dezember 2017.

Im Zuge dessen beobachten wir seit Ende November 2017 einen rapiden Anstieg von Webseiten mit Coinhive von wenigen hundert Webseiten schnellte die Anzahl auf über 10.000, Tendenz stark steigend. Dieser Zusammenhang ist in der ergänzenden Grafik gut ersichtlich.

Es ist zu erwarten, dass zumindest solange der Boom der Kryptowährungen andauert die Zweckentfremdung von Rechenleistung auf Privatgeräten weiter Schule machen wird. Der Weg über Skripte von Coinhive auf Webseiten ist dabei nur eine Spielart. Neue Varianten von IoT-Botnetzen wie Mirai fangen an, gekaperte IoT-Geräte für das Mining von Bitcoins zu nutzen. Und je wertvoller pure Rechenleistung wird, desto mehr Wege werden Cyberkriminelle finden, um die Computer ahnungsloser Endanwender dafür zu nutzen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:
https://nakedsecurity.sophos.com/2017/09/20/pirate-bay-hits-users-cpus-with-secret-cryptocurrency-mining/
(Sophos: ra)

eingetragen: 07.01.18
Home & Newsletterlauf: 31.01.18


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Meldungen: Kommentare und Meinungen

Entwurf zum Cyber Resilience Act (CRA)

Die Europäische Kommission einen bedeutenden Schritt zur Schaffung einer sichereren digitalen Welt für Bürger und Unternehmen in der EU unternommen. Sie hat den Entwurf zum Cyber Resilience Act (CRA) vorgestellt. Er beinhaltet neue Cybersicherheitsanforderungen für IoT-Hardware und -Software, wie etwa smarte Spielzeuge, vernetzte Kühlschränke oder Überwachungskameras.

eco zum EU-US Privacy Shield-Nachfolgeabkommen

Sechs Monate nach Ankündigung einer neuen transatlantischen Vereinbarung für den rechtssicheren Transfer personenbezogener Daten, könnte das Nachfolgeabkommen des EU-US Privacy Shield jetzt endlich kommen: Die Einigung zum Trans-Atlantic Data Privacy Framework wurde jetzt vorgestellt.

Missbrauch kompromittierter Identitäten

Am 8. September des vergangenen Jahres wurde von der mittlerweile aus dem Amt geschiedenen Regierung Merkel die Cybersicherheitsstrategie für Deutschland 2021 verabschiedet. Im Anschluss hagelte es heftige Kritik – von Seiten der Experten, der Verbände und der Opposition.

Chatkontrolle: Der Zweck heiligt nicht die Mittel

Die EU-Kommission stellte vor Kurzem ihre Pläne für ein neues Gesetz zur Chatkontrolle vor. Ziel ist es, den Kampf gegen sexuellen Missbrauch Minderjähriger voranzutreiben. "Das ist zweifelsfrei dringend notwendig. Doch erreicht werden soll dies, indem die Privatsphäre unter anderem auf unser aller Mobiltelefone ausgehebelt wird. Ob jedoch die anlasslose Massenüberwachung auch unbescholtener Bürgerinnen und Bürger die Strafverfolgung in dieser Hinsicht wirklich weiterbringt, bezweifle ich stark", kritisiert IT-Sicherheitsexpertin Patrycja Schrenk, Geschäftsführerin der PSW Group scharf.

Integrität der Supply Chain mit immer mehr Brisanz

Lässt man einige Angriffe der letzten Zeit (insbesondere Solarwinds oder Log4Shell) Revue passieren, so fällt auf, dass diese immer mehr "über Bande" spielen. Das bedeutet die Angreifer greifen Zielunternehmen nicht mehr direkt an, sondern über deren (Software)-Lieferkette. Ob nun Opfer über kompromittierte Solarwinds-Updates oder Lücken in Log4Shell angegriffen werden – in beiden Fällen ist die Software-Lieferkette gleichzeitig auch Infektionskette.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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