Rubrik: Markt/Nachrichten

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann warnt vor den Gefahren der virtuellen Welt

Kinder und Jugendliche seien besonders gefährdet

(29.08.08) - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat anlässlich der aktuellen Studie zum Thema "Sicherheit im Internet 2008" vor den vielfältigen Gefahren des Internets besonders für Kinder und Jugendliche gewarnt. Herrmann sagte bei der Vorstellung des "(N)Onliner Atlas 2008" durch den Softwarehersteller Microsoft, das Spektrum der Gefährdungen reiche vom elektronischen Ausspionieren persönlicher Daten bis hin zu Kontakttreffen nach dem Besuch eines Chatrooms oder dem unerlaubten Herunterladen von Musik und Videoclips.

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"Durch die schier grenzenlose Informationsflut des Internets drohen aber auch ernste Gefahren", so der bayerische Innenminister. "Pädophile suchen sich im Chatraum ihre Opfer. Gewaltdarstellungen und Killerspiele sind mit wenigen Maus-Klicks auch für Kinder verfügbar." Einerseits bewegten sich Kinder und Jugendliche mit spielerischer Leichtigkeit im Internet. Andererseits falle es ihnen jedoch schwer, die Inhalte mit der gebotenen Vorsicht zu bewerten. Herrmann: "Unsere Kinder und Jugendlichen müssen daher aufgeklärt und unterstützt werden. Viele Eltern wissen jedoch gar nicht, was auf den PCs in den Kinderzimmern abläuft."

Wie die Studie zeige, sei die persönliche Betreuung der Kinder durch die Erziehungsberechtigten bei der Nutzung des PCs deutlich rückläufig. Herrmann mahnte an: "Dieser Entwicklung müssen wir gemeinsam entgegensteuern." Der Staat könne den lückenlosen Schutz von Kindern und Jugendlichen nicht allein sicherstellen. In erster Linie seien die Eltern gefordert. Herrmann sagte: "Die Eltern müssen wissen, was ihre Kinder in der Freizeit tun und womit sie sich im Internet beschäftigen. Dafür brauchen sie Medienkompetenz."

Speziell ausgebildete Jugend- und Schulverbindungsbeamte, wie sie Bayern einsetzt, arbeiten eng mit Schulen und Jugendeinrichtungen zusammen. In Fachvorträgen und Präventionsunterricht klären sie über die Möglichkeiten und Gefahren des Internets auf.

Herrmann wies darauf hin: "Auch das Programm 'Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes' hat sich zum Ziel gesetzt, mit seiner Initiative ''Kinder sicher im Netz'' nicht nur die überwiegend jungen Nutzer zu informieren, sondern auch den Eltern zur Unterstützung ihrer Erziehungsaufgaben einen praxisnahen Leitfaden an die Hand zu geben." Wegen der vielschich-tigen Gefährdungen durch das Internet werde es immer wichtiger, die PC-Software auf einem aktuellen Stand zu halten. "Mittlerweile ist die ständige Aktualisierung von Betriebssystemen und Anwendersoftware unabdingbar, um laufend neu erkannte Sicherheitslücken zu schließen."

Das Ergebnis der von Microsoft vorgestellten Studie zeige deutlich, dass man den Gefahren des Internets nur dann wirkungsvoll entgegentreten könne, wenn jeder Nutzer seine Verantwortung ernst nehme. "Die zuständigen Behörden und Institutionen, aber auch Internetprovider und Software-hersteller müssen auf nationaler und internationaler Ebene eng zusammenarbeiten", forderte Hermann. (Bayerische Staatsregierung: ra)

Siehe auch:

Studie: Eltern kontrollieren weniger die PC-Nutzung ihrer Kinder

 

 

 

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