Rubrik: Markt/Nachrichten

Microsoft, Yahoo, Western Union und Afrikanische Entwicklungsbank bekämpfen Lotteriebetrug

Über zwei Prozent der europäischen Internetnutzer wurden bereits Opfer von LotteryScam

(31.10.08) - Microsoft, Yahoo, Western Union und die afrikanische Entwicklungsbank haben auf der 6. Anti-Spam-Konferenz in Wiesbaden eine Industrieinitiative gegen LotteryScam vorgestellt. E-Mails, die größere Lotteriegewinne ankündigen und Nutzer dazu bringen, eine "Teilnahmegebühr" zu bezahlen, sind ein wachsendes Geschäft für Betrüger. Unternehmen, deren Namen häufig in dieser Form von Spam missbraucht werden, wollen Anwendern zukünftig bessere Orientierung bieten sowie mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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Darüber hinaus präsentierte Microsoft die Ergebnisse einer europaweiten Befragung unter Internet-nutzern zu deren Erfahrungen mit Lotteriebetrug. 113 der 4930 (2,3 Prozent) in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Dänemark und Deutschland befragten Personen haben demnach in den vergangenen 12 Monaten Geld an einen Internetbetrüger verloren. Die Beträge variieren dabei zwischen 100 und 7000 Euro. 27 Prozent der Befragten sehen sich als potenzielle Opfer von LotteryScam.

Vertrauensverlust bei den Anwendern

"Lotteriebetrüger nutzen keine Sicherheitslücken aus oder versuchen Schadsoftware einzu-schleusen - sie setzen auf die Hoffnung ihrer Opfer. Da mittlerweile viele dieser Attacken sehr personalisiert, kreativ und plausibel sind, können Internetnutzer immer schwerer herausfinden, wem sie vertrauen können", sagt Tim Cranton, Associate General Counsel für das weltweite Internet-sicherheitsprogramm bei Microsoft. "Die Industrieinitiative soll das Vertrauen von Anwendern in Unternehmen wiederherstellen, das durch diese kriminellen Machenschaften zuletzt verlorenge-gangen ist."

Ein großer Teil der befragten deutschen Internetnutzer reagiert auf die Überflutung mit Spam und betrügerischen E-Mails mit Vertrauensverlust. So gaben 46 Prozent an, dass sie wegen des großen Spam-Aufkommens das Internet mittlerweile vorsichtiger nutzen und 54 Prozent schreckt wegen der Betrugsfälle davor zurück, im Internet einzukaufen. Deutsche Anwender sind damit im Schnitt vorsichtiger als Europäische (36 bzw. 51 Prozent).

Zusammenarbeit mit der Polizei

Spammer nutzen häufig etablierte Markennamen, um den Opfern vermeintliche Seriosität vorzu-gaukeln. Wie viele Empfänger auf die Angriffe tatsächlich hereinfallen, ist bis heute schwer abzu-schätzen, da die grenzübergreifende Struktur des Internets und die Menge der versendeten E-Mails eine genaue Überwachung erschwert. Die Industrieinitiative ruft Opfer daher auf, sich an ihre lokalen Polizeidienststellen zu wenden, wenn sie einem Lotteriebetrug aufgesessen sind.

Interpol hat den lokalen Polizeibehörden bereits Informationen zur Initiative zur Verfügung gestellt. Die lokalen Polizeidienststellen weisen die Opfer darauf hin, eine Kopie des Polizeiberichts an die betroffenen Unternehmen zu senden. Die einzelnen Unternehmen haben interne Ermittlungsstellen geschaffen, die Trends und Muster - etwa die geographische Herkunft - identifizieren, um die Suche nach den Tätern voranzutreiben.

Adressen für Opfer

Opfer können sich unter folgenden Adressen an die Partner der Initiative wenden:

 

African Development Bank

security@afdb.org oder

African Development Bank

Security Unit

BP 323 1002

Tunis Belvedere,

Tunisia

 

Microsoft

lotfraud@microsoft.com oder

Report Lottery Fraud

Microsoft Corp

One Microsoft Way

Redmond, WA 98052-6399

USA

 

Western Union

spoof@westernunion.com

Mehr Informationen zum Verbraucherschutz:

http://www.westernunion.com

 

Yahoo!

http://antispam.yahoo.com/phishingtips

 

(Microsoft: ma)

 

 

 

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