|
|
Rubrik: Markt/Nachrichten Universität Stuttgart: Zentrale Datenschutzstelle der Landesuniversitäten nimmt Arbeit auf ZENDAS berät und unterstützt bei der Erfüllung datenschutzrechtlicher Verpflichtungen (18.11.03) - Beim Datenschutz zu kooperieren, dabei Doppelarbeit zu vermeiden, die Aufgaben für alle Beteiligten effizient zu bündeln und gleichzeitig Stellen zu sparen - diese Idee bildet die Grundlage der an der Universität Stuttgart angesiedelten Zentralen Datenschutzstelle (ZENDAS) der baden-württembergischen Universitäten. Das Konzept für die Datenschutzstelle, die dieser Tage ihren Betrieb aufgenommen hat, hat der Stuttgarter Uni-Kanzler Joachim Schwarze entwickelt. Vier Mitarbeiter (darunter ist eine halbe Stelle) und eine Sekretärin sorgen dafür, dass mit dem Datenschutz an den Landesuniversitäten alles zum Besten steht.
Anzeige
Knapp 126.700 Studierende sind an den Universitäten des Landes Baden-Württemberg eingeschrieben. Rund 59.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen an den Landesuniversitäten Aufgaben in Lehre, Forschung und Verwaltung wahr. Bei der Verwaltung personenbezogener Daten von Studierenden und Mitarbeitern sind die Universitäten zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen verpflichtet. Die dabei auftretenden datenschutzrechtlichen Fragestellungen sind oftmals identisch. ZENDAS berät und unterstützt - wie es im Kooperationsvertrag heißt - "unter Berücksichtigung der jeweiligen universitätsspezifischen Aufgaben die beteiligten Universitäten bei der Erfüllung ihrer datenschutzrechtlichen Verpflichtungen". Dabei nimmt ZENDAS nicht die Funktion eines gemeinsam bestellten behördlichen Datenschutzbeauftragten wahr, sondern sorgt für einen "Datenschutz auf Augenhöhe". Dies bedeutet beispielsweise, dass schon die Planung und Einführung von Verfahren einschließlich der technisch-organisatorischen Anforderungen, bei denen personenbezogene Daten verarbeitet werden, von den Fachleuten der Datenschutzstelle begleitet wird. Die ZENDAS-Mitarbeiter wirken bei Verfahren mit, die dem Landesbeauftragten für den Datenschutz vorzulegen sind, wie etwa der Einführung von Chipkarten, beraten die Universitäten bei der Gestaltung der technischen Einrichtungen und Verfahren und wirken bei der Anpassung von Datenschutz- und Datensicherheitskonzepten mit. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit der Stabsstelle DV-Sicherheit der Universität Stuttgart "RUS-CERT" am Uni-Rechenzentrum vorgesehen. Beteiligt sind die ZENDAS-Leute auch bei im Tagesgeschäft anfallenden Fragestellungen, wie beispiels-weise bei der Übermittlung personenbezogener Daten an Dritte, wie Rentenversicherungsträger, Kranken-kassen, Sozial- oder Ausländerbehörden, bei der Aufbewahrung und Vernichtung von Akten, bei Löschfristen oder der Anwendung datenschutzrelevanter Regelungen bei der Nutzung des Internet, vor allem bei der Veröffentlichung personenbezogener Daten im WWW. Sie wirken bei der datenschutz-rechtlichen Gestaltung landeseinheitlicher Verfahren an den Universitäten mit, beraten bei Anfragen und stellen auf einem Informations-Server für Hochschulen datenschutzrelevante Informationen zur Verfügung, darunter gesetzliche Regelungen, Gerichtsentscheidungen, Äußerungen der Datenschutzbeauftragten oder Hinweise auf Gefährdungen von Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen. Die Kosten für Mitarbeiter, Räumlichkeiten, Ausstattung und Fortbildung teilen sich die neun Landes-universitäten. Ein Lenkungsausschuss sorgt für den reibungslosen Arbeitsablauf. Ob sich das Konzept dieser Zentralen Datenschutzstelle bewährt, soll nach drei Jahren eine Evaluierung zeigen. (ma) Universität Stuttgart Keplerstr. 7, 70174 Stuttgart Tel. (0711) 121-2297 E-Mail: presse@po.uni-stuttgart.de Ansprechpartnerin: Ursula Zitzler Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel. (0711) 121-2297, Fax (0711) 121-2188 E-Mail: pr.zitzler@po.uni-stuttgart.de Ansprechpartner: Joachim Schwarze Kanzler der Universität Tel. (0711) 121-2204 E-Mail: kanzler@uni-stuttgart.de |