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Erhebliche Sicherheitsbedrohung durch sorglose
Cloud Computing-Nutzung Cased-Wissenschaftler
finden sensible Daten von Nutzern der "Amazon
Web Services" - Problem liege klar auf Kundenseite und nicht bei Amazon (24.06.11) - Wissenschaftler des Darmstädter
Forschungszentrums Cased haben laut eigenen Angaben
große Sicherheitsmängel in zahlreichen virtuellen Maschinen in der Amazon-Cloud entdeckt. Von 1100 untersuchten öffentlichen
Amazon Machine Images (AMIs), auf denen Cloud-Dienste basieren, sollen rund 30
Prozent so verwundbar gewesen sein, dass Angreifer teilweise Webservices oder
virtuelle Infrastrukturen hätten manipulieren oder übernehmen können.
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Ursache sei der fahrlässige Umgang von Amazon-Kunden
mit AMIs. Zur Prüfung solcher Maschinen haben die Cased-Wissenschaftler einen Schwachstellenscanner
entwickelt, der im Internet unter http://trust.cased.de/AMID
kostenlos heruntergeladen werden kann. Dank steigender Popularität, einfacher Benutzbarkeit und
großen Preisvorteilen bieten immer mehr Firmen und private Nutzer zahlreiche
Dienste in der Cloud an. Während Experten die Sicherheits-aspekte
der zugrundeliegenden Cloud Computing-Infrastruktur
bereits ausgiebig diskutieren, werden die Fehler beim Aufbau solcher Dienste
häufig noch stark unterschätzt. Wie schwerwiegend die Folgen mangelnder
Sorgfalt von Cloud Computing-Kunden sein können,
zeigt eine aktuelle Untersuchung der Forschungsgruppe um Prof. Ahmad-Reza Sadeghi am Center for Advanced Security Research Darmstadt (Cased). Die Forscher des Fraunhofer SIT in Darmstadt und des
System Security Labs der TU Darmstadt untersuchten
Dienste, die von Kunden des Cloud-Anbieters Amazon
Web Services (AWS) veröffentlicht wurden. Obwohl AWS auf ihren Webseiten
ausführliche Sicherheitsempfehlungen geben, fanden die Forscher laut eigenen
Angaben in mindestens einem Drittel der Fälle fehlerhafte Konfigurationen und
sicherheitskritische Daten wie Passwörter, kryptographische
Schlüssel und Zertifikate. Mit diesen Informationen können Angreifer etwa
kriminelle virtuelle Infrastrukturen betreiben, Webdienste manipulieren oder
Sicherheitsmechanismen wie Secure Shell (SSH) aushebeln. "Das Problem liegt klar auf Kundenseite und nicht bei den Amazon Web Services. Wir gehen davon aus, dass auch Kunden anderer Cloud Computing-Anbieter sich und andere durch ihre Unwissen-heit und Nachlässigkeit gefährden", betont Prof. Sadeghi. In Abstimmung mit dem Sicherheitsteam von Amazon Web Services wurden die betroffenen Kunden informiert. (Fraunhofer-Institut SIT: ra) |
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