Rubrik: Markt/Nachrichten

WLAN Test 2007: Viele Funknetze immer noch unsicher

Laut PC-Feuerwehr bleibt die Sicherheit weiterhin optimierungsbedürftig

(24.10.07) - Mehr als jedes sechste WLAN-Netz ist ungeschützt. Zu diesem Ergebnis kommt die PC-Feuerwehr in ihrem diesjährigen bundesweiten Test in zehn Großstädten. Die Zahl der ungesicherten Netze sank zwar im Vergleich zum Vorjahr, da war es noch jedes fünfte Netz. Das Ergebnis ist jedoch lange noch nicht zufrieden stellend. Besonders heikel wird es, wenn sich auf diesem Wege "Datenspione“ in das heimische Netz einwählen. Sie benötigen dazu noch nicht einmal spezielles Expertenwissen - ein einfaches Notebook reicht. "Dieser riskante Zustand kann und muss schnell verbessert werden, damit Kriminelle keine Angriffsfläche haben“, fordert Michael Kittlitz von der PC-Feuerwehr.

Anzeige
Kaspersky PURE 300x250

Die PC-Feuerwehr hat zum dritten Mal eine jeweils 40 Kilometer lange Strecke auf die Sicherheit von Funk-Netzwerken getestet. Ob München, Berlin oder Köln - immer noch verschlüsseln wenig Haushalte aber auch Unternehmen ihre WLAN-Netze. Während in vielen anderen Städten in diesem Jahr prozentual mehr Funk-Netzwerke verschlüsselt sind, stieg in München und Bremen sogar die Anzahl der ungesicherten WLANs. München steht in diesem Jahr mit 35,8 Prozent (2006: 30,6 Prozent) an nicht verschlüsselten Funk-Netzwerken auf dem ungeliebten ersten Platz, gefolgt von Bremen mit 25 Prozent (2006: 22,5 Prozent) und Augsburg mit 19,9 Prozent. "Ein Zustand, der alarmierend ist", sagt Michael Kittlitz, Geschäftsführer der PC-Feuerwehr. "Datenschutz wird gerade in der heutigen Zeit immer wichtiger. Aus diesem Grund sollte jeder die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen treffen, um Datenmissbrauch schon von vornherein zu vermeiden."

Doch es gibt auch positive Beispiele. Am besten geschützt sind die Funknetze in Dresden mit über 90 Prozent und Hamburg mit 88 Prozent. Besonders hervorzuheben ist die Hansestadt, in der im vergangenen Jahr noch über 30 Prozent der Funknetze unverschlüsselt waren. Hier hat man anscheinend dazugelernt. Auch in Nürnberg (13,5 Prozent), Berlin (16,2 Prozent) und Essen
(16,9 Prozent) fand die PC-Feuerwehr in diesem Jahr durchschnittlich weniger ungesicherte Funk-Netzwerke. Trotzdem ist der bundesweite Durchschnitt von circa 18 Prozent immer noch zu hoch, wenn man bedenkt, wie viele sensible Daten auf der Festplatte zu finden sind.

"WLAN ist praktisch und ermöglicht ein flexibles Arbeiten. Um zudem für die nötige Sicherheit zu sorgen, sollte bei der Aktivierung eines WLAN auch die effektive Funkverschlüsselung eingeschaltet werden. Dies lässt sich ganz einfach über das Konfigurationsmenü des Routers vornehmen", so Michael Kittlitz. Außerdem sollte das voreingestellte Router-Passwort durch eine sichere, mindestens zehnstellige Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen ersetzt werden. So wird kabelloses Surfen wieder sicher. Immerhin ist Deutschland auf einem guten Weg. Durchschnittswerte von 64 Prozent an unverschlüsselten WLANs - wie 2005 in Bremen - sind heute nicht mehr zu finden. (PC-Feuerwehr: ma)

 

 

 

Diesen Beitrag per E-Mail versenden Diesen Beitrag ausdrucken