Rubrik: Markt/Nachrichen

Nutzwerk: 90 Prozent surfen ohne Schutz ihrer Privatsphäre im Internet

Auswertung des "Anonymitätstests" auf safersurf.com ergab
erschreckendes Ergebnis

(26.09.03) - Nachdem in den USA der Verband der Musikindustrie Nutzer von Internet-Tauschbörsen auf Schadenersatz verklagt, beobachten auch deutsche Internet-Provider sehr genau die Aktivitäten ihrer Kunden. So sprach Herr Mühlner, Tiscali-CEO, in einem Interview mit den VDI-Nachrichten vom 29.08.2003 sehr offen über diese Form der "Schnüffelei". Er sagte: "Wir beobachten bei konkretem Verdacht auf Urheberrechtsverletzungen bestimmte Poweruser. Derzeit werden rund 160 Kunden beobachtet und dieser Beobachtungsprozess mindert die Durchsatzperformance."

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"Es kann doch nicht die Aufgabe der Internet-Provider sein, ihre Kunden auszuspionieren. Das wäre ja so, als würde die Post meine Briefe einfach auf Verdacht öffnen und mitlesen", meinte René Holzer, Geschäfts-führer von Nutzwerk und Erfinder des Echtzeit-Datenfilters SaferSurf. "Uns ist nicht bekannt, dass der 'große Lauschangriff' ohne Gerichtsbeschluss durchgeführt werden darf. Anscheinend möchten die Internet-Provider sich bei der Musikindustrie 'einschleimen' und bereits einfach auf Verdacht ihre Kunden verraten", äußerte Holzer einen Verdacht.

Damit Internet-Nutzer ihre Anonymität im Internet prüfen können, hat der Internet-Dienstleister Nutzwerk unter www.safersurf.com/anonym-surfen einen Test im Netz bereitgestellt. Bei diesem Test werden die am meisten verbreiteten Schnüffeltaktiken simuliert, die "Mitlauscher" im Internet anwenden. Als größte Lücke im Bereich "Anonymität im Internet" konnte die Ermittlung des Standortes des Surfers und die Speicherung von so genannten Web-Spionen bzw. Web-Bugs ausgemacht werden. Darüber ist es dann einem "Mitlauscher" möglich, sehr genaue Nutzerprofile zu erstellen oder über den Einwahl-Provider den Namen und die Anschrift festzustellen.

Nach wenigen Tagen und mehr als 8000 Tests wurden die Ergebnisse ausgewertet. Bei mehr als 90 Prozent konnte kein aktiver Schutz vor Schnüffelpraktiken festgestellt werden. Damit bewegen sich 90 Prozent der Nutzer völlig ungeschützt im Internet. Etwa die gleiche Prozentzahl an Nutzern ist vor der Speicherung von Web-Spionen - das sind kleine Grafiken, die das Nutzerverhalten aufzeichnen - nicht geschützt.

"Vor allem unbedarfte Anwender werden immer wieder Opfer von Spionageattacken. Viele sind mit der Installation, der Konfiguration und den Updates sog. Anonymisierer schlicht überfordert. Der Schutz der Privatsphäre muss bereits im Übertragungsweg zum Nutzer ansetzen", beschrieb Holzer die aktuellen Sicherheitsprobleme. Gestützt wird diese Aussage durch eine AOL-Studie, die ergab, dass 45 Prozent der Anwender kein technisches Wissen besitzen, um sich effektiv zu schützen.

"SaferSurf.com" setzt genau dort an. SaferSurf funktioniert als zentraler Sicherheitsdienst und löscht auf Wunsch des Nutzers bei jedem Wechsel zu einem neuen Internet-Angebot die Informationen aus dem Datenstrom, die ein "Mitlauscher" auswerten kann. Zusätzlich surft der Nutzer mit der IP-Nummer des SaferSurf-Servers. Er ist also quasi anonym. Das bestätigte auch die Zeitschrift Computerbild in der Ausgabe 04/03. SaferSurf wurde dort als Testsieger im Bereich "Anonymes Surfen" ermittelt.

"Das Maß aller Dinge ist der Internet-Nutzer. Wenn er sich belästigt fühlt, muss etwas geschehen. Die Kraft des Netzes wird zeigen, dass die gezielte Spionage nicht lange aufrechterhalten werden kann", so Holzer zum Abschluss. Weitere Informationen unter http://www.safersurf.com/anonym-surfen. (ma)

Nutzwerk GmbH

Kohlgartenstrasse 13, 04315 Leipzig

Kontakt: René Holzer

Tel. (0341) 686570, Fax (0341) 6865710

E-Mail: info@nutzwerk.de

Web: www.nutzwerk.de

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